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Archive für 17.8.2009

Ein Weg in die Barbarei?

Ein Weg in die Barbarei?

Am 14.08. war in der MZ ein Artikel mit der bezeichnenden Überschrift: „Minister gegen Mindestlohn“ zu finden. Von und zu Guttenberg, welcher den Neoliberalismus schon mit der Muttermilch verabreicht bekommen haben muss, „ordert in Papier Entlastungen der Unternehmen“.   

Die Heiligkeit des Wettbewerbes scheint nur „mit einer weitgehenden Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und kräftigen Steuersenkungen für Unternehmen“ zu retten zu sein. Die neoliberale Rückradlosigkeit des Wirtschaftsministers zeigt Wirkung und läutet nicht nur eine weitere Privatisierungswelle herbei, welche bis in die Politik selbst reicht, sondern ist darüber hinaus dabei sich selbst jeglicher Substanz zu berauben.

Nun mögen Gleichnisse hinken, aber was würde passiert wenn man einen Menschen seiner Knochen beraubt? Sicher wird er ungeahnte Flexibilität erhalten, nur fortbewegen, aus eigener Kraft, wird er sich nicht mehr können. Ähnlich ist es in der Wirtschaft, wenn der Arbeitsmarkt weitgehend Flexibilisiert wird, wird auch dieser letztendlich seine Bewegungsfreiheit einbüßen, diese Tendenz ist heute schon gut an den prekären Beschäftigungsverhältnissen und einem steigenden Mangel an Fachleuten zu sehen. Und das umso mehr, umso weniger Geld dem Staat zur Verfügung steht, um die entstehenden Disproportionen auszugleichen. Es ist doch heute schon eine Situation entstanden, welche durch eine wachsende Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse gekennzeichnet ist und nur funktioniert weil der Staat auf Hartz IV Niveau aufstockt.

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Nochmals zu diesem Thema, …

Nochmals zu diesem Thema, welches immer wieder Meinungen hervorbringt und so auch ein älterer Beitrag von mir kommentiert wurde. Eine Antwort blieb ich hier nicht schuldig:

Nun Jungsiegfried,

es möge sein das Arbeitskräfte nur Werkzeuge sind, für Unternehmen sind sie  in erster Line aber eine Ware! Diese erwerben sie nur wenn sie diese auch brauchen und sie brauchen diese, auch die “überflüssigen”! Welche sie aber nicht erwerben müssen. Gepflegt werden diese nicht, wohl wahr, am Leben gelassen schon, denn auch sie werden gebraucht und das nicht nur als Reservearme zur ständigen Verfügbarkeit, sondern auch als Druckmittel, um die nicht Überflüssigen gefügiger zu machen.

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