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Ein weiterer Gedanke!

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 29.8.2009 @ 02:08 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare

Ein weiterer Gedanke!

Auch [1] hier wird dieses [2] Thema diskutiert, wie an anderen Orten im Internet auch.

Eines hat der Autor des [3] Beitrages in der Jungen Welt also erreicht, Aufmerksamkeit! Ob er diese nun verdient hat, nun ja, sicher, ob sie dem entspricht was er sich vielleicht versprochen hat, wer weiß? Auch für so [4] manche Seite wird kräftig Werbung gemacht und es ist Interessantes zu finden. In oben genannten Beitrag finden sich einige Hintergründe, welche im Netz auch gut nachzuvollziehen sind. Selbst wenn da auch einige „eigene Wäsche“ gewaschen wird, ist der Beitrag interessant, vielleicht aber auch gerades deshalb!

Auch möge der Schuss nach hinten losgegangen sein, die ursprüngliche Ausrichtung gibt trotzdem zu denken, genauso wie die Form, welche genutzt wurde. Andererseits berücksichtigt der ursächliche Artikel die reale Welt kaum. Dabei kann durchaus davon ausgegangen werden, dass diese sich im Internet nur widerspiegelt, unter Umständen etwas verzerrt, aber immer hin. Aber nicht nur in diesem Zusammenhang wird der alltägliche Faschismus, welcher lange schon wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und seine Salonfähigkeit bewiesen hat, vergessen. Es sind die offen hervortretenden Extreme am Rande, welche all zu oft einziger Gegenstand der Betrachtung/Kritik sind und die gern geopfert werden, um sich selbst rein zu waschen. Die prügelnden Knaben, welche in der Regel aus dem Lumpenproletariat rekrutiert werden, werden schnell zu Prügelknaben und als Blitzableiter gebraucht, um vom eigentliche Problem des Faschismus und dessen Ursachen abzulenken.

Vergessen wird auch nicht, oder besser, es wird unterstellt, dass viele Menschen nicht in der Lage sind, faschistisches Gedankengut zu erkennen und sich mit diesem auseinanderzusetzen. Leider ist dem oft sogar so, aber um dieses Festzustellen braucht man sich nicht ins Internet zu begeben, ein Blick ins Lebensumfeld kann da schon aufschlussreicher sein. Aus dieser Tatsache nun zu schlissen, dass die Menschen vor solchen Machenschaften und Einflüssen geschützt werden müssten und sie aus diesem Grund nicht damit konfrontiert werden dürfen, ist völlig daneben, an der Realität vorbei und kontraproduktiv. Es kann nämlich nicht darum gehen Menschen Auseinandersetzung mit allgemein gesellschaftlichen Problemen vorzuenthalten, sondern darum sie zur Auseinandersetzung zu befähigen. Das Internet bietet gerade dafür hervorragende Voraussetzungen. Es führt sogar dahin, dass immer mehr Menschen solche Fähigkeiten wieder erlernen, in dem sich offensiv mit anderer Meinung auseinandergesetzt wird. Selbst die teilweise und oberflächliche Anonymität im Netz befördert dieses, sie ermöglicht nämlich das machen von Fehlern, und das man sich sogar „blamieren“ kann, ohne dass bis jetzt irgendjemand in der realen Welt mit den Finger auf einen Zeigt. Dieser Fakt ist nicht zu unterschätzen, zu vernachlässigen, in einer auf die Simulation von Perfektion ausgerichteten Welt, wo die Fehler, immer die Fehler der anderen sind. Wer aber keine Fehler macht, kann aus diesen auch nicht lernen. Letztendlich hat alles seine Zeit und auch eine Zeit, und Veränderungen sind in der Anonymität nicht zu realisieren.

Einen realistischen Grund zum Klagen haben natürlich all jene, welche mit Unwissenheit und Dummheit Geld verdienen. Wissen ist Macht, zwar können einige nicht genug Macht haben, nur ist ihnen breite Macht, geteilte Macht ein Dorn im Auge. Das Internet bietet Wissen, welches aber die Fähigkeit voraussetzt es sich selbst zu erwerben, eine Fähigkeit, welche das Imperium nicht gern sieht. Menschen, welche man eigentlich versucht nur mit dem Wissen auszustatten, welches sie benötigen um fürs Imperium richtig zu funktionieren, fangen an selbst zu denken, sich Wissen selbständig zu erschließen und anzueignen, werden schon als gefährlich angesehen. Das ist gefährlich, es kann ins Auge gehen, soetwas darf nicht sein, so die Intention. Das dieses von oben genannter Tageszeitung unterstützt wird, ist nicht nur enttäuschend, es stimmt auch traurig. Dabei hatte ich doch gerade in der Jungen Welt einmal ein Zitat von Peter Hacks gelesen, welches in der Aussage gipfelte, wer Medien hat, braucht keine Zensur! Nun gut, man muss sich ja nicht von seiner Trauer erdrücken und leiten lassen.

Auch hier gilt es, der Umgang möge gelernt sein!   

     


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[2] Thema: http://kucaf.de/2009/08/25/mit-kritik-bedacht-und-das/
[3] Beitrages: http://www.jungewelt.de/2009/08-25/007.php
[4] manche Seite: http://kucaf.de/2009/08/27/antwort-auf-einen-kommentar/

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