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Erschienen ist er, …

Dieser Eintrag stammt von Toguelo Am 18.6.2009 @ 16:29 In Spuren/Gefunden | Keine Kommentare

Erschienen ist er, der [1] Kommentar und Reaktion hat er erfahren und so ließ ich einen zweiten Kommentar folgen. Wie dem auch sei, es ist schon interessant sich mit diesem Thema auseinander zusetzen, wobei gedankliche Anregung mit dem heute Gefundenem gefunden wurde. Ist schon einen interessante Erfindung, das Internet.

 

Der zweite Kommentar:

 

Hallo Sepp,

bloß übersetzt? Danke das Du ihn übersetzt hast, sonst wäre mir die Möglichkeit des Verstehens verwehrt gewesen. Genauso wie es viele interessante Beiträge gibt, welche es nicht nur verdienen gelesen zu werden, sondern auch der Auseinandersetzung wert sind. Was übrigens auf Deine Erwiderung ebenfalls zu trifft und so auch die eine und andere Anmerkung wert ist.

Und danke für den Link, ich bin aber noch nicht dazu gekommen die Texte zu suchen, interessieren würden sie mich schon.

In der Kürze hier drei Anmerkungen zu Deinem Text:

  1. Die Spielräume innerhalb der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten, welche so und so ausgefüllt werden können. Aber gibt es diese Spielräume wirklich, innerhalb dieses Systems, welche so ODER so ausgefüllt werden können? Wobei es schon interessant wäre das SO, aber auch das SO mit einem Inhalt zu versehen. Meines Erachtens gibt es ökonomische Gesetzmäßigkeiten, welche unter bestimmten Bedingungen wirken, werden diese Bedingungen verändert, so ändern sich die Gesetzmäßigkeiten ebenfalls. Somit sind die Spielräume innerhalb eines gegeben Bedingungsgefüges sehr beschränkt und die dem Kapitalismus entsprechenden Gesetzmäßigkeiten lassen zwar ein So zu, aber kein und/oder So. Da in diesem System neben den favorisierten Eigentumsverhältnissen durchaus weitere möglich sind, können über diese bestimmte Spielräume geschaffen werden, bei Strafe ihres Unterganges aber nicht gegen die wirkenden Gesetzmäßigkeiten.

  2. Das der neoliberalen Globalisierung politische Entscheidungen zu Grunde lagen, möge dem Schein nach stimmen, in Wirklichkeit sind diese Entscheidungen aber komprimierter Ausdruck wirtschaftlichen Interesses. Was ist die Basis einer jeden Gesellschaft, die Politik oder die Ökonomie?

  3. Auch ist Geld nicht erst mit Bretton Woods selbst zur Ware geworden und damit auch Spekulationsgegenstand, sondern dieses ist bezeichnend für das kapitalistische System von Beginn an. Soweit ich mich erinnere wurde das Weltwährungssystem in Bretton Woods auf den Dollar ausgerichtet, welcher damals noch mit Gold gedeckt war. Diese Golddeckung wurde im Verlauf des Vietnamkrieg von den USA aufgehoben, was letztendlich die relativ festen Wechselkurse gegenüber den Dollar aufhob und somit die mit Bretton Woods installierte „Spekulationsbremse“ aufhob. Im Zuge der neoliberalen Umgestaltung der Wirtschaft wurden weitere „Bremsen“ des Systems aufgehoben. Wie dem immer auch gewesen ist, ausschlaggebend waren ökonomische Interessen, welche mit Hilfe der Politik umgesetzt wurden/werden.

Was nun die Entwicklung in Spanien betrifft, so basierte das Wirtschaftswunder, wie das Wachstum der letzten Jahre überhaupt, auf eine ausgeprägte Defizitkonjunktur. Welche vordergründig von den USA solange es ging am Leben gehalten wurde, um der seit Jahrzehnten wirkenden Krise zu begegnen. Und desto weiter diese Krise voranschreitet, desto monströser die Versuche ihr zu begegnen, desto erschütternder ihre Wirkungen, desto intensiver treten die Widersprüche, vor allem aber auch der Grundwiederspruch dieses Systems zu Tage und entfalten ihre Wirkung. Seit Jahrzehnten steht die kommunistische Bewegung an einem Scheideweg, es wird zwar festgestellt was alles im Argen liegt, Alternativen hingegen sind wenig Populär und die einzige Einigkeit scheint in der Uneinigkeit über den Weg zu bestehen. Aber vielleicht schätze ich die Situation falsch ein, auf Grund meiner eigenen Suche und der Entfernung von größeren Zentren, welche eher einen Beobachterstatus hervorbringt, dem der regelmäßige Austausch und das gemeinsame Suchen fehlt.

Solidarischen Gruß


 


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