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Gedanken zur Nacht.
Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 23.2.2007 @ 00:03 In Gedanken | 1 Kommentar
Die Welt in der Endlichkeit ihres Seins, oder Sein oder Nichtsein, aber ist das die Frage?
Ja, sofern es um Existenz geht.
Großes möchte ich schreiben, den Gedanken jagen und feststellend das es derer viele sind, verstricke ich mich jedes mal, wenn ich einen Faden aufnehme, welcher von einer Vielzahl anderer Fäden gekreuzt wird.
Es wird ein wirres Strickgespinst, und was ein Pullover werden sollte, reicht nicht einmal zum Schal und genügt als Topflappen eventuell, im Gebrauch schützt er wenigstens vor Verbrennungen, kann schützen, muss aber nicht, kommt auf die Größe der Löcher an.
Ist schon nicht so einfach, mit der Komplexität dieser Welt.
Heute war ich zu einer Veranstaltung geladen, es gab Vorträge, Informationen und etwas zu essen und trinken. Getrunken habe ich Apfelschorle, war mit dem Auto und musste ja auch wieder nach Hause kommen, gegessen hab ich verschiedenes, vom warm-kaltem Büffet und anschließend habe ich mich vom Gastgeber verabschiedet, kannte kaum einen der anwesenden Damen und Herren und mit jenen, welche mir bekannt waren, hatte ich kein Interesse zu sprechen.
Aber vor dem leiblichen Wohl, gab es die Speise für den Geist.
Anfänglich ist es um steuerliche Veränderungen gegangen, was so die aktuelle Politik alles, an mehr oder weniger neuem, beschlossen hat und das in Zukunft Konten nicht mehr komplett zu fänden sind, sondern ein Sockelbetrag erhalten werden muss, damit Miete, Strom, Wasser etc. bezahlt werden können und man sich auch noch etwas zu essen kaufen kann, schon ein Vorteil, spart man den Weg zum Gericht, um eine Verfügung zu erwirken.
Nun ja, und dem Selbständigen, werden, im Falle eines Konkurses, auch noch 9000,-€ gelassen, sofern er diese für die Rente gedacht hatte, für die Kiste könnte es ja reichen und den Strick, um den Einstieg schneller zu finden.
So nicht die Aussage des Vorträgers, ist eine freie „Übersetzung“ von mir, dem Inhalt entsprechend, die Folgen benannt.
Die Überleitungen zum nächsten Thema gestaltete der Gastgeber, wobei er noch bemerkte, das die Banken Informationen über die finanziellen Verhältnisse ihrer Kunden sammeln müssen, bündeln und dem Finanzamt, wie auch anderen Behörden, auf Wunsch, abrufbar zu halten.
Fragt sich natürlich wann das Finanzamt Agentur wird, oder ist es dieses bereits, habe ich etwas verpasst?
Jedenfalls werden die Banken und Versicherungen und anderen, vom Geld anderer Menschen lebenden, Institutionen, ihrer überwachenden Funktion gerecht, das ist wahrscheinlich der Preis, welchen sie zahlen, das die Regierung ihnen immer mehr zukommen lässt.
Andererseits haben diese Geldinstitutionen selbst ein permanentes Interesse über die Geldströme bescheid zu wissen, denn ein jeder Euro, welcher sich ihrem Einfluss entzieht, ist der reinste Horror für sie und muss einfach ausgetrieben werden, sei es mit Exorzismus. Auch hier wieder, dem Anhaltspunkt folgend, in freier Übersetzung, der Konsequenz gehorchend, es folgte der Vertreter eine Versicherung.
Der zweite Vortragende beschäftigte sich somit, mit einer spezifischen Form der Geldumlenkung, nämlich der Rente. Riester und Rührup, weis nicht ob ich die Namen richtig geschrieben habe, jedenfalls geben diese Herren, jeder einer Rentenform ihren Namen.
Die gesetzliche Rente wird als nicht Zukunftsfähig betrachtet, schon allein der demografischen Entwicklung wegen, wird es immer notwendiger sein Geld dem Solidarprinzip zu entziehen und der Versicherungswirtschaft zuzuführen, sie allein kann die Zukunft sichern, für jeden Einzelnen, ganz individuell.
Ja, der demografische Faktor, was würden die Versicherungsgesellschaften ohne ihm nur tun?
Jedenfalls ist der Kopf dicker als der Hals und es können, mit Abschluss solcher Versicherungen, auch Steuern gespart werden. Steuer sparen, koste es was es wolle, selbst wenn man Geld zum Fenster hinaus wirft, es ist es wert. Einen Vorteil hat die Riesterrente schon, sie kann nicht gepfändet werden. Also können einem vielleicht doch mehr als 9.000,-€ für die Rente bleiben? Dem Selbständigen!
Ist übrigens auch ein Zeichen, das dieses nicht gerade ein System des sogenannten Mittelstandes ist und eine sehr große Gefahr besteht, das Selbständigkeit der erste Schritt zur Altersarmut ist, noch vor Arbeitslosigkeit, aber manche können es ja auch schaffen.
Aber zurück zum Vortrag, in welchen diese Renten und vor allem die Privatvorsorge, im Interesse der Versicherungsgesellschaften, mit Unterstützung des Finanzamtes, gepriesen wurde und als unumgängliche Alternative dargestellt.
Früher gab es mal drei Säulen, im Osten gab es diese ab 1990, im Westen schon länger und wenn man sein Geld, mehr als 15.000, -€, ohne Kontrolle in die Schweiz schaffen möchte, nimmt man eben eine Umweg über Frankreich in kauf, habe ich neben bei auch noch erfahren, aber das nur so nebenbei, zurück zu den drei Säulen der Altersvorsorge, heute sind es drei Versicherungen, die Rühroprente, die Riesterrente und die private Rente oder kapitalbildende Lebensversicherung, die gesetzliche Rente, für einen Selbständigen unakzeptabel, ist nur noch eine rudimentäre Erscheinung, betriebliche Altersvorsorge eine Illusion, einzig was bleibt ist die private Vorsorge, alles Geld den Versicherungen, oder den Banken, wo aber ist der Unterschied?
Auch ich hatte mal, 1990 war es, eine Lebensversicherung abgeschlossen, kapitalbildend natürlich, was denn sonst und für einen geborenen Ostdeutschen hörte sich das alles ganz gut an und ich zahlte regelmäßig meine Prämien, oder besser ich ließ sie abbuchen, meine Frau tat das selbe und das taten wir so gute drei Jahre lang. Alles für die Rente und ein Versicherungsschutz war ja auch noch dabei, nur wurde das Geld uns knapp, wie es vielleicht anderen auch so geht, oder gegangen ist. Wo wäre noch etwas zu hohlen? Da besinnt man sich schnell auf die Lebensversicherung, wenn keine anderen Quellen mehr gegeben sind und kündigt sie, lässt sich das Guthaben auszahlen und muss feststellen, das kaum Guthaben da ist, obwohl man ja nicht gerade wenig eingezahlt hatte, die Macht der großen Zahlen, welche in Wirklichkeit klein sind. Ja wem hatte diese Versicherung genutzt, uns nicht, nur der Versicherungsgesellschaft und das ist nun wahrlich nicht die Ausnahme, eher die Regel. Ende er 90Jahre hatte ich einen Bericht gelesen, welcher aussagte, das über 80% der kapitalbildenden Lebensversicherungen ihren Zweck nicht erfüllen, also im Falle des Todes die Versicherungssumme ausgezahlt wird, oder eben das Guthaben nach Ablauf. Nicht umsonst das liebste Kind der Versicherungsgesellschaften. Und wer weis heute schon, was in 20 Jahren sein wird, wo man nicht mal genau weis was morgen ist.
Das hat der Vertreter der Versicherungsgesellschaft natürlich nicht so dargestellt, nein die private Rente ist heilig, den sie bringt das Geld, fragt sich nur für wem, genauso wie die Frage gestellt werden kann, für wen bildet die kapitalbildende Lebensversicherung Kapital, was ist das überhaupt?
So gesehen habe ich jetzt länger darüber geschrieben, als der Herr gesprochen, aber so ist es nun einmal mit den Fäden, welche einander Kreutzen und ein jeder fleht einen an: nimm mich auf, nimm mich auf und es wird versucht einen jeden aufzunehmen, den aus vielen Fäden kann ein gutes Seil werden, welches in der Lage ist zu halten, aber all zu oft verwirren sie sich auch.
Zum Schluss referierte der Gastgeber selbst, über Steueränderungsgesetze, erste die schlechte Nachricht, was es so alles nicht mehr geben wird, worauf in Zukunft mehr geachtet werden muss und wie sich Steuersätze ändern, dann die gute Nachricht, was es alles nicht mehr geben wird, worauf in Zukunft mehr geachtet werden muss und wie sich Steuersätze ändern, und das dass alles mit Vorsicht zu genießen ist und so manches sich relativiert, wenn man es genau betrachtet. Noch einiges zu diesem und zu jenem und das Büffet wurde eröffnet, die Raucher verließen das Lokal, da keine Aschenbecher auf den Tischen standen und räumten die Nichtrauchern den Vortritt, zum Büffet, ein.
Man hat wieder etwas erfahren, wirklich neu war es nicht und musste feststellen, sie dreht sich noch diese Erde und sie wird sich auch noch weiter drehen, selbst wenn wir Menschen unsere Lebensgrundlagen so nach und nach zerstören, der demografische Faktor, ist eines der kleinsten Probleme.
Es wird schon nicht ohne Grund sein, das immer mehr Menschen sich der Fortpflanzung, in diesem System, verweigern.
Gedankenvoll hatte ich mich bedankt und verabschiedet, in mein Auto gesetzt, welches meiner Frau gehört und bin nach Hause gefahren.
Gute Nacht.
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