@all,
nicht uninteressant diese Diskussion, Kombilohn, Bedingungsloses Grundeinkommen, Mindestlohn etc. aber warum geht es eigentlich?
Menschen gehen arbeiten um
a.) ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können und
b.) um sich als Mensch zu verwirklichen,
wobei b vor a rangiert, da b allgemein und unabhängig von den gesellschaftlichen Verhältnissen, sie hervorbringend und a den entsprechenden Verhältnissen geschuldet ist.
Um aber eine Antwort zu finden, fragt sich wem dieses nutzt, wem nutzt ein Kombilohn, wem nutzt ein Mindestlohn, wem nutzt ein Bedingungsloses Grundeinkommen? Pauschal und oberflächlich betrachtet, könnte ich sagen, dem Empfänger des selbigen, aber ist dem so?
Und würden ein Kombilohn wirklich für mehr Arbeitsplätze sorgen, würde ein Bedingungsloses Grundeinkommen die Existenz als Mensch wirklich sichern?
Egal ob ein Herr Sinn der Meinung ist, das geringere Verdienste mehr Arbeitsplätze schaffen, was allein schon durch die Erfahrungen der Vergangenheit negiert wird, so ist es doch eine Tatsache, das kein Unternehmen mehr Beschäftigte anstellt, als es zur Durchsetzung seiner Ziele braucht, da können diese noch so billig daherkommen, im Gegenzug wird ein Unternehmen immer die Arbeit kaufen, welche es benötigt. Nur der Schnäppchenjäger kauft zwei, von eins wenn es dann billiger ist und das meistens unabhängig davon, ob er es braucht oder auch nicht, Hauptsache er hat es, ein Unternehmen kann sich solches, unter marktwirtschaftlichen Bedingungen, nicht erlauben, die Straffe wäre der Untergang, aber die Arbeitskräfte, welche notwendig sind, die braucht das Unternehmen.
Praktisches Beispiel ist die Telekom, sie möchte Arbeitskräfte und das in Größenordnungen ausgliedern, um sie dann wieder zurück zu mieten, da es diese braucht. Welch Widersinn und die Ersparnisse werden nur von kurzer Dauer sein.
Ich arbeitete einmal in einem Unternehmen, welches seine Reinigungskräfte gemietet hatte, nur die Arbeitskraft, die Mittel und Maschinen wurden vom Unternehmen gestellt, zwei Arbeitskräfte kosteten im Monat ca. 750,-€, die Arbeitskraft selbst bekam 3,50€ die Stunde, nach reiflicher Überlegung, wurde ein Gespräch mit den Arbeitskräften geführt, ihnen wurden 5,50€ die Stunde geboten und die Leihfirma gekündigt, fristgerecht. Das Ergebnis lies sich sehen, die Mitarbeiter hatten mehr Geld im Portmonee und dem Unternehmen kosstete das Reinigen nur noch ca. 550,-€ im Monat und wenn nun eine Kraft krank werden sollte, so reichte die Ersparnis um sich eine Ersatzkraft zu nehmen, der Krankenstand war sehr gering. Heute existiert dieses Unternehmen nicht mehr, dieses hatte aber andere Gründe.
Aber zurück zur Telekom, ganz davon abgesehen, das die Mitarbeiter, im Falle einer Auslagerung, anders motiviert sein werden, sind die Ersparnisse meistens nur sehr kurzfristig, da in einer zusätzlichen Struktur, auch zusätzliche Kosten anfallen und auch irgendjemand daran verdienen möchte. Vielleicht sollte man sich einmal anschauen, woher dieser Jemand kommt. Sollten sich die Beschäftigten der Telekom einig sein, und gemeinsam für ihre Interessen eintreten, so haben sie beste Voraussetzungen erfolgreich zu sein, aber nicht nur diese, da Unternehmen ohne Arbeitskräfte nicht existent sind.
Bei all den tollen Theorien, wie sie vertreten werden und nach dessen Erkenntnissen die Menschen manipuliert werden, so würde es oft reichen, seinen gesunden Menschverstand zu bemühen, um die Realität zu erkennen, die Praxis führt so manche Theorie ins absurde.
Ja, wem nutzen die genanten Einkommensarten? Meistens doch jenen, welche diese am meisten verfechten und einen Herrn Sinn kann sicher nicht der Vorwurf gemacht werden, die Interessen der arbeitenden Bevölkerung zu vertreten, diesen Vorwurf würde ich einem Herren Altmann ebenfalls nicht machen wollen.
Das Lied der Hohepriester, für wen singen sie es?
Tolo