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Nochmal zur Schwarzarbeit.

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 25.2.2009 @ 13:54 In Leserbrief | 1 Kommentar

Nochmal zur Schwarzarbeit.

 

Mal wieder einen Leserbrief geschrieben, dieses Mal nicht zu einem regionalen Thema, sondern zu einem allgemeinen. Im Blog hatte ich schon etwas zum Thema geschrieben, nun bis ich gespannt ob der Brief veröffentlicht wird. Wie immer habe ich diesen Brief per E-Mail Versand, sogar zwei mal, da die übliche Bestätigung fehlte und nur eine leere Seite geöffnet wurde.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Leserbrief zum Beitrag: [1] „Schwarzarbeit in mehr als vier Millionen Privathaushalten“

MZ vom 25. Februar 2009 Seite 5 Politik.

 

Schwarzarbeit bedingt den schwarzen Arbeitsmarkt!

In mehr als vier Millionen Haushalten wird schwarz gearbeitet, da dieses wahrscheinlich nicht nur unbürokratischer, unkomplizierter und günstiger, sondern oft auch die einzige Möglichkeit zur Existenzsicherung für Beteiligte ist. Im [2] Kommentar zum Beitrag hat man natürlich eine Lösung parat, damit das Eindämmen der Schwarzarbeit nicht graue Theorie bleibt, müsste das „Fazit: Ein Staat, der besonders auf Steuern und Abgaben aus ist, wird das Problem niemals lösen.“ negiert werden. Also Steuern und Angaben runter! Ob gerade dieses die Auftraggeber für Schwarzarbeit motiviert offizielle Wege zu gehen, kann durchaus bezweifelt werden. Immerhin ist das Problem nicht neu und das Absenken des Spitzensteuersatzes in der Vergangenheit, wie auch die Kürzung von Abgaben, haben auch keine Trendwende bewirkt. Verwunderlich ist es eigentlich nicht, auch und einmal davon abgesehen, das Appelle wenig veränderungswirksam sind, besitzt diese Art arbeiten zu lassen und zu arbeiten, wie zu lesen ist, eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Wenn nun noch die restriktiven Maßnahmen im Zusammenhang mit Hartz IV und das Wachstum prekärer Beschäftigungsverhältnisse in den letzten Jahren betrachtet wird, dürfte eine Zunahme von Schwarzarbeit nun wirklich nicht wundern. Gegenüber dem prekär Beschäftigten hat der Schwarzarbeiter sogar einen Vorteil, er kann den Erlös seiner Arbeit ungekürzt dem Familienbudget zuführen.

Eigentlich nur Logisch, denn die Politik, welche prekäre Beschäftigungsverhältnisse fördert und mehrt, fördert zwangsläufig auch die Schwarzarbeit, unabhängig ob es gewollt ist oder nicht. Somit kann der Schwarzarbeit auch nicht mit Steuersenkungen und Abgabenkürzungen begegnet werden, sondern eher mit einen gesetzlich, festgeschriebenen Mindestlohn in entsprechender Höhe und einer ausreichenden Grundsicherung im Zusammenhang mit Hartz IV. Es sollte nämlich nicht vergessen werden, auch auf dem schwarzen Arbeitsmarkt wird die Ware Arbeitskraft nur gehandelt. Es gibt einen Bedarf, welcher sich ein Angebot schafft und dieses ist um so erfolgreicher, je unsicherer und dürftiger die Existenzsicherung mittels normaler Arbeit auf dem legalen Arbeitsmarkt und sozialer Leistungen ist.

 


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l&aid=1235456576644&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370

[2] Kommentar: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1229853046074&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370

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