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Mit Kritik bedacht und das …
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 25.8.2009 @ 23:55 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 5 Kommentare
Mit Kritik bedacht und das umfassend, wurde ein Beitrag in der Jungen Welt.
Ich bin nun geneigt zu behaupten das ein jeder Mensch über gesunden Menschenverstand verfügt, auch wenn es Menschen geben möge die die Fähigkeit verlernt haben diesen entsprechend zu gebrauchen. Das Internet ist nun ein Medium welches viele Möglichkeiten bietet und jedem offen steht und dadurch gegebenen Falls auch hilft den gesunden Menschenverstand zu reanimieren und zu trainieren. Das es auf Grund dieser Tatsache auch umfassend genutzt wird, sollte eigentlich nicht verwundern.
In der Jungen Welt findet sich ein [1] Beitrag welcher an [2] anderer Stelle Kritik erfährt, und ich muss sagen zu recht! Aber nicht nur dort, sondern auch in der Zeitung selbst, ein Blick auf die Leserbriefe zum Artikel gibt Aufschluss. Und ehrlich geschrieben, ich kann mich nicht erinnern in der Jungen Welt einen nur annähernd so oberflächlich, und überheblich geschriebenen Artikel gelesen zu haben.
Nun habe ich sicher nicht alles gelesen, aber ich bin enttäuscht. In dem Artikel wird nicht nur oberflächlich, arrogant und überheblich geurteilt, sondern auch fehlende Kontrollinstanz bemängelt, was eigentlich der Schrei nach Zensur ist. Es wird nicht geurteilt, es wird verurteilt und es wirft sich die Frage auf und das nicht nur wenn man die letzten Sätze liest, warum dieser Artikel überhaupt geschrieben wurde: „Nicht einmal die Geschickteren unter den Bekloppten dürften in der Lage sein, den völlig Ausgetickerten die für eine politische Bewegung im wirklichen Leben nötige Disziplin aufzuerlegen. Weshalb von dieser virtuellen Bewegung für die reale Welt auch keine Gefahr ausgeht. Nervtötend ist sie trotzdem.“
Einmal davon abgesehen, dass hier Disziplin auferlegt werden soll, also die Einsicht in die Notwendigkeit, die bewusste Tat negiert wird, wird auch festgestellt das von dieser Bewegung für die reale Welt keine Gefahr ausgeht, also, warum die Aufmerksamkeit? Wollte hier der Autor etwa nur etwas Frust ablassen?
Und mal ehrlich, wenn etwas so „nervtötend“ ist, warum wird sich dem nicht einfach entzogen? Das Internet bietet diese Freiheit, ich muss mir nichts antun, was ich mir nicht antun will und es Tut mir auch bis jetzt keiner etwas an, wenn ich es nicht will, jedenfalls nicht im Internet.
Letztendlich möchte auch Auseinandersetzung gelernt sein, dazu gehört nicht nur die Fähigkeit lesen und schreiben zu können. Das Internet bietet Möglichkeiten welche vielen Menschen ansonsten versagt bleiben, so könne sie sich nicht nur umfassende Informationen erschließen, sondern auch ihre Meinung in die Welt hinaus schreiben, was in den klassischen Medien kaum möglich ist. Aber auch mit diesem Medium ist es wie mit vielem anderen, der Umgang möchte gelernt sein. Das es da auch Störfeuer gibt und das um so mehr, um so mehr das Internet an Bedeutung gewinnt, ist eigentlich nicht verwunderlich.
Ich gehe mal davon aus, dass auch die Meinung der Leser, welche sich in den Leserbriefen zeigt, der Redaktion zu denken gibt.
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[1] Beitrag: http://www.jungewelt.de/2009/08-25/007.php
[2] anderer Stelle: http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/08/25/die-simple-welt-des-henning-boeke
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