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August 2009
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Archive für 23.8.2009

Eine Kritik an der Linken!

Eine Kritik an der Linken.

„Der Kapitalismus ist nicht zu „gestalten“, sondern abzuschaffen.“ Eine Feststellung aus diesem Text, welcher interessant ist und zum Nachdenken anregt. Die Probleme des Kapitalismus sind im Kapitalismus nicht zu lösen, so das Kredo. Eine Lösung der Probleme ist eigentlich nur möglich, wenn dem Prinzip Hoffnung abgeschworen wird und nicht viel versprechenden Illusionen hinterher gejagt. Dazu sind aber einige Erkenntnisse von Nöten, auch die, dass es die Mühe nicht lohnt, Versuche zu starten dieses System zu retten, es wird an seiner eigenen Egozentrik ersticken, von seinem eigenen Wachstumszwang erschlagen werden, an den eigenen Blasen ersticken.

Im System angekommen, sieht die Linke ihre Aufgabe im Gesundpflegen des Kapitalismus und das in einer Zeit, wo es eigentlich existenziell notwendig wäre ihn in die Grube zu verfrachten. Die Schulden, welche heute zur Rettung des Systems aufgenommen werden, erledigen sich in dem Moment, wo sie das System selbst erdrosseln und man wird sehen, das Leben geht weiter, auch ohne den jetzigen Ballast.  

 

Zu einem Gastkommentar.

Zu einem Gastkommentar.

Zum HRE-Untersuchungsausschuss findet sich in der Jungen Welt vom Wochenende ein Gastkommentar des Vertreters der Fraktion Die Linke, im Ausschuss. Wenn man diesen Beitrag ließt überkommt einen ein Gefühl von Erfolg. „Viele Ergebnisse“, so die Schlagzeile und drei werden benannt. Ja, dieser Ausschuss war erfolgreich, so die Intention und „das bisherige Ergebnis hat nun offenbar auch die letzten überzeugt:“ und das, weil Versagen der Bankenaufsichtsbehörden festgestellt wurde, als ob dieses nicht für jeden halbwegs realistisch denkenden Menschen offensichtlich war. Aber es geht weiter und auch anderes Allgemeinwissen wird im Ausschuss schwer errungen, „Der Ausschuss hat dreierlei aufgezeigt. Zum einen hat es im Krisenmanagement von Regierung und Finanzaufsicht eine Vielzahl von Pannen und Fehlern gegeben.“ Als ob dieses nicht schon lange bekannt war, aber immerhin, jetzt verfügen auch die Abgeordneten des Bundestages über dieses Wissen. Die Ursachen dafür werden in der Bürokratie, in welcher manches schon mal versickert, oder in bewusster Ignoranz gesehen. Nur warum dieses geschehen konnte, warum in der Bürokratie versickern kann, oder Ignoranz so erfolgreich ist, diese Frage wurde anscheinend negiert und so auf halben Wege stehen geblieben.

Ähnliches trifft für Erfolg, oder Feststellung Nr. 2 zu, den „zweitens hat der Ausschuß deutlich gemacht, daß es in Deutschland, anders als z. B. in der Schweiz, keine organisierte Vorbereitung auf die Krise gegeben hat.“ somit blieb nichts anderes übrig als sich überraschen zu lassen. Eine glorreiche Erkenntnis, nur warum es keine organisierte Vorbereitung gab, woran dieses gelegen hat, wer weiß, ist ja auch nicht so wichtig. Es war wahrscheinlich der Glaube an den Klapperstorch, oder doch der Glaube an die selbstregulierenden und heilenden Kräfte des Marktes, verbunden mit konsequent praktizierter neoliberaler Politik! Wie dem auch sei, wichtig die Erkenntnis der Tatsache, dass die deutsche Politik unvorbereitet, im Gutglauben an die Segnungen des Systems, wie von einem Blitz aus heiterem Himmel getroffen wurde und der Regierung erst einmal nichts anderes eingefallen ist, außer den Banken noch Geld hinterher zu schmeißen. Macht man auch so, wenn jemand in einem Bodenlosen Sumpf versinkt, wird eben noch mehr Wasser in den Sumpf gekippt! Wahrscheinlich in der guten Hoffnung diesen trocken zu legen.

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Zum Wahlkampf.

Zum Wahlkampf.

Nun gibt es Beschwerden, ein vermeidlicher Gegner stellt sich scheinbar nicht der Auseinandersetzung. Die Ritter für Fortschritt, Demokratie, Veränderung und was nicht noch alles für ehre Vorhaben aufs Schild gekritzelt wurden, haben ihre Streitrösser gesattelt, die Schwerter geschärft, die Lanzen gespitzt und reiten im gestreckten Galopp dem „Feinde“ entgegen. Und was macht dieser, er verweigert sich selbst dem üblichen Schaukampf und reitet weiter seines Weges. Ergebnis des Ganzen, im vollem Galopp wird ins Leere geritten, bis man an der Wand des Schweigen zerschellt.

Hier nun wurde ein Beitrag verlinkt, welcher ein wenig diskutiert wird und wie nicht unüblich werden auch wieder falsche Schlüsse gezogen, denn die Ruhe vor dem Sturm zeugt sicher nicht von Konzeptlosigkeit.

Macht man sich die Mühe den Beitrag seinen Inhalten nach zu sondieren und nimmt gerade die Aussagen der SPD-Politiker genauer unter die Lupe, so kann eigentlich nur festgestellt werden, dass die Wahlkampfhelfer der Bundeskanzlerin gute Arbeit leisten. Warum soll sie überhaupt noch in Erscheinung treten? Besser könnte sie es ohnehin nicht machen.

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