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Gefunden, kommentiert und Reaktion erfahren.
Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 25.4.2009 @ 17:13 In Spuren/Gefunden | 1 Kommentar
Gefunden, kommentiert und Reaktion erfahren.
Nun bin ich im Netz unterwegs gewesen und über ein [1] triviales Thema gestolpert. Einen Kommentar hatte ich hinterlassen, welcher Gegenstand von Betrachtung wurde. Dieses brachte ein Thema hervor, mit dem die Trivialität verlassen wurde. Ahnungslos sei ich, vermeinte man zu verkünden und Unwissenheit wurde festgestellt. Dass ich unwissend bin gebe ich gern zu, nur beschleicht mich manche Ahnung. War es wirklich Unwissenheit welches man unterstellen wollte, oder nur andere Meinung, aus Sicht des Unterstellers, eine falschen Meinung? Und in diesem Sinne begaben sich die Vertreter des Trivialen, der Oberflächlichkeit, welchen ihren Gott, Götzen oder auch Messias in die Höhe heben wollten, in die Glaubensschlacht. Der erste Beitrag, welchen ich hinterlassen hatte und Stein eines Anstoßes wurde, hatte folgenden Text:
„Ob Veranlagung oder nicht, die Klatschspalte hat ihre Schlagzeile und der Gegenstand der Betrachtung erscheint in einen anderem Licht, in einem eher unbedeutenden. Aber was soll es, Hauptsache es gibt ein bisschen Ablenkung von der Politik und dem wesentlichen Taten des Politikers. Politisch hingegen lässt er die Geldpresse laufen und verschärft nicht nur den Krieg in Afghanistan, aber egal was er tut, Hauptsache er macht eine gute Figur dabei!?
Es lebe das Nebensächliche, es lebe die Ablenkung!
So möge er sich im Gegensatz zu Busch auch sehen lassen können, nur an der Politik ändert sich wenig.“ (Auch wurde ich zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass ich Bush falsch geschrieben hatte.)
Dem obigen Link folgend können die Reaktionen nachvollzogen werden, von denen ich mir eine nahem und einer Antwort würdigte:
„Teil I.
@Woodstalker,
nun möge ich die Veränderungen nicht erkennen, (wenn es den welche gibt, außer die körperlichen Unterschiede zum Vorgänger und die eine oder andere Offenlegung diverser Machenschaften, welche ohne Folgen bleiben, vielleicht), das muss ja nicht daran hindern mir diese aufzuzeigen.
Vielleicht sei auch daran gedacht, dass aus einem baufälligen Haus nicht gerade ein neues Haus wird, nur in dem die Tapeten gewechselt werden! Sicher hat Obama die derzeitige Krise nicht verursacht, nur ist diese mit denselben Mitteln, die sie hervorgebracht hat, zu lösen? Aber was soll es, vielleicht funktioniert es ja, wenn man nur richtig intensiv daran glaubt. Und Glaube soll ja bekanntlich Berge versetzen können, besonders wenn den Gläubigen der Messias erschienen ist! Ja und wenn wir nun schon beim Glauben sind, so ist die „Missionierung“ der Afghanen zum westlichen Werteverständnis doch nicht so einfach, wie es dem Glauben entsprechend sein sollte und so werden eben noch mehr Kriegsgerät und noch mehr Söldner ins Land gebracht! Um eine „extremistische Minderheit“ zu disziplinieren?“
Diesen Beitrag hatte ich geteilt, da maximal 2000 Zeichen möglich sind:
„Teil II.
@Woodstalker,
In diesem Zusammenhang spielt Pakistan die ihm zugewiesenen Rolle schlecht, so bombardieren die USA es gleich ein bisschen mit, was soll es, sind ja bloß Extremisten!? Dass diese Menschen durchaus in der Lage sind selbst zu entscheiden, das sie ihren eigenen Willen, ja auch ihren eigen Glauben haben, das ist uninteressant, Hauptsache die Ordnungsmacht setzt sich durch.
Nur wo hat Krieg das Leben der Menschen schon irgendwann und irgendwo verbessert? Gewalt zeugt immer nur neue Gewalt und die Besetzung eines Landes ist nie im Interesse des Volkes dieses Landes, sondern nur im Interesse der Besatzer. Ein jedes Volk hat das Recht und auch die Fähigkeit seine Probleme, auf seinem Territorium, selbst zu lösen. Und es ist nicht neu, dass ein um seine Freiheit kämpfendes Volk von den Besatzern als “Mob” bezeichnet wird und verunglimpft. Wer seine „Rübe hinhält“ um fremde Länder zu besetzen, der sollte sich nicht wundern wenn er sie verliert. Es ist Krieg, mit welchen nicht nur die USA Afghanistan überziehen und Truppen in einem fremden Land, sollten sie nicht friedlich dort verweilen, sind und bleiben nichts anderes als Aggressoren! Waffen schaffen keinen Frieden, sie können diesen maximal erhalten, aber nur ohne Krieg und nie auf fremdem Territorium.“
Dem zweiten Teil angehängt erhielt ich folgende Antwort:
„Du solltest einmal Ursache und Wirkung bedenken. Wenn du gestern mal Nachrichten gesehn hast, dann wirst du wissen, dass der Waffenstillstand zwischen den Taliban und der pakistanischen Regierung nur dazu fürhte, dass sie jetzt vor der Hauptstadt stehen. So ganz nebenbei werden Schulen verwüstet, die Frauen unter den Schador gezwungen und Menschen verprügelt, wenn sie nicht einverstanden sind. Mädchen dürfen nicht mehr in die Schule gehen und Gerichte werden geschlossen und die Richter verjagt. Das ist die Rolle die diese Leute in der Region spielen. Krieg, mein Freund, führen diese engstirnigen, tumpen Menschen und geben vor dies im Namen eines Gottes zu tun. Welcher Gott öffnet sein Reich denen die Meuchelmörder sind, die Kinder in den Tod reißen und bereits eine kleine Abweichung in der Glaubensrichtung mit Mord beantworten. Die großen Krieger verstecken sich hinter Zivilisten und bomben mitten in Märkte, auf denen sich der einfache Bürger eindeckt. Und diesem Treiben soll in dieser Region Einhalt geboten werden, denn es ist wie eine Seuche, wird sie nicht bekämpft breitet sie sich weiter aus. Hoffe du gehörst zu denen die etwas an der Aufklärung genascht haben. Dann wirst du zustimmen, dass man so nicht miteinadner umgeht. Wer noch in der Steinzeit leben will, gut, aber er sollte nicht das Recht haben andere dazu zu zwingen.“
Diese Antwort konnte und wollte ich nicht unbeantwortet lassen und so schrieb ich einen weiteren Beitrag, welcher im Moment noch nicht durch eine Antwort gewürdigt wurde. (Nun wir haben Wochenende und das Wetter lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig.) Aber hier erst einmal meine Antwort:
„@Woodstalker,
Ursache und Wirkung, so kann Ursache auch Wirkung sein, genau wie Wirkung wiederum Ursache ist! Was nun die Religion betrifft, welche immer dem Dogma huldigt und somit eine jede Religion den Keim des Extremismus in sich trägt, so empfehle ich gern das aufklärerische Drama von Lessing, “Nathan der Weise”, speziell die Ringparabel. Diese hat an Aktualität in den letzten Jahren eher dazugewonnen. Wenn sich die „Ritter“ der westlichen Welt erheben und ihr Schwert zornig gegen alles „Ungläubige“ schwingen, sollte man sich nicht der Frage verschließen, wem das ganze nutzt? Auch sei zu bedenken, dass die Taliban über lange Zeit ein Hätschelkind der USA waren und die gerufenen Geister nun einem anderen Zwecke dienen.
Es haben die drei großen, monotheistischen Religionen eine gemeinsame Wurzel, der Keim dessen, was beschrieben wird, ist in einer jeden enthalten und wurde in der Vergangenheit auch praktiziert. Schauen wir nur zurück, welches Unrecht im Namen des christlichen Gottes über die Welt gebracht wurde, erinnern wir uns an die Missionierung vieler Völker mit Feuer und Schwert, vergessen wir nicht das Zeitalter der Inquisition und der damit verbundenen Gräueltaten, besinnen wir uns des dreißigjährigen Krieges und seiner Folgen. Und mit all diesem ist unsere Gesellschaft selbst fertig geworden, ohne fremde Einmischung, und warum soll dieses den Afghanen nicht gelingen? Wie die Völker des Westens es geschafft haben, eigenen, religiösen Extremismus in den Griff zu bekommen, ihm keine breiten Wirkungsflächen mehr zu geben, so wird es auch den Völkern in Afghanistan und Pakistan gelingen, ohne äußere Einmischung, welche die Probleme nur verschärft und Wasser auf die Mühlen der Extremisten ist. Aber auch hier entpuppt sich der Glaube letztendlich nur als Vehikel zur Durchsetzung ökonomischer Interesse und wenn dazu noch der heilige Kübel westlicher Werte drüber ergossen wird, taugt die ganze Geschichte gut kleinbürgerliches Gemüht zu bewegen und zu vereinnahmen!“
Jetzt bin ich gespant ob es eine Antwort geben wird und natürlich auf die Antwort.
Vor dem Schreiben der Antwort hatte ich im Netz nach Lessings „Nathan der Weise“ gesucht und da ich fündig wurde, lass ich das Stück gleich noch einmal durch. Eigentlich ist es mir um die [2] „Ringparabel“ gegangen, passend zum Thema, nicht dem trivialen, sondern dem gewordenem.
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URL zum Artikel: http://kucaf.de/2009/04/25/gefunden-kommentiert-und-reaktion-erfahren/
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[1] triviales Thema: http://www.webnews.de/kommentare/384047/0/Der-Praesident-in-Badehose-Dieser-Obam
a-macht-alle-Maenner-neidisch.html
[2] „Ringparabel“: http://www.zeno.org/Literatur/M/Lessing,+Gotthold+Ephraim/Dramen/Nathan+der+Weis
e/3.+Akt/7.+Auftritt
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