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Zum Wahlkampf.

Dieser Eintrag stammt von Toguelo Am 23.8.2009 @ 15:16 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare

Zum Wahlkampf.

Nun gibt es Beschwerden, ein vermeidlicher Gegner stellt sich scheinbar nicht der Auseinandersetzung. Die Ritter für Fortschritt, Demokratie, Veränderung und was nicht noch alles für ehre Vorhaben aufs Schild gekritzelt wurden, haben ihre Streitrösser gesattelt, die Schwerter geschärft, die Lanzen gespitzt und reiten im gestreckten Galopp dem „Feinde“ entgegen. Und was macht dieser, er verweigert sich selbst dem üblichen Schaukampf und reitet weiter seines Weges. Ergebnis des Ganzen, im vollem Galopp wird ins Leere geritten, bis man an der Wand des Schweigen zerschellt.

[1] Hier nun wurde ein Beitrag verlinkt, welcher ein wenig diskutiert wird und wie nicht unüblich werden auch wieder falsche Schlüsse gezogen, denn die Ruhe vor dem Sturm zeugt sicher nicht von Konzeptlosigkeit.

Macht man sich die Mühe den Beitrag seinen Inhalten nach zu sondieren und nimmt gerade die Aussagen der SPD-Politiker genauer unter die Lupe, so kann eigentlich nur festgestellt werden, dass die Wahlkampfhelfer der Bundeskanzlerin gute Arbeit leisten. Warum soll sie überhaupt noch in Erscheinung treten? Besser könnte sie es ohnehin nicht machen.

Und was wird ihr denn eigentlich zu Vorwurf gemacht? Eigentlich doch nur, dass sie sich nicht an diversen Schlammschlachten beteiligt, sich nicht als Zielscheibe zur Verfügung stellt. Wie an einem Spiegel prallen so die Vorwürfe der Gegner ab und erreichen treffender Weise ihren Ausgangsort.

Auch ist dieses „Nichtsagen“ eine sehr klare Aussage, an der Politik wird sich nichts ändern, es werden weiter Kriege geführt, die Umverteilung von Unten nach oben wird sich beschleunigen, der Raubbau an der Natur forciert und das mit all seinen Konsequenzen. Damit könnte sie sogar Erfolg haben, denn wer glaubt schon den Versprechungen einer SPD, welche diese Politik entscheidend mitgestaltet hat und das schon mit ihrem vorherigen Koalitionspartner. Damit erledigen sich die Grünen ebenfalls als Alternativ zur gegenwärtigen Politik und somit laufen auch deren angebliche Alternativen ins leere.

CSU und FDP sind von vornherein schon keine Alternative zur gegenwärtigen Politik, wollen sie auch nicht sein. Das sie sich gegenseitig angreifen liegt eher darin begründet, dass sie ihre Ausgangsposition in einer zukünftigen Regierung unter Frau Merkel verbessern wollen. Immerhin bedeuten entsprechende Anteile, auch entsprechende Ministerpöstchen.

Um die letzte Partei im offiziellen Politiktheater nicht zu vergessen, die Partei Die Linke hat auch nicht gerade das Potenzial sich als Alternative zu etablieren, zwar ist sie die einzige Partei, in diesem Zirkus, welche konsequent gegen Kriegseinsätze ist, nur in Regierungsverantwortung ist sie all zu schnell bereit ihre Ideale dem Machtklüngel zu opfern und warum sollte dieses gerade auf Bundesebene anders sein, als auf Landesebene.

Wie es aussieht kann sich Frau Merkel beruhigt zurücklegen, und den anderen Parteien ihren Wahlkampf machen lassen. Das diese das können, haben sie in letzter Zeit recht Überzeugend bewiesen. Dass sie nun das bockige Kind geben, weil anscheinend keiner mit ihnen Spielt, jedenfalls nicht der gewünschte Spielfreund, kann auch als Ausdruck eines erfolgreichen Wahlkampfes der CDU gesehen werden.

Es wäre auch Naiv anzunehmen, dass es in der bürgerlichen Parteiendemokratie um Alternativen zur Lösung von Problemen in diesem Land gehen würde. Ihre Beschränktheit zeigt sich auch gerade im gegenwärtigen Zirkus, welchen man als Wahlkampf bezeichnet und wo es letztendlich nur um einem Platz am Napf der Macht geht.

 

 


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-Taktik.html

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