Mal wieder was geschrieben.

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@all,
einfach überraschend, eigentlich auch nicht, den irgendwie bezeichnend für dieses Forum, es wird sich vorgestellt und was passiert?
Nach ein paar Worten der Begrüßung wird zusammengefasst, um auf den Punkt zu bringen, es geht um Geld, um Macht und Herrschaft!
Eigentlich ein interessantes Thema und es wurde an den verschiedensten Stelle diskutiert und eigentlich durchzieht es dieses Forum wie ein roter Faden, muss also etwas dran sein, an der Macht des Geldes, oder Macht durch Geld?
Wenn nun geschrieben wird, von eumax: „Der Kapitalismus (das Geldwesen) findet seinen Ursprung in dem Bestreben „Besser sein zu wollen“, obwohl es nichts besseres gibt, als menschliche Menschen.“ So würde ich dem doch widersprechen, den zum einen ist der Kapitalismus nicht das Geldwesen, oder das Wesen des Geldes, Geld gab es auch vordem schon, Kapitalismus drückt nur eine besondere Form der Geldverwandlung aus und Geld ist nicht automatisch Kapital, was aber ist Geld?
Viele Versuche der Klärung wurden im Forum schon unternommen, einigen konnte man sich nur selten.
Aber zurück zum Zitierten, der Ursprung des Geldes ist nicht im Streben nach dem „Besser sein zu wollen“ zu sehen, eher sollte das „Bessersein“ der Vermehrung des Geldes dienen, unter Umständen eben über die Verwandlung in Kapital.
Ursache und Wirkung werden hier vertauscht, welches gelegentlich zu falschen Schlüssen verleiten kann.
Das in diesem Zusammenhang das Geld, in seiner Wertigkeit, über den Menschen gestellt wird, in diesem uns umgebenem System, ist zuzustimmen, dem ist auch zu begegnen, aber muss es unbedingt der „menschliche Mensch“ sein?
Reicht nicht einfach Mensch, wirft sich nicht die Frage nach dem „unmenschlichen Menschen“ auf?
Auch wenn Menschen gegen menschliches Interesse handeln, so ist es doch menschliches Handeln und dieses kann bekanntlich sehr Vielfältig sein, jedenfalls wenn es um ein gesellschaftliches System geht.
Ja, das liebe Geld und was dessen Abschaffung betrifft, so ist gebra zuzustimmen, wenn er schreibt: „irgendwie erschließt sich mir die Logik nicht, das mit dem abschaffen von Geld alle Probleme beseitigt sein sollen. Im Gegenteil, ich befürchte, wenn wir das Geld abschaffen würden, schaffen wir uns eine Unmenge von Problemen die wir jetzt noch nicht haben.
Eine völlig andere Frage ist, wie mit dem Geld umgegangen wird.“

Und der Umgang ist gefragt, auch eine Frage der Betrachtung, was ist Geld?
Wird es auf seinen ursprünglichen Gebrauch zurück geführt, als Mittel zum Zweck, so wird es in einem anderem Licht erscheinen und seine Bedeutung relativiert, Geld wird für viele Probleme verantwortlich gemacht, es wird vermenschlicht, ihn ein Wesen eingehaucht, aber Geld ist für die Probleme nicht verantwortlich, verantwortlich sind wir Menschen, was nicht heißen soll, das wir nicht in der Lage sind mit Geld Probleme zu verschärfen, sie zuzuspitzen, Geld allein ist nichts, also würde seine Abschaffung auch nichts bewirken, außer die Verkomplizierung einiger Prozesse des menschlichen Zusammenlebens, des Austausches z.B. etc.
Das hat weniger mit mangelndem Vertrauen in die Menschheit zu tun, als viel mehr mit praktischen Erwägungen, Geld ist ein universelles Tauschmittel, welches an Bedeutung gewonnen hat, in einer auf Warenproduktion basierenden Gesellschaft. Diese Bedeutung wächst in dem Maße, wie die Arbeitsteilung zunimmt.
Und mit dem Vertrauen in die Menschheit ist es auch so eine Sache, welcher Menschheit soll ich denn vertrauen?
Der, welche den Tanz um das goldene Kalb vollführt, oder der, welchen der Tanz verwert wird, oder vielleicht jenen, welche dieses Kalb schlachten wollen?
Nun eumax, ist die Menschheit so homogen das sie dieses Vertrauen verdient?
Wie oft wird denn Vertrauen missbraucht?
Mit Vertrauen hat es auch weniger zu tun, vor allem da viele dieses Vertrauen einfordern. So wird es hier eingefordert, sehr allgemein und daher auch sehr unverbindlich, auch die G 8 fordern es ein, schon etwas konkreter und sehr verbindlich, wie auch die Gegner der G 8, und wer weiß wer noch alles.
Nur wo ist das Dilemma begründet, im Geld, im Vertrauen, im Machtmythos, wo?
JoJo schreibt dazu und wie ich finde richtig: „Will sagen: Menschen sind weder von Natur aus böse oder gut (Ethik wird gesellschaftlich ausgehandelt, es wäre schlimm, wenn sie bereits in den menschlichen Genen verankert wäre). Sie haben Potentiale, die wir nutzbar machen können, indem wir Handlungsbeschränkungen abbauen helfen, Möglichkeitsräume eröffnen, ohne zu Manipulieren, auf Gefahren aufmerksam machen oder sie beseitigen. Ich denke, wir sollten mit “der Menschheit” ähnlich verfahren wie mit Kindern: Es hat keinen Zweck, sie zu Revolutionären zu erziehen, sie werden am Ende vielleicht Betriebswirte oder Makler; umgekehrt hat es keinen Zweck, sie zu Ärzten oder Juristen auszubilden, sie werden vielleicht einfach (arbeitslose) Künstler — na und?“
Und um diese Freiräume, Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen ist es eben notwendig den Schleier zu lichten und zu erkennen was hinter ihm ist. Brechen wir den Mythos des Geldes und dazu muss es nicht angeschafft werden, bedenken wir dabei, dass wir alle Kinder sind, egal wie alt.
Geld wird gebraucht, als universelles Tauschmittel und selbst wenn ich Waren tausche, gegen Waren, so werden ich auch einen Wert bemessen, es wird verglichen, denn kaum jemand wird ein Auto gegen eine Schachtel Streichhölzer tauschen, für das Auto werden sicherlich x Schachteln Streichhölzer verlangt werden, dieser Vergleich wird anders vorgenommen und wurde es auch, lange bevor Geld erfunden wurde und nichts anderes als dieser Wert wir durch Geld wieder gespiegelt.
Geld, also ein Spiegel von Wert?!
Geld ein Spiegel, ein Spiegel kann aber nur abbilden, wiedergeben und ein glatter Spiegel gibt ein genaues Bild, wird er aber gebogen, so wird das Bild nicht genau sein, es wir verzehrt bis auf den Kopf gestellt, aber wer verbiegt den Spiegel und warum?
Das Geld ist es nicht, Geld ist unschuldig, es sind immer Menschen und ist Geld wirklich das Problem?
Sind die Probleme nicht woanders zu suchen?
Warum gibt es Menschen, welche sehr viel Geld haben und solche, welche über sehr wenig Geld verfügen?
Sind doch alles nur Menschen, sollte dieses am Geld liegen?
Es wird zwar gesagt, das der Teufel immer auf den größten Haufen sch…, aber ist dem so und wenn dem so ist, warum?
Ist es die Nähe zu seines gleichen?
Für jemanden welcher an Gott und Teufel glaubt vielleicht ein Argument, aber sind die Ursachen nicht sehr Menschlich, der menschlichen Spezies eigen, aus welchen Gründen sei erst einmal dahingestellt?
Nicht das Geld scheidet den Menschen in Arm und Reich, es ist höchstens Ausdruck dafür, den Unterschied macht der Mensch. Geld ist nichts Übernatürliches, es ist was Menschliches, ohne menschlich zu sein!
Und wenn friz schreibt: „Sorry, Jojo, aber diese Theorie ist so unbrauchbar wie alle (reinen) Arbeitswerttheorien.
Auch beim geldlosen Gütertausch sind immer auch schon andere Faktoren mit im Spiel: Verfügbarkeit/Knappheit, Angebot/Nachfrage, subjektive Wertschätzungen.“
Und dieses weil JoJo geschrieben hat: „In ursprünglichen Tauschgesellschaften ging Arbeitszeit gegen Arbeitszeit. Das waren die Warenwerte.“ So würde ich diesem nicht zustimmen, sicher ist eines, das in sehr früher Zeit, in den Anfängen der Arbeitsteilung, der Produktion eines Überschusses, den dieser Überschuss ist Voraussetzung für den Tausch überhaupt, ist es sehr wahrscheinlich, das die aufgewandte Zeit als Maßstab galt, der einzige Maßstab, alles Andere entwickelte sich später und machte einen gewissen Einfluss geltend. Zu bedenken sei auch, das die ersten Tauschgeschäfte ehr zufällig waren, wenn sich zwei Sippen begegneten und erst später daraus sich eine gewisse Eigenständigkeit entwickelte, welche organisiert wurde. Diese Entwicklung zog sich lange hin und irgendwann einigte man sich auf universelle Tauschmittel, welche sich bis zum heutigem Geld weiter entwickelten. Beliebt waren bestimmt Gegenstände, welche zum täglichen Überleben nicht notwendig waren, welche sich durch einen Gebrauswert auszeichneten, welcher nicht existentiell war. Wie Gold zum Beispiel, essen kann man es nicht, auch zur Herstellung von Werkzeugen ist es nicht tauglich, da es einfach zu weich ist, so wurde es für Schmuck und als Zahlungsmitte verwand.
Was die anderen Faktoren, wie von fritz angesprochen, anbelangt, so spielen diese sicher eine Rolle für den Preis, welcher mit dem Wert nicht identisch sein muss. Ein extremes Beispiel stellt ein Monopol da, wenn allein über ein Produkt verfügt wird, selbst im ausreichendem Maße, so wird der Preis extrem vom Wert abweichen, wogegen Produkte, welche aus mehreren Quellen stammen „nur“ einen Preis erzielen, welcher dem Wert sehr nahe kommt, aber nicht Unterschreitet, wenn er unter Umständen diesen unterschreitet, so nur im Streben nach einem Monopol.
Wie dem auch sei, eine Geld-Wert-Diskussion, wo es eigentlich um eine Vorstellung gegangen ist, es werden Vorstellungen anderer Art geäußert, auch nicht schlecht.
Aber weiter zum Text, eumax schreibt, nach einigen guten Gedanken: „Allein schon der unmenschliche Druck des Konkurrenzdenkens mit seiner Kaltherzigkeit, den das Geldwesen verursacht, führt unsere natürlichen Gefühle zum Aufbegehren. Unsere Gefühle, die mit dem Gedächtnis unseres Körpers in unmittelbare Verbindung stehen, sagen uns im Grunde ganz genau, dass Geld die Welt regiert und wenn wir es nicht auf schnellstem Wege konsequent ausschließen, alles nur noch schlimmer wird, hingegen der Geldboykott zu einem weltweiten dauerhaften Fest führt.“
Aber wo ist der Druck des Konkurrenzdenkens unmenschlich?
Er ist menschlich, Werk des Menschen, Macht des Menschen über den Menschen, wie immer es auch gesehen wird, es ist Menschenwerk, somit nicht unmenschlich, kein Tier, keine Pflanze würde der Gleichen tun, oder?
Genauso ist es mit der Kaltherzigkeit, welche das Geldwesen verbreiten mag, Geld hat kein Herz, es sind immer nur Menschen welche die Tat vollbringen, nicht das Geld ist schuld!
Der Mensch ist es, auch der Baum ist nicht schuld, an dem ich mein Auto gelenkt habe, auch das Auto nicht, ich war es, der am Lenkrad saß und vielleicht das Lenken vergas.
Warum wird das Geld zum Schuldigen erklärt?
Wird nicht gerade dadurch seine Wertigkeit verschoben, es über den Menschen gestellt?
Und regiert Geld die Welt, auch wenn es so manches Mal ein Gefühl dafür gibt?
Sind es nicht Menschen, die die Welt regieren?
Wie soll Geld die Welt regieren?
Aber schön, wenn Geld die Welt regiert, schaffen wir es ab und es kann nicht mehr regieren, nur was würde sich da ändern?
Karl der Große strich mit einem Federstreich seine Schuld, das Geldhaus hatte das Nachsehen, nun hat er nicht die Welt regiert, aber die Sachsen christianisiert und nicht nur diese, er dehnte das Reich der Franken aus. Hat das Geld regiert?
Genauso wenig wie heute.
Und was ist mit dem Geldboykot?
Bringt dieser den ewigen Frieden?
Sicher nicht, wenn an den Fundamenten nicht gerüttelt wird, wenn nicht die Wertsubstanz erkannt wird, auch wenn gestritten wird, das Gold ja weniger Arbeit verursacht als Eisen, welches ein Irrtum ist, wie JoJo schon festgestellt hat, da auch die Suche eine Rolle spielt, nicht nur die Verarbeitung und es sei auch daran gedacht, das Spurenelemente des Goldes mit Hilfe von Quecksilber gebunden werden und dieses nun nicht gerade der Gesundheit zuträglich ist, bekannter Weise.
Der Aufwand um ein Kilo Gold zu gewinnen ist schon höher, als bei einem Kilo Eisen. Bedach sei auch, das es Zeiten gab, da die meisten Metalle noch an der Oberfläche zu finden waren, erst später wurden sie aus der Erde geholt.
Gold hat heute seine Bedeutung als Zahlungsmittel verloren, an Bedeutung hat es in der Technik gewonnen, da es ein sehr guter Leiter ist und auch wenig anfällig für Oxydation und Säuren. Seine Seltenheit und die damit verbundene Erschließung machen es so wertvoll.
Ob nun Gold, oder Geld, sie sind nicht das Problem und somit liegt in der Abschaffung auch nicht die Lösung.
Der Mensch selbst ist Träger des Problems, und da wären wir wieder bei der Macht! Aber warum können Menschen Macht über andere Menschen ausüben?
Sicher gibt es natürliche Komponenten, es gibt auch menschliche Voraussetzungen und gesellschaftliche Mechanismen, welche wirken. Gegen die Natur ist kein Kraut gewachsen, das spezifisch Menschliche prägt uns, die gesellschaftlichen Strukturen gilt es zu beeinflussen.
Wir beschweren uns, dass die Arbeit immer weniger wird, was so natürlich nicht stimmt. Tatsache ist aber das die Arbeitsteilung zunimmt und dieses wiederum zur Aufhebung der einfachen Arbeitsteilung führen wird, da einfache Arbeiten zunehmend von Maschinen übernommen werden, der Mensch drängt sich selbst aus den Produktionsprozess und das ist eigentlich auch gut so, denn nur so gewinnt er die Freiräume für „Neues“.
Und jetzt habe ich keine Lust mehr.
Gruß

One Response to “Mal wieder was geschrieben.”

  1. Anonymous says:

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