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Ja, auch Berufspolitiker …

Dieser Eintrag stammt von Toguelo Am 21.6.2009 @ 14:07 In Spuren/Gefunden | Keine Kommentare

Ja, auch Berufspolitiker sind gezwungen ihre Arbeitskraft zu verkaufen, wenn sie leben wollen und das nicht nur von Hartz IV! Wird meistens nur nicht als solches erkannt, auch nicht wenn ein SPD Bundestagsabgeordneter zu den Piraten wechselt. Interessant übrigens auch, wie er in der Vergangenheit [1] gestimmt hat, da war er sogar schon gegen Piraten, obwohl die Parallelen eigentlich auffallend genug sein müssten.

Also nicht gerade uninteressant, aber warum wurde für den Kampf gegen die Piraten gestimmt, wenn nun in gleichnamige Partei gewechselt werden soll? Oder ist es so, dass ein jeder sich sein Steckenpferd sucht und dieses reitet solang es geht, ohne das gesamte Feld der Politik zu berücksichtigen?

Das der Bock damit zum Gärtner gemacht wird, wie [2] hier in der Diskussion zu lesen ist, fraglich, ist es nicht eigentlich so, dass Böcke meistens selbst zum Gärtner mutieren, um sich ihr Futter zu sichern?

Er ist und bleibt Sozialdemokrat, daran lässt er keinen Zweifel, wie zu [3] lesen ist, aber da ihm das Fischen, in den angestammten Gewässern, auf Grund von überfischung, nicht mehr zum leben reicht, wird er Pirat und hält nach anderen/r „Fischen“/Beute Ausschau. Letztendlich um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, immer hin ist er ja Berufsfischer, Entschuldigung, natürlich Berufspolitiker. Die Parallelen sind gegeben, ob er sie selbst erkennt, kann man bezweifeln, einseitige Betrachtungsweisen sind in der Politik durchaus üblich, was ist eigentlich Dialektik?

Was nun seinen Kampf betrifft, die staatliche Zensurinfrastruktur ist doch längst vorhanden, es mangelt eigentlich nur an der Legalisierung. Dazu ist ein Aufhänger immer gut, welcher Volkes Gemüt erregt. Vorkommnisse, welche die Medien gern aufnehmen und breittreten, so marginal diese auch sein mögen, sind dazu besonders gut geeignet. Wohin die Reise geht, ist offensichtlich, denn wenn den Politikern wirklich das Wohl von Kindern am Herzen liegen würde, dann müssten sie sich zum Beispiel dem Straßenverkehr zuwenden, dort sterben pro Jahr entschieden mehr Kinder, als durch sexuellen Missbrauch. Aber dieses wird bestenfalls am Rande erwähnt, wer möchte schon die „Freiheit“ der Autofahrer einschränken? Die Straßen sind „sicher“, von denen geht keine Gefahr, jedenfalls nicht für das System, aus, was vom Internet nicht so gesagt werden kann, es ist das einzige freie Medium, welches die verschiedensten Gedanken zulässt und immer mehr als Alternative, zu den zu größten Teil gleich geschalteten Medien, gesehen wird.

Bei [4] heise.de findet sich die Kopie einer Erklärung der Piraten Partei zu diesem Thema, welche bei aller Diskussion Berücksichtigung finden sollte.

 


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[1] gestimmt: http://redblog.twoday.net/stories/5772556/
[2] hier: http://www.woschod.de/2009/06/21/juhu-spd-bundestagsabgeordnete-joerg-tauss-wird
-pirat/

[3] lesen: http://www.heise.de/newsticker/Joerg-Tauss-tritt-wegen-Gesetz-zu-Kinderporno-Spe
rren-aus-SPD-aus-Update--/meldung/140819

[4] heise.de: http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Pressemittelung-der-Piraten-Kopie/forum-1
61002/msg-16926087/read/

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