Der Versuch einer Selbstfindung, durch die Wirren der Zeit.
Vorwort:
Stadtführungen, ein finden und suchen von und nach Möglichkeiten, eine Form sich auseinanderzusetzen und der Versuch Sichtweisen zu finden, zu probieren und zu praktizieren. Ein kompliziertes, vielschichtiges Thema gilt es zu durchdringen, um nach Möglichkeit über den Anfang hinauszukommen.
Es ist vieles was einen bewegt und das umso mehr, desto weniger die Bewegung durch Zwänge bestimmt wird. Das Schwierige daran besteht in der Selbstfindung, welche einen gewissen Selbstzwang bedarf, einen ordnenden, da die Neigung besteht, welches wiederum der Vielheit geschuldet ist, den Konzentrationspunkt permanent zu verschieben. Dieses hat oftmals eine oberflächliche Betrachtungsweise zur Folge, es wird von Oberfläche zu Oberfläche gesprungen und desto mehr Oberflächen betreten werden, desto langsamer und mühevoller das Vordringen in die Tiefe. Es gilt einen Spagat zu vollführen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, es sind die verschiedenen Zeiten welche bewegen und welche auch bewegt werden wollen, es ist die Sichtweise, welche gegenwärtiger Bestimmtheit geschuldet und die Vergangenheit reflektiert und wertet. Der Moment bestimmt die momentane Reflexion und erst das Finden wird den Reflex manifestieren können. Die Geschichte ist eine Hure, sie ist wirklich, sie wird gebraucht, aber auch missbraucht, sie spielt einen etwas vor und sie hat die Wünsche anderer zu erfüllen und nur wer diese Hure zu seiner Geliebten werden lässt, wird ihr wahres Wesen erkennen.
Es ist eine Frage des Suchens und des Findens, aber was sucht man und was wir man finden und wird gefunden, was vordem gesucht wurde? Wie war es wirklich?
Zeugnisse einer bewegten Geschichte gibt es in Quedlinburg und Umgebung genug, auch wird vom Leben vergangener Generationen berichtet und desto weiter es in die Vergangenheit geht, desto einseitiger die Berichte, jedenfalls was die hiesige Geschichte anbelangt.
Was tut man und unter welchen Gesichtspunkten? Werde ich Zuhälter und nutze die Geschichte als Hure, zum Zwecke des Einkommenserwerbes, nutze sie also entsprechend dieses Ziels? Was habe ich alles hören müssen, auf Führungen welche ich begleiten durfte. Ich hatte gelernt und lerne noch, ich hatte gelesen und lese noch und doch wurde vieles anders berichtet, gelegentlich auch falsch. Wo ich mir nicht sicher bin, so vermeide ich es mich dorthin zu begeben, oder gebe meine Unzulänglichkeiten zu. Ich habe es anders erleben dürfen, da wurde erzählt, berichtet und sich auf Gebiete begeben, auf welchen man glänzen wollte, aber nicht einmal einen matten Hauch erzeugen konnte und das ohne jegliche Notwendigkeit. Manchmal ist weniger einfach mehr und selbst das wenige bietet genügend Stoff.
Trotzdem werde ich, zum Zwecke der Selbstfindung/Selbsterkenntnis, den Weg verlassen und abschweifen, die Breite suchen, die Tiefen erklimmen, um den Extrakt zu gewinnen, welcher notwendig ist, um im Konkretem nicht zu versagen. Selbst wenn es Stücke gibt, für welche ein Klavier nur 8 Tasten bräuchte, so sollte man doch die anderen kennen und zu nutzen wissen.
Abweichenderweise werde ich versuchen jeden Tag eine „Stadtführung“ zu schreiben, nur sollte dieses nicht zu Ernst genommen werden und als das gesehen werden, was es ist, eine Suche.