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Ablage zum zweiten Versuch!
Dieser Eintrag stammt von Toguelo Am 9.9.2008 @ 15:03 In Ablage/Anlage | 3 Kommentare
Ablage zum zweiten Versuch, des dritten Kommentars!
Hallo Sepp,
hier nun ein zweiter Versuch, sicherheitshalber werden ich den Kommentar, welchen ich in meinem Blog hinterlege, unter kucaf verlinken.
Kommentar:
Hallo Sepp!
Nun liegen wir wirklich nicht weit aus einander, immer hin leben wir auf demselben Kontinent. Aber auch was die politischen Ansichten anbelangt, Du mögest recht haben, nur Pessimismus? Eigentlich nicht, nur schätze ich die Lage im Moment so ein, muss ja nicht heißen dass es so bleibt. Und wenn ich mich gerade in diesem Land hier umschaue, finde ich immer wieder Bestätigung. Das sich mit dem Zuspitzen der Widdersprüche in dieser Gesellschaft Veränderungen ergeben, ist eigentlich normal, in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt, hängt aber sehr von den Umständen ab. Aber auch wenn es Phasen gibt, in dem sich einen ein Anflug von Resignation nähert, so ist es eher dem Bedürfnis nach etwas Ruhe und Abstand geschuldet, als Ausdruck von Verzweiflung.
Nun aber genug mit diversen, persönlichen Befindlichkeiten, welche Mensch von Nöten hat, wie die Luft zum Atmen und Du schreibst ja selbst, dass manche Haltung Dir nicht fremd ist.
So kann man geteilter Meinung sein, was nicht einmal ungesund ist und letztendlich nur der Meinungsbildung dient. Und so ist es auch mit Rücktrittsforderungen, egal wer sie stellt, sie gehören zum parlamentarischen Spiel und dienen der Ablenkung von den eigentlichen Problemen, nicht der Lösung. Es ist auch eine Frage, welche Aufgaben sich eine linke Bewegung stellt.
Der Rücktritt von Politikern als Selbstreinigendes Instrument der parlamentarischen Parteiendemokratie, sollte nicht außer acht gelassenen werden, es dient der Erhaltung des Systems. Es werden Illusionen geweckt, welche letztendlich der Realität nicht gerecht werden und bestehendes im Bestand erhalten. Die Partei „Die Linke“, angekommen im System, hält Händchen am Totenbett des Kapitalismus, wenn sie sich den parlamentarischen Spielchen ergibt. (Ob im Großen wie im Kleinen, bürgerlicher Parlamentarismus ergießt sich in erster Linie in Ritualen, er ist die moderne Form des Gebetes im Tempel des Mammons!) Wenn nun aber bestreben ist das Totenbett frei zu bekommen, dann sollte sich lieber dem eigentlichem Problem zugewandt werden, in diesem Fall dem Krieg in Afghanistan.
(Übrigens hatte ich gestern in meinem Blog einen Beitrag aus der MZ verlinkt, welcher einen Blick auf den politischen Werdegang des Kriegsministers öffnet. Und einmal vom politischen Gekungel abgesehen, hat dieser Mensch schon Erfahrungen als Bauernopfer gesammelt. Letztendlich führte auch diese Opferbereitschaft auf den Posten des Kriegsministers, womit wir das eigentliche Thema wieder einmal verlassen hätten. Oder auch nicht, denn gerade diese Entwicklung steht für dieses politische System, der bürgerlich, parlamentarischen, Parteiendemokratie.)
Gern lasse ich mich eines Besseren überzeugen, aber das Argument, dass eine Rücktrittsforderung von Links ausgesprochen, etwas anderes ist und auch bewirkt, als eine Rücktrittsforderung aus dem kernbürgerlichen Lager, ist berechtigter Weise zu bezweifeln. Da wende ich mich doch lieber der Forderung der Linken nach Beendigung des Krieges zu und unterstütze diese wo immer es geht. Dieses ist ein Hauptschauplatz und nicht das sich permanent drehende Personalkarussell des bürgerlichen Parlamentarismus, wo ein jeder Politiker auf einem Schleudersitz sitzt und seinem Zwecke zu erfüllen hat. Und wenn wir schon über Politiker in diesem Zusammenhang reden, dann ist es weniger interessant wer mittels Schleudersitz befördert wird, sondern wer die Reisleine für den Schleudersitz in der Hand hält. Eigentlich würde diese dem Volk gebühren, dieses ist aber weit entfernt davon. Nun, wenn der zu schleudernde Politiker bis zum Schleudergang gute Dienste geleistet hat, wird ihm sogar gestattet Einfluss auf seinen Abgang zu nehmen, dass ihm der Lohn für gute Dienste nicht versagt bleiben wird und er im Regelfall sehr weich landet, ist meistes gewiss.
Was die Arbeiterklasse anbelangt, ein Thema, welchem wir uns vielleicht an einer anderen Stelle zu wenden sollten. Meinerseits würde Interesse bestehen!
Gruß Thomas
Ps. Welcher letzte Blog-Eintrag gefällt Dir gut?
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