Februar 2007
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Eine Geschichte, aus dem Leben gegriffen.

 Balaton

Der Mensch, welcher nicht mehr gebraucht wird, ob wohl er noch gebraucht werden möchte, sucht nach Möglichkeiten, gebraucht zu werden. Es werden Bewerbungen geschrieben, es werden Ideen geboren, um seinen Nutzen zu preisen. Gelegentlich werden auch nützliche Menschen gesucht und das ist immer eine gute Gelegenheit, seine Nützlichkeit anzubieten. So sucht eine Versicherungsgesellschaft, über das Arbeitsamt Mitarbeiter und das Arbeitsamt verkündet dieses mit Hilfe einer Anzeige in der Zeitung. Die Versicherungsgesellschaft, ungenannt, bekommt die Bewerbungen über das Arbeitsamt und setzt sich, bei Bedarf, mit den Bewerbern in Verbindung.

Vorbildung nicht erforderlich, Festanstellung möglich und Ausbildung zugesichert, ein interessantes Angebot, für jemanden, welcher, auf Suche nach neuen Herausforderungen, diese auch nicht scheut und bestrebt ist, sich beständig weiter zu bilden.

So geschehen, wurde eine Bewerbung an das Arbeitsamt geschickt und es Meldete sich eine Versicherungsgesellschaft, ein Termin wurde vereinbart, welcher auch stattfand, das Gespräch war nicht uninteressant und nur die Möglichkeiten ließen zu wünschen übrig, wie sich in Auswertung des Gespräches, mit dem Partner, herausstellte.

Da ein zweiter Termin vereinbart wurde, gab es Hoffnung und der Partner kann sich ja irren, was auch nur Menschlich ist. Zum zweiten Termin sollten die eigenen Versicherungsunterlagen mitgebracht werden, um an deren Beispiel, wahrscheinlich die Vorgehensweise zu demonstrieren. Aber was soll es, der Termin fand statt und war sehr aufschlussreich, die Versicherungssituation wurde überprüft und die Möglichkeiten der Beschäftigung für das Unternehmen aufgezeigt. Zu Bemerken wäre, das es sich wirklich um eine Versicherungsgesellschaft handelt und um keinerlei Strukturvertrieb, für welche solche, oder ähnlich Vorgehensweisen charakteristisch sind.

Der Griff nach dem Strohhalm, denn es kann genutzt werden, der Strohalm dient der Nützlichkeit, der Beweis kann erbracht werden, doch wie haltbar ist so ein Strohhalm? Es wurde mit einem Seil gewunken, das Tau avisiert und nun soll der Strohhalm halt bieten. Ja, es kann für das Unternehmen gearbeitet werden, erst einmal Kunden akquirieren, Nebenberuflich und wenn man Gut ist, dann, ja dann gibt es vielleicht eine Festanstellung, ja dann gibt es eine Ausbildung, ja dann kann man Geld verdienen. Aber erst einmal muss die Sahara durchquert werden, eine Wasserflasche gibt es nicht, die sollte man schon selbst haben, wenn man nicht verdursten möchte. Nun ja, aber was erzählt man den potenziellen Kunden, so ohne Wissen und Qualifikation? Ganz einfach, wurde gesagt, weil wir eben die Besten sind und wenn ein Kunde gewonnen wird, so werden wir die Beratung schon übernehmen, sollte es zu einen Abschluss kommen, bekommen Sie auch einen Schluck Wasser und können so gestärkt neue Kunden zuführen. Ja die Besten, sie sind so gut, dass sie die vorhandenen Versicherungen in keiner Weise besser gestalten konnten. Nicht Preiswerter und auch nicht mehr Leistung, nicht einmal da konnte die Gesellschaft, oder ihre Vertreter auf Erden, ihre Nützlichkeit, der Suchenden nach Nützlichkeit, nachweisen, aber es zählt nur eines, die Besten zu sein. Das wichtigste daran ist, das man nur fest genug daran glaubt.

Nach Rücksprache in der Familie, wurde sich gegen diese Art von Nützlichkeit entschieden, die Stabilität von Strohhalmen läst nämlich zu wünschen übrig und von irgendetwas muss nun auch die Existenz gesichert werden, also werden wieder Ideen geschmiedet und der Versuch unternommen sie umzusetzen. Einen Namen hat diese, beste aller Gesellschaften natürlich auch, DBK, was wahrscheinlich DIE BESTEN KUNDENBETREUER bedeutet. Und manchmal kann es sogar erfolgreicher sein, nicht für die Besten zu arbeiten. Aber es kann auch sein, das man auf der Suche nach Nützlichkeit, manchmal schon zu alt ist, um von der besten Gesellschaft, ausgebildet zu werden, wer heute älter ist, geht natürlich morgen früher in Rente.

2 Antworten auf “Eine Geschichte, aus dem Leben gegriffen.”

  1. tolo sagt:

    Letztendlich geht es doch, im Zusammenhang mit abhängiger Beschäftigung, nicht ums gebraucht werden, sondern um die Verwertung der Arbeitskraft. Wenn die Verwertung nicht erforderlich ist, im Rahmen der Kapitalverwertung, ist in dieser Gesellschaft auch der Träger, der selben überflüssig, oder der Sinn seines Daseins beschränkt sich, entsprechend der Gesetze des Marktes, darin, das Überangebot der Ware Arbeitskraft aufrecht zu erhalten, um damit den Preis selbiger zu drücken.
    So gelingt es häufig diese Ware zu gebrauchen, um sie gegen sich selbst zu missbrauchen.

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