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Neue Wege braucht der Bauer!

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 19.6.2009 @ 01:34 In Quedlinburg, Gedanken | Keine Kommentare

Neue Wege braucht das Land, der bäuerlichen Egozentrik und engstirnigem Besitzstandsdenken geschuldet!

[1] Hier hatte ich einen [2] Beitrag verlinkt, welcher mit dem Verschwinden alter Straßendecken zu tun hat. Das genannte Problem wurde nun Gegenstand eines Berichtes in der MZ. Unter dem Titel: „[3] Betonspurbahnen ersetzen rund 100 Jahre altes Pflaster“ wird der Vorgang aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Bezeichnend ist aber auch der Untertitel: „Landwirtschaftsstraßen werden modernisiert - Weg am Lehof erhält neues Gesicht“. Ob nun eine Straße ein neues Gesicht erhält, wenn ein neuer Belag verlegt wird ist fraglich, aber wenn schon ein neues Gesicht, im Nahmen der Modernisierung, dann bitte eins wo schwere, landwirtschaftliche Technik drüber fahren kann, ohne das es gleich Dellen gibt.

Ja die Modernisierung und der „Auftraggeber ist die Teilnehmervereinigung der betroffenen Grundbesitzer“, betroffen vom Bau der B6n. Ich frage mich ernsthaft, was für ein Interesse soll ein Bürger noch an regionaler Landwirtschaft haben, wenn den Eigentümern landwirtschaftlicher Flächen nichts Besseres einfällt als historisches Kulturgut zu zerstören, damit ihre Traktoren über glatte Fahrbahnen auf den Acker tuckern können? Bis jetzt hatte ich eigentlich immer Verständnis für die Bauern und bevorzuge Produkte der Region, aber warum Rücksicht nehmen, wenn diese Egozentriker nicht einmal selbst dazu in der Lage sind? Und mal Ehrlich, da wird gejammert über sinkende Erzeugerpreise, Milch ist da nicht das einzige Beispielt, aber auf der anderen Seite wird Geld zum Fenster rausgeschmissen, wer braucht diese Betonpisten und haben die Bauern wirklich keine anderen Probleme, als gut betonierte Feldwege? Wie es scheint nicht, ansonsten würden solche Aufträge nicht vergeben werden!

Nun gut, es ist leider so und als die Maßnahme ausgelegen hat, war die notwendige Sensibilität wie es scheint nicht vorhanden, nur sollten die Bauern aufhören zu jammern, unter diesen Umständen ist Jammern alles andere als Glaubwürdig. Und was soll es, die nächste Straße kommt, sie wird Felder durchschneiden, Anbaufläche vernichten, die Bauern werden zufrieden sein und dankbar für die anschließend betonierten Feldwege, wenn es sie dann gibt.

Es ist nicht unbedingt der Belagwechsel, welcher zwar zum Verlust von Kulturgut führt, eher ist es die Sinnlosigkeit dieser Tat, denn wem nutzt sie und wer wird das ganze bezahlen? Als ob die Stadt keine anderen Probleme hat, als Feldwege neu zu belegen!      


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URL zum Artikel: http://kucaf.de/2009/06/19/neue-wege-braucht-der-bauer/

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[1] Hier: http://kucaf.de/2009/06/09/demokratie-in-qlb/
[2] Beitrag: http://buergerforum-qlb.de/blog/?p=25
[3] Betonspurbahnen ersetzen rund 100 Jahre altes Pflaster: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1237374006344&openMenu=1121028317468&calledPageId=1121028317468&listid=1121028317460

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