Archive for December, 2008

Die letzte Keule?

Tuesday, December 30th, 2008

Die letzte Keule?

 

Nun hat der Stadtrat beschlossen, dass Fell des Bären zu verteilen, ohne diesen jedoch schon erlegt zu haben.

So schnitzten die Verkaufsbefürworter eine Keule, welche letztendlich den Bären treffen soll, das eigene Fell soll zum Mordinstrument werden. Zu diesem Zweck wird schon einmal ein Verkaufserlös angenommen, um diesen dann zu verteilen und das ohne zu wissen wie hoch dieser Erlös überhaupt sein wird. Also wird wieder nicht davor zurück geschreckt, sich ins Reich der Spekulationen zu begeben. Und genauso spekulativ wie der Verkaufserlös für die Stadtwerke, ist auch die Verteilung des Selbigen und dabei wird nicht einmal davor zurück geschreckt, die gesamte Summe zu Verteilen! Also den Bruttowert, ohne die entstehenden Kosten zu berücksichtigen und eventuelle Steuern, welche auf Verkäufe solcher Art anfallen, somit bleibt dieser Beschluss reine Wuschvorstellung und der Realität nicht entsprechend.

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Mal wieder Kino!

Friday, December 12th, 2008

Mal wieder Kino!

 

 

Wolke 9

 

Nun war ich gestern im Studiokino, in doppelter Funktion.

Die Veranstaltung war gut besucht und die meisten Gäste waren jenseits der 50. Was nicht heißen soll, das dieser Film nicht auch etwas für jüngere ist. Grade denen sei er empfohlen, da durchaus die Meinung verbreitet ist, das ältere und alte Menschen in ihren Beziehungskisten „eingerostet“ seien und es selbst mit Sex nicht mehr weit her ist. Es möge schon sein, das dieser auch mit zunehmendem Alter nachlässt, aufhören wird der Mensch damit wohl erst, wenn er den Weg allen irdischen gegangen ist.

Also, jugendliches Publikum, schaut euch diesen Film an und erschreckt nicht, wenn es alternde Körper, im Adamskostüm, zu sehen gibt, wer weiß wie man selbst aussehen wird, wenn man dieses Alter überhaupt erreicht.

Mit den gängigen Klischees hat dieser Film nicht viel am Hut, er ist gut gemacht und die Aufnahmen sind beeindruckend, genauso wie die knappen Dialoge. Wie das Leben eben ist, wird dieser Film nicht zerredet, und es ist gerade die Ruhe, die Eingefahrenheit einer Beziehung, welche die Menschlichkeit der Handlung hervorhebt.

Der Schluss hingegen ist typisch deutsch und die Dramatik entpuppt sich, bei näherer Betrachtung, als der erhobene Zeigefinger des bürgerlichen Kleingeistes! Es wird sich eines Themas angenommen und dieses gut umgesetzt, eine Zielgruppe wird angesprochen, um letztendlich die Tat indirekt zu verurteilen, in dem der Freitod des Ehemannes Zelebriert wird.

Das wieder erwachte Leben, die Entäußerung des selben, ist Ursache des Untergangs?

So gut der Film auch ist, das Ende negiert leider die Handlung, in dem es die menschliche Gefühlswelt wieder in das vorgefertigte Korsett, kleinbürgerlicher Vorstellungswelten, sperrt. Warum müssen solche Filme, von deutschen Produzenten, meistens dramatisch enden? Ist das Leben wirklich so dramatisch, wenn es um Beziehungen geht?

Diesen Film möchte ich in jedem Fall empfehlen, ich war beeindruckt und zwiespältig berührt.

 

 

Anmerkungen zu den Argumenten!

Wednesday, December 10th, 2008

http://www.zukunft-qlb.de/qlb_argumente.html

 

Anmerkungen zu den Argumenten!

 

Nun gibt es eine Initiative zur Initiative, also eine Gegeninitiative zur Gegeninitiative, einfach gesagt, die Befürworter des Stadtwerkeverkaufs haben sich formiert und ziehen unter einem vereinnahmenden Namen ins Feld.

Die auf dieser Seite zu findenden Aussagen/Argumente sind durchaus einen Kommentar wert. In Anführungsstrichen und kursiv gesetzt sind die Originalaussagen und in rot die Anmerkungen.

 

Schwarz-weiß nutzt niemandem etwas. Argumente statt Ideologie.“

Einmal davon abgesehen, das Ideologie nichts anderes ist als Anschauung und ein jeder Mensch zum Glück nicht frei von Anschauungen ist, bringen Anschauungen auch immer die ihr entsprechenden Argumente hervor. Wie sich Anschauungen entwickeln, wird entscheidend vom Standpunkt des Betrachters, also des Anschauenden, beeinflusst. Somit sollte es nicht verwunderlich sein, das verschiedene Anschauungen, verschiedene Argumente hervorbringen, welches wiederum nicht zwangsläufig bedeutet, das die Ziele verschieden sein müssen.

So stimmen die Ziele der Bürgerinitiative, gegen die Privatisierung der Stadtwerke, mit den Zielen der Initiative, gegen diese Initiative, durchaus überein. Denn beide wollen das Wohl der Stadt Quedlinburg, was natürlich nicht davon abhält, über den Weg zu streiten. Und das unabhängig davon, dass die Initiative zur Initiative, das Ziel in ihrem Namen vereinnahmt. Geprägt sind die Anschauungen der Verkaufsbefürworter von ausgeprägtem Irrationalismus.

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