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Eine Geschichte, aus dem Leben gegriffen II.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 19.10.2007 @ 20:20 In Tätigsein | Keine Kommentare
Vorwort:
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Es ist schon etwas her, als der [1] ursprüngliche Text verfasst wurde und viel Wasser ist seit dem den Berg hinab geflossen, einiges hat sich verändert, manches scheint gleich geblieben zu sein, es wurden neue Erfahrungen gesammelt und alte vertieft. Wie das Leben so spielt und oft wird eine böses Spiel getrieben, aber was ist schon Böse und was ist Gut? Widersprüche tun sich auf und Widersprüche verschärfen sich, sie streben einer Lösung zu, ein ewiges Werden und Vergehen und so möchte ich vergangene Texte überarbeiten, um zum einen Veränderungen festzustellen, aber auch den Umgang zu üben.
Ursprünglich ist es in diesem Beitrag um eine Beschäftigungsmöglichkeit gegangen, bei einer Versicherungsgesellschaft und diese wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit auch austauschbar. Das eigentlich Problem besteht darin, das jeder versucht, ob das nun eine große Gesellschaft, eine Konzern, ein kleiner Ladenbesitzer, oder der Inhaber eines Imbisstandes ist, sie alle wollen nach Möglichkeit nichts für die Arbeit anderer bezahlen, im Gegenzug dafür sollen aber die Anderen ihre Waren und Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Einen Konzern, welcher hier produziert und seine Waren auf dem Weltmarkt verkauft, dem wird dieses weniger stören, der kleine Unternehmer aber lebt davon. Warum er sich permanent ins eigene Knie schießt und seine Geschäftsgrundlage untergräbt, weis er scheinbar selbst nicht, vielleicht weil es ja alle so machen, oder weil es die Großen so vormachen und die Regierung, mit den Hartzgesetzen, die besten Voraussetzungen dafür schafft. Sicher kann er auch der Meinung sein, das es ihn nicht treffen wird, weil er einfach der Beste ist, oder so ähnlich. Es kann natürlich sein, das es Menschen gibt, die sich freuen, wenn es wiederum Menschen gibt, welche unter ihnen stehen und auf welche sie rumtrampeln können. Ist schon so eine Sache mit dem Getretenwerden und dem Treten, es ist eben einfacher selbst zu treten, als sich gegen das Getretenwerden zu wehren. Nun zum ursprünglichem, überarbeiteten Text, mit einem Nachwort.
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Ein Mensch, welcher nicht mehr gebraucht wird, ob wohl er noch gebraucht werden möchte, sucht nach Möglichkeiten wieder gebraucht zu werden. Es werden Bewerbungen geschrieben, es werden Ideen geboren, um seinen Nutzen zu preisen. Gelegentlich werden auch nützliche Menschen gesucht und das ist immer eine gute Gelegenheit seine Nützlichkeit anzubieten. So sucht eine Versicherungsgesellschaft, über das Arbeitsamt Mitarbeiter und das Arbeitsamt verkündet dieses, mit Hilfe einer Anzeige in der Zeitung. Die Versicherungsgesellschaft, ungenannt, bekommt die Bewerbungen über das Arbeitsamt und setzt sich bei Bedarf mit den Bewerbern in Verbindung.
Vorbildung, nicht erforderlich, Festanstellung möglich und Ausbildung zugesichert, ein interessantes Angebot, für jemanden welcher auf Suche nach neuen Herausforderungen, diese auch nicht scheut und bestrebt ist, sich beständig weiter zu bilden, ist.
So geschehen, wurde eine Bewerbung an das Arbeitsamt geschickt und kurze Zeit später meldete sich eine Versicherungsgesellschaft, ein Vorstellungstermin wurde vereinbart. Dieser fand auch statt und das Gespräch war nicht uninteressant, nur die Möglichkeiten ließen zu wünschen übrig, wie sich in Auswertung des Gespräches, mit dem Lebenspartner, herausstellte.
Da ein zweiter Termin vereinbart war, gab es noch Hoffnung und der Partner kann sich ja irren, was auch nur Menschlich ist. Zum zweiten Termin sollten die eigenen Versicherungsunterlagen mitgebracht werden, um an deren Beispiel, wahrscheinlich die Vorgehensweise der Agentur zu demonstrieren. Aber was soll es, der Termin fand statt und war sehr aufschlussreich, die Versicherungssituation wurde überprüft und die Möglichkeiten der Beschäftigung für das Unternehmen aufgezeigt. Zu Bemerken wäre, das es sich wirklich um eine Versicherungsgesellschaft handelte und um keinerlei Strukturvertrieb, für welche solche, oder ähnlich Vorgehensweisen eigentlich charakteristisch sind.
Ein Griff nach dem Strohhalm, der Beweis für die Nützlichkeit kann erbracht werden, doch wie haltbar ist so ein Strohhalm? Es wurde mit einem Seil gewunken, das Tau avisiert und nun soll der Strohhalm halt bieten. Ja, es kann für das Unternehmen gearbeitet werden, erst einmal Kunden akquirieren, nebenberuflich versteht sich und wenn man Gut ist, dann, ja dann gibt es vielleicht eine Festanstellung, ja dann gibt es eine Ausbildung, ja dann kann man Geld verdienen. Aber erst einmal muss die Sahara durchquert werden, eine Wasserflasche gibt es nicht, die sollte man schon selbst haben, wenn man nicht verdursten möchte. Nun ja, aber was erzählt man den potenziellen Kunden, so ohne Wissen und Qualifikation? Ganz einfach, so die Antwort, weil wir eben die Besten sind und wenn ein Kunde gewonnen wird, so werden wir die Beratung schon übernehmen, sollte es zu einen Abschluss kommen, bekommen Sie auch einen Schluck Wasser und können so gestärkt, uns neue Kunden zuführen. Ja die Besten, sie sind so gut, dass sie die mitgebrachten, vorhandenen Versicherungen in keiner Weise besser gestalten konnten. Nicht Preiswerter und auch nicht mehr Leistung, nicht einmal da konnte die Gesellschaft, oder ihre Vertreter auf Erden, ihre Nützlichkeit, der Suchenden nach Nützlichkeit, nachweisen. Aber was soll es, es zählt nur eines, die Besten zu sein. Das wichtigste daran ist, das man nur fest genug daran glaubt.
Nach Rücksprache in der Familie, wurde sich gegen diese Art von Nützlichkeit entschieden, die Stabilität von Strohhalmen läst nämlich zu wünschen übrig und von irgendetwas muss ja auch die Existenz gesichert werden, also werden wieder Ideen geschmiedet und der Versuch unternommen sie umzusetzen. Einen Namen hat diese, beste aller Gesellschaften natürlich auch, DBK, was wahrscheinlich DIE BESTEN KUNDENBETREUER bedeutet. Und manchmal kann es sogar erfolgreicher sein, nicht für die Besten zu arbeiten. Aber es kann auch sein, das man auf der Suche nach Nützlichkeit, manchmal schon zu alt ist, um von der besten Gesellschaft ausgebildet zu werden, wer heute älter ist, geht natürlich morgen früher in Rente.
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Nachwort:
Von diesem Vorhaben wurde Anstand genommen und anderes versucht. Wie das Leben so spielt, gelingt es einen sich doch über Wasser zu halten, ohne der besagten Nützlichkeit und jede Entäußerung derselben bringt neue Erfahrungen. Der besagte Strohhalm wird zur Regel und meistens hat er sogar noch eine Sollbruchstelle, nach drei Monaten. Vordem muss aber erst für Lau gearbeitet werden und das wenigstens 14 Tage lang, manchmal auch vier Wochen, zwei davon sanktioniert, die andern auf eigene Kappe. Die Probleme sind vorprogrammiert und die anfängliche Freundlichkeit schlägt, im Laufe der Zeit, so zum Ende der Förderung zum Beispiel, in Unfreundlichkeit, um. Meistens ist nach dem Auslaufen der Förderung Schluss und ein Grund für eine Entlassung wird sich schon finden, auch kein Problem, es warten genug, welche ihre Nützlichkeit nachweisen wollen. Eigentlich ist das, was so oft abläuft und von öffentlicher Seite sanktioniert und gefördert wird, eine Form von psychologischer Kriegsführung, gegen die so genanten Arbeitnehmer, welche ja eigentlich ihre Arbeitskraft geben und somit auch alles am Laufen halten. Der Griff nach dem Strohhalm, von sich aus sollte man es lassen, leider werden Menschen immer öfter dazu gezwungen. Keiner sollte eine Beschäftigung aufnehmen und schon gar nicht müssen, mit welcher er seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann und allso nicht freiwillig. Es scheint sogar eine Gesetzmäßigkeit zu sein, dass Menschen, welche für wenig Geld arbeiten gehen, noch am schärfsten drangsaliert werden. Die Erniedrigungen steigen disproportional mit dem Rückgang des Einkommens, desto weniger ein Mensch bekommt, desto mehr wird er auch noch erniedrigt, als ob ein geringes Einkommen, von welchen man sein Lebensunterhalt nicht bestreiten kann, von einem Lebensstandart ganz zu schweigen, nicht schon Erniedrigend genug ist. Leider scheinen all zu viele Menschen Masochisten zu sein und liefern sich selbst den Peinigern aus, um anschließend über ihre Pein zu jammern. Reicht es nicht, das Hartz IV solches sanktioniert und damit fördert, muss man sich dieses noch selbst an tun? Manche Menschen schon, in guter Hoffnung, welche allzu schnell enttäuscht wird, der Illusion folgend, dass es nicht so schlimm sein würde.
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