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Kein Leserbrief.

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 27.10.2008 @ 19:17 In Stadtwerke QLB, Leserbrief | 3 Kommentare

Kein Leserbrief.

Nun habe ich ein Schreiben an die Junge Welt geschickt, vielleicht gelingt es so, das Quedlinburger Problem, mir dem Verkauf der Stadtwerke, überregional bekannt zu machen. Auf der Suche nach Beispielen, bin ich sogar fündig geworden und habe einige im Internet gefunden, die Meisten aus der Vergangenheit, da nun aber nicht jeder über Internet verfügt, halte ich es für angebracht, jede Gelegenheit zu nutzen, um auf solche Probleme aufmerksam zu machen. Aus der Erfahrung heraus weis ich, das die Mitteldeutsche Zeit, als das regionale Blatt hier vor Ort, zwar Leserbriefe abdruckt, aber dieses nur im regionalen Teil. Damit soll der Ball bewusst tief gehalten werden, damit einzelne Beispiele nicht unbedingt Schule machen. Könnte ja ansteckend sein und so manch andere Bürgerschaft auf den Gedanken bringen, ihr kommunales Eigentum ebenfals zu waren. Und letztendlich brauchen solche Bewegungen, wenn sie erfolgreich sein wollen, jede Form von Öffentlichkeit.

 

An die Redaktion der Jungen Welt.

Per E-Mail: [1] redaktion@jungewelt.de

 

 

Hallo,

 

Ihr berichtet gelegentlich ja aus den Regionen, wobei die entsprechende Rubrik hauptsächlich Berichte aus größren Zentren beinhaltet und weniger aus dem „ländlichen“ Raum. Kleinstädte wie Quedlinburg kommen da kaum vor, wobei so manches Ereignis es durchaus verdient, Gegenstand einer Betrachtung zu werden.

Sicher ist es für euch mit Mehraufwand verbunden, auch einen Blick auf die Ereignisse in der „Provinz“ zu haben, nur bewegt sich auch dort gelegentlich etwas und manches ist durchaus unterstützeswert. Nicht zu vergessen, das es Leser durchaus begrüßen, wenn sie sich mit ihrer Region und ihren Interessen in der Presse wieder finden.

Ich bin mir schon bewusst, dass die Möglichkeiten in den Zentren andere sind und sich dort auch Widerstand anders formiert, als in der „Provinz“, wo dieses wesentlich schwieriger ist. Schon allein aus dem Grund, das sich Widersprüche nicht ganz so extrem Zuspitzen, oder in ihre Zuspitzung anders wahrgenommen werden. Im Grunde sind die Probleme aber dieselben und erfordern somit ebenfalls organisierte Tat.

Neben vielen anderen Problemen, welche Quedlinburg hat, ist die Stadtkasse leer und nicht nur leer, sondern es besteht ein permanentes Vakuum, welches nun beginnt die Stadtwerke aufzusaugen. Wie auch woanders zu beobachten, wurde das Vakuum zum schwarzen Loch erklärt, welches alles in sich aufzusaugen droht, was in seine Nähe kommt. Nun hat der Stadtrat, dem Götzenglauben verfallen, beschlossen die Stadtwerke, ein gut aufgestelltes und solides Unternehmen, dem schwarzen Loch näher zu bringen, in der Hoffnung so den Zorn des Götzen Mammon zu befriedigen.

Dagegen regt sich in der Stadt Widerstand, denn ein Teil der Quedlinburger Bürger hat erkannt, das schwarze Löcher nicht gestopft werden können, in dem man ihnen noch mehr Masse zu führt und die Stadt sich nur einer beständigen, unabhängigen Einnahmequelle beraubt, ohne jedoch die Ursachen für die finanzielle Situation auch nur anzukratzen.

Als Folge des [2] Beschlusses vom 07.08.2008 gründete sich eine Bürgerinitiative, welche fleißig Unterschriften sammelte und diese dem Stadtrat übergab, so dass über einen Bürgerentscheid entschieden werden musste. Da mehr als ausreichend viele Unterschriften zusammengekommen sind, hatte der Stadtrat am 23.10.2008 über den Bürgerentscheid zu entscheiden.

Ein erster Erfolg für die Bürgerinitiative, wobei die Arbeit jetzt erst beginnt.

Vielleicht kann es mir ja hiermit gelingen, eure Aufmerksamkeit in diese „Provinz“ zu lenken und über dieses Problem der Welterbestadt Quedlinburg zu berichten. Ich selbst hatte mich an verschiedenen Stellen dazu geäußert, so nicht nur in der Bürgerinitiative, sondern auch auf meiner Internetseite, wie auch mit Leserbriefen in der Regionalzeitung. Letzte wurden zwar alle veröffentlicht, aber nur im regionalen Teil und gekürzt, entschärft, aber nicht entstellt. Wie den Kommentaren und der Berichterstattung der regionalen Zeitung zu entnehmen war und ist, wird von ihr eher pro Verkauf argumentiert, auch nicht verwunderlich, wenn die Eigentümer Berücksichtigung finden. So werden zwar kritische Leserbriefe veröffentlicht, aber der „Deckel“ wird wohlweißlich auf dem Topf gehalten, sprich, es wird nur im regionalen Teil darüber berichtet. Vielleicht wäre es euch möglich, diesen regionalen Rahmen zu sprengen, da nicht nur Quedlinburg von solchen Problemen betroffen ist und gerade auch dokumentierte Erfolge zum nachahmen animieren, aber auch die Bekanntheit eines Vorhabens, gelegentlich Unterstützung generieren kann und dieses vielleicht in Form von Erfahrungsberichten, welche auch die Quedlinburger Initiative gebrauchen.

Meine schriftlichen [3] Beiträge, wie auch Leserbriefe und Bemerkungen sind [4] hier zu finden, weitere Informationen natürlich auch auf der Seite der [5] Bürgerinitiative.

Ich würde mich freuen, wenn ich von euch hören würde.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 


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[2] Beschluss: http://www2.quedlinburg.de/bi/pdf/00028687.pdf
[3] Beiträge: http://kucaf.de/category/quedlinburg/stadtwerk-qlb/
[4] hier: http://kucaf.de/category/quedlinburg/stadtwerk-qlb/
[5] Bürgerinitiative: http://www.buergerforum-qlb.de/index.php?id=109

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