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Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 13.8.2007 @ 22:52 In Ablage/Anlage | 1 Kommentar

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Wer Interesse zeigt, kann sich die zugehörigen Texte, dem [1] Link folgend, ansehen. Die Reihenfolge der Beiträge ist gegenläufig.

 

10.)

Nun bin ich auf der [2] verlinkten Seite nicht unterwegs, ist aber schon interessant, wie Wort und Tat auseinander klaffen.

Aber ein Händedruck und Schulter klopfen von einem Minister soll ja auch was wert sein, mancher kann für dies Stelle dann das Waschen sparen.

 

9.)

@lunapiena41,
eigene Erfahrung mit einem richtigen Arbeitsverhältnis scheint es nicht zu geben und der Bekanntenkreis scheint sehr eingeschränkt zu sein, das solche Schlüsse gezogen werden. Aber was soll es, auch ich mache mir gelegentlich Gedanken, so auch zu den 4 Punkten!

Zu 1.) Welch Arroganz und Überheblichkeit, aber wenigstens wird eingesehen, das einen selbst Arbeitslosigkeit treffen kann. Aber nicht nur das, erkannt wird auch, wie schnell es geht und man gehört selbst zu den „faulen Säcken“, nur wahrhaben möchte man das nicht. Eigentlich ist es eines Menschen unwürdig, so herablassend gegenüber anderen Menschen zu sein, und einfach blind zu versuchen Vorurteile zu kultivieren.

Zu 2.) Die Versicherungswirtschaft wird es danken, nicht nur das dieser Milliarden durch die Privatisierung der Altersversorgung zugespielt werden, sondern nun auch noch die Arbeitslosengelder. Aber gut, überlassen wir die Vorsorge dem freien Markt, Endsolidarisieren wir die Gesellschaft weiter und führen den Unternehmen weiteres Spielgeld zu.

Zu 3.) Ja, senken des Sozialhilfeniveaus und die Löhne werden folgen, ist es den so schwer zu begreifen, das auch die Arbeitskraft eine Ware ist, welche angeboten wird und wo das niedrigste Gebot den Zuschlag erhält. Heute schon verdrängen prekäre Beschäftigungsverhältnisse reguläre Arbeitsplätze in Größenordnungen.

Zu 4.) Und wieso kann nicht sein, das erst die Ersparnisse verbraten werden müssen? Eine zu vernachlässigende Größe wird sicher sein, dass immer weniger Menschen in Zukunft 35 – 40 Beitragsjahre haben werden. Technologisch ist die Menschheit heute schon in der Lage, das ca. 600.000.000. Menschen alles Notwendige für die gesamte Menschheit produzieren können, was wird mit dem Rest?

Nachsatz: bei allem Verständnis, immer mehr Menschen kommen nicht einmal zum sparen und das trotz Vollbeschäftigung und wenn es nach einem Jahr Hartz IV gibt, dann erfolgt keine Gleichsetzung mit „Sozialschmarotzern“, sondern dann ist man einer!

 

8.)

Ja, Rainer Karow,

sicher sind wir Menschen zum Widerstand verpflichtet und sicher haben die Wenigsten ein Problem damit zu benennen gegen was sie sind! Aber da hört es meistens auf, denn wofür sie sind, scheinen die wenigsten zu wissen. Das vieles im Argen liegt und ein ganzes System vor dem Kollaps steht ist mit der Zeit offensichtlich, nur was dann?

Machen wir uns doch die Situation bewusst, egozentrisches Wirtschaften braucht den egozentrischen Menschen und bringt diesen laufend neu hervor, an der ganzen Diskussion hier (zum eigentlichem Thema) übriges sehr gut zu erkennen. Aber worum geht es eigentlich, es geht doch weniger um Gesetze, denn hinter einem jeden Gesetz steht ein menschlicher Wille, ein Interesse! Hier wird ein Kampf um die Durchsetzung von Interessen geführt, Gesetze sind ein Mittel zum Zweck und jederzeit zu erlassen. Es geht um Macht, welche sich mit Hilfe von Gesetzen manifestiert und was heute Recht ist, kann morgen schon unrecht sein.

In diesem Zusammenhang sehe ich weniger die Deutschen in ihren Rechten beschnitten, sondern eher die arbeitenden Menschen, ich sehe keine Trennlinie zwischen den Völkern, sonder zwischen Klassen, Schichten, Gruppen, welche unterschiedliche und zum Teil gegenläufige Interesse verfolgen. Der Bruch läuft nicht zwischen den Völkern, sonder zwischen oben und unten und gerade deutsche Politik wirkt dominierend in Europa und der Welt, allein schon auf Grund der ökonomischen Stärke des Landes. Und was haben deutsche Truppen in Afghanistan zu suchen und wessen Interessen vertreten diese dort, meines sicher nicht und die des afghanischen Volkes auch nicht, mit Souveränität des besetzten Landes hat dieses nichts zu tun. Wenn für ein bestimmtes Ziel eingetreten wird, so sollte dieses nicht nur im eigenem Interesse erfolgen, sondern selbes Recht muss allen zugebilligt werden. Ich kann kein Recht für mich einfordern und auf Kosten anderer Leben und hier werden nicht nur dem eigenem Volk Rechte verwehrt.

Gruß kucaf

 

7.)

Hallo Rkarow,

Vermutung, nur sind diese nicht aus der Luft gegriffen, sondern den Griff in die Vergangenheit geschuldet. Was den Gegenstand der Betrachtung anbelangt, sicher wurde das Grundgesetz dahingehend verletzt, das es im Zuge der deutschen Einheit keine neue Verfassung gegeben hat. Auch ist zu beobachten, das selbst das Grundgesetz zur Disposition steht und bürgerliche Rechte weiter beschnitten werden. Aber steht eine Verfassungsdiskussion wirklich auf der Tagesordnung? Nur warum, wieso, weshalb und durch wem werden die Rechte der Menschen in Frage gestellt?

Letztendlich werden durch Gesetze nur politische Verhältnisse widergespiegelt, genau wie Gesetze diesen Verhältnissen angepasst werden. Auch sind politische Verhältnisse nicht ohne Ursache, wem nutzt eine Verfassungsdiskussion, in einer Zeit wo es nur notdürftig gelingt bestehendes Verfassungsrecht zu waren? Wir können darüber diskutieren und das tun wir ja auch, nur was dann? Kohl hat Machtstrukturen gesichert und den Osten des Landes in ein Experimentierfeld des Neoliberalismus verwandelt, hier wurde getestet was später auch auf die alten Bundesländer übertragen wurde. Eine neue Verfassung, oder nur Verfassungsdiskussion wäre dabei nicht hilfreich gewesen und so landetet selbst der Verfassungsentwurf des runden Tisches im Mülleimer der Geschichte, wie besagter Tisch selbst. Da nun die politischen Strukturen Produkt sozialökonomischer Verhältnisse sind, werden diese sich nur entscheidend verändern, wenn sich diese Verhältnisse ändern. Auch ein Bundespräsident wird daran nichts ändern! Und die angestoßene Diskussion, nun ja, er selbst wird davon nicht mehr betroffen sein und wenn es in der Politik schon keinen Unterschied gibt, so kann dieses wenigstens vorgaukeln werden, in der Gewissheit, dass sich unter den gegebenen Verhältnissen nichts ändern wird. Und Europa, nun da gibt dieses Land durchaus den Ton an, wie an anderer Stelle schon ausgeführt.

 

6.)

Nun Rkarow,

es wurde geschrieben, ein Text, es wurden Daten genannt und Bezüge gesetzt, Gelegentlich kommt es vor, dass dieses Gegenstand von Betrachtung wird. Eigentlich ganz normal und der Spielraum für Interpretationen wird vorgegeben.
Um aber auf das Thema zurück zu kommen, ohne das eigentliche Thema zu berühren, es sind die handelnden Menschen, welche Geschichte machen und es ist so, das die Ergebnisse vom Ziel abweichen können. Dieses liegt an den handelnden Menschen selbst, an jeden einzelnen. Nun, muss alles was den Menschen bewegt durch seinen Kopf, welche Gestalt es dort annimmt hängt sehr von den jeweiligen Umständen ab. Auch Sie möchten durch die Köpfe der Menschen ihre Ideen verbreiten, so das diese zur Tat animieren und Veränderung bewirken und zu diesem Zweck ist „jedes Mittel“ recht. So das Einbringen seiner Ideen in eine Diskussion, selbst wenn der Bezug fadenscheinig ist. Nun, Ihr Streben in Ehren, nur eine Heile, abgeschlossene Welt, wie sie ihnen vorschwebt, hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben. Es sind immer die verschiedensten Kräfte welche wirken und gestaltend tätig sind. Es ist ein beständiges werden und vergehen und alles was besteht ist wehrt das es zugrunde geht, wusste Goethe schon! Selbst wenn in jeder Tendenz die Gegentendenz steckt, so werden zukünftige Ergebnisse nie in der Vergangenheit zu finden sein. Wir können auch verschiedener Meinung über Demokratie sein, was in erster Linie an unterschiedlichen Vorstellungen von Selbiger liegt. Aber Demokratie ist nichts statischen, kein Ideal, sondern sie entspringt realen Machtstrukturen und ist ein Spiegel dieser Verhältnisse. Das wir in diesem Land eine sehr eingeschränkte und beschränkte Demokratie haben, welche durch verschiedene Sicherungsmechanismen geschützt wird, ändert an dieser Tatsache nichts. Es ist Demokratie, wenn das Volk sich nun „vereimern“ lässt, so wird es wohl diese Demokratie verdient haben.

 

5.)

@RKarow,
ja, die Heiligkeit der Meinungsmanipulation, ist schon ein Problem für sich und sicher nicht von der Hand zu weisen, die Früchte der Selben lasse ich mir nicht einmal in den Schoß fallen. Ich praktiziere lieber freies und eigenständiges Denken, welches auch ganz gut gelingt. Was nun aber falsches Denken und richtiges Denken ist, werden wohl selbst sie nicht sagen können, das aber unterschiedliches Denken, allein schon vom Ansatz her, unterschiedliche Meinungen und Ansichten hervorbringt, wird hingegen unumstritten sein. Aber zurück zu Gegenstand der Betrachtung, das im Jahre 1871 in diesem Land relativ stabile, politische Verhältnisse vorhanden waren, kann getrost bezweifelt werden, das „zweite Kaiserreich“ war gerade erst entstanden, nach dem der preußische Staat die Voraussetzungen geschaffen hatte. Eine neuer Staat war entstanden, mit Blut und Eisen geschmiedet, welcher sich manifestierte und in welchen demokratische Rechte erst einmal erkämpft werden mussten. Es war alles andere als eine heile Welt, Entwicklung geht weiter und manifestiert sich, es ist möglich ihr eine andere Richtung zu geben. Vergangene Zustände haben sich nicht ohne Grund überlebt und auch die jetzigen werden den Weg allen irdischen gehen. Eine Entwicklung hinter den eigenen Gartenzaun wird es dabei nicht geben, aber es gilt auch dem gegenwärtigen Globalisierungsstreben, zum Vorteil einiger weniger, eine Abfuhr zu erteilen und auf eine völkerverbindende, gleichberechtigte Basis zu stellen. Nicht die Welt lebt auf unsere Kosten, sondern umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wir sind nicht mit den Opfern im Bund, sondern mit den Tätern!

 

4.)

Und ab, lasst uns unsere Zukunft in der Vergangenheit suchen! Nur warum sind diese Verhältnisse eigentlich Geschichte?

1871, das ist gut, da war die Welt noch heil, man hatte gerade Frankreich besiegt und den ersten und zweiten Weltkrieg noch nicht verloren! Warum nicht am Erfolg ansetzen, wo Niederlagen doch so bitter sind?
Sicher keine Lösung!

 

 

3.)

Einmal davon abgesehen, das Jammern in diesem Land ein Volkssport ist und die Hartz IV Empfänger nicht einmal am lautesten jammern, sind die damit erworbenen „Errungenschaften“ auch verantwortlich für immer niedrige Löhne. Was Betriebswirtschaftlich Sinn macht, ist Volkswirtschaftlich oft Wahnsinn, und schlägt letztendlich auf die Unternehmen zurück und entfaltet Wirkung auf betriebswirtschaftlicher Ebene. So macht es für ein einzelnes Unternehmen durchaus Sinn Löhne zu kürzen um Kosten zu senken, der Unternehmer freut sich und die betriebswirtschaftliche Welt ist heil. Volkswirtschaftliche bedeutet der gekürzte Lohn aber ein Kaufkraftverlust und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das kürzende Unternehmen selbst betroffen sein wird. Solange aber nicht über den eigenen Tellerrand geschaut wird und in Egozentrik geschwelgt, Endsolidarisierung betrieben und der „Wettbewerb“ der Ware Arbeitskraft durch solche Errungenschaften wie Hartz IV sogar noch verschärft wird, wird sich die wirtschaftliche Lage letztendlich nur verschlechtern. Denn es ist ein Narr, der denkt, dass Angebote die Nachfrage bestimmen.

Übrigens, bei aller gegenseitigen Beschimpfungen und Unterstellungen, woher das Wissen über des anderen Tätigkeit? Wer gegen Hartz IV ist, muss nicht gerade ein Empfänger selbiger Leistungen sein und bedacht sei auch, eine Gesellschaft ändert sich nicht auf Grund sozialem Elends, sondern auf Grund mangelnder Entfaltungsmöglichkeiten und eingeschränkter Rechte. Wie dem auch sei und hier gut zu beobachten ist, die Neue Armut, definiert sich nicht über materielle Armut, auch wenn diese zunimmt, sondern über geistige Armut!
Dieses System braucht den funktionierenden Menschen, den Untertanen, das Rädchen im Verwertungsprozess, welches sich ohne murren verwerten lässt und das hohe Lied seines Herren singt, nicht den selbst denkenden, kritischen, zweifelnden und hinterfragenden Menschen!

 

2.)

@Der_Thor,
haben wir es hier etwa mit glorifizierter Armut zu tun? Oder handelt es sich um neidbedingte Torheit? So „üppig“ wie der eigene Verdienst auch sein mag, liegt er doch, nach eigener Aussage, weit unter dem Durchschnitt für die Qualifikation, aber immer noch leicht über den Hartz-IV-Satz. Nun sei einmal unterstellt, das auch eine Tätigkeit ausgeübt wird, welcher der Qualifikation entspricht, so kann nicht nur, es sollte sogar über die Ursachen des Minderverdienstes nachgedacht werden. Aber nach den eigenen, verkündeten Anschauungen ist dieses ja in Ordnung, wozu auch mehr, reicht ja. Für einen Alleinstehenden durchaus möglich, aber für eine Familie mit Kindern? In jedem Fall ist der Unterschied zu Hartz IV nicht all zu groß und im Falle von Arbeitslosigkeit müsste wahrscheinlich nicht einmal der Umweg über ALG I gemacht werden.

Aber warum andere Menschen dafür verantwortlich machen, weil selbst unter Durchschnitt verdient wird? Und ist es nicht gerade dieses System von Hartz IV, mit dessen Hilfe die Löhne in den Keller gedrückt werden? Und weitere Kürzungen würden diesen Abwärtstrend nur noch beschleunigen, aber was soll es, wird schon reichen!

Kein gutes Motto: „Ich bin klein, mir geht es Gut, so dresche ich auf noch kleinere ein!“ und wem das wohl nutzt?

Und was das Jammern anbelangt, dieses ist Volkssport, auch ohne Grund und wird auf jeder Ebene betrieben und auch hier bestätigt die Ausnahme nur die Regel!

 

1.)

Ja, es wird kälter in diesem Land, soziale Kälte zieht auf und wirft ihre Schauer voraus. Natürlich werden bestimmte, geplante Grausamkeiten nicht vor Wahlen verkündet, denn sollte man diese verlieren, so könnte die Umsetzung der Selben gefährdet werden. Das gelegentlich etwas nach draußen dringt, dient eher als Signal an diverse Unternehmerverbände, dass deren Bedürfnisse nach der Wahl noch bessere Befriedigung finden werden. Und was ist mit den Betroffenen? All zu oft geben diese sich trügerischer Hoffnungen hin und sind der Illusion anhänglich, da es eigentlich schon schlimm ist, könne es nicht schlimmer kommen! Schon gar nicht, wenn selbst Gerichte diese Defizite bekunden.
Widerstand wird sich leider erst in dem Maße wirkungsvoll artikulieren, wie Gutglaube schwindet, Hoffnungen enttäuscht und Illusionen zerstört werden. Bis sich dieser dann effektiv organisiert hat und Wirkung erzielt, wird noch einiges Wasser dem Berg hinab fließen und so manches Schäfchen, auf Kosten der Schwachen, mit Hilfe der Politik, ins trockene gebracht sein.

 

 


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