Luise Dadabu.

Luise Dadabu. 

Luise Dadabu, hatte die letzten Nächte gut und ohne Unterbrechung geschlafen, als sie morgens wach wurde, waren ihre Eltern schon auf, wenn sie nicht gar von ihnen geweckt wurde. Sie ging zur Schule, lernte fleißig und am Abend tat sie sich schwer, mit dem „ins Bett gehen“.

Ihr Erlebnis, mit der Tür im Kühlschrank und dem langen Gang, welcher durch diese geöffnet wurde, hatte sie schon fast vergessen. Sie ging abends ins Bett, schliff die Nacht durch und stand morgens wieder auf, am Samstag und am Sonntag schlief sie immer etwas länger, meistens aber nicht so lange, wie es ihren Eltern lieb gewesen wäre. Und so ging sie auch heute wieder ins Bett, etwas früher als sonst und schaute noch in ein Märchenbuch, bis sie einschliff.

Aber was war das? Auf einmal hörte sie ein zischen, oder war es doch eher ein fauchen? Sie hörte es klarer, es hörte sich an wie Wind, welcher mal heftiger und mal sanfter wehte. Der sanfte Wind war ja angenehm, dabei konnte man so schön träumen, nur der heftigere Wind pustete die Träume wieder weg. Aber woher kam der Wind, war vielleicht das Fenster offen?

Natürlich war das Fenster offen, sie schlief immer bei offenem Fenster. Zog etwa ein Sturm auf?

Das beste ist, wenn ich die Augen öffne, mal sehen was sich so bewegt, draußen, dachte Luise. Und Luise machte die Augen auf, aber was musste sie sehen, der Wind kam nicht von draußen, nein, er war in ihrem Zimmer. Ein gefangener Wind etwa?

Nein, nicht nur ein gefangener Wind, ein ganzes Wetter war im Zimmer gefangen! Luise lag in ihrem Bett, die Augen offen und schaute an die Decke, an welche Wolken entlang zogen, vom Wind getrieben, mal schneller, mal langsamer. Was ist das? Fragte sich Luise, ich bin doch in meinem Bett und durch die Wolken hindurch, kann ich die Zimmerdecke sehen. Wie ist so etwas möglich? Luise kam aus den Stauen nicht heraus, sie richtete sich auf, stellte sich auf ihr Bett und streckte die Arme nach oben. Sie konnte die Wolken berühren, ihr erster Gedanke war, Wolkenklößchen zu machen, mal sehn ob das geht? Aber es ging nicht, so oft sie auch in die Wolken griff, sie bekam keine zu fassen, nur nasse Hände bekam sie. Nicht nur nasse Hände, es lief Wasser von ihren Händen, an ihren Armen entlang, so das sie schnell die Hände nach unten nahm, ein nasses Bett wollte sie nun auch nicht, was würden ihre Eltern wohl dazu sagen?

Aber wo kam das Wetter her, fragte sie sich, als eine Sturmböe ihr Harr durcheinander brachte und sie fast umwehte? Vom Wind wollte Luise nun nicht verweht werden, und so legte sie sich wieder hin. Unter ihrer Decke war es noch schön warm und sie zog diese, bis über die Nase. Die Wolken an der Zimmerdecke ballten sich immer mehr zusammen, es zog ein Sturm auf, welcher von Blitz und Donner begleitet wurde. Als die ersten Blitze zuckten, hoffte Luise nur noch, das sie nicht von einem getroffen wird und sie zog die Bettdecke noch dichter an sich. Was wäre wohl, wenn es anfängt zu regnen? Fragte Sie sich und erschrak, aber am besten nicht daran denken, ich mache lieber die Augen zu, vielleicht verschwindet das Wetter wieder, bevor der Sturm sich richtig entfaltet.

Luise schloss die Augen und wartete, aber nichts geschah, vielleicht merkte sie es auch nicht, weil sie sich die Decke ganz über den Kopf gezogen hatte? Sollte sie nachschauen?

Neugierig war sie ja, wer würde wohl siegen, die Neugier, oder die Angst? Sie wartete noch einen Moment, es war ruhiger geworden und langsam zog sie die Bettdecke zurück, erst war die Stirn frei, es war nichts zu merken, dann zog sie die Bettdecke unter die Augen, öffnete diese und was musste sie zu ihrem Erstaunen feststellen? Der Sturm war weg, aber nicht nur das der Sturm weg war, nein, das ganze Zimmer erstrahlte in buntem Licht. Genau das Licht, welches sie schon mal gesehen hatte. Luise erschauderte vor Freude, es bemächtigte sich ihr ein Gefühl von hoffen und bangen, der Kampf zwischen Angst und Neugier. Erst einmal siegte die Neugier, den Luise stand auf, zog sich ein Par dicke Socken über und begab sich direkt in die Küche. Am Kühlschrank angekommen, verharrte sie. Was wird sein, wenn ich die Tür öffne, wird der Kühlschrank leer sein und sich an der Rückseite eine Tür befinden, welche in einen langen Gang, mit vielen Türen, führt, oder wird er gewöhnlich befüllt sein? 

One Response to “Luise Dadabu.”

  1. The Silent Shard…

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