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Individuelle Stadtführung!
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 18.9.2009 @ 15:00 In Stadtführung, Gedanken | 3 Kommentare
Individuelle Stadtführung!
Heute habe ich wiedereinmal Feriengäste durch Quedlinburg geführt, eine Familie, Vater, Mutter, Kind. Die Führung begann am Quartier der Familie in der Goldstrasse und führte am Schreckensturm vorbei, durch das Neuendorf, dem Kornmarkt, Marktkirchhof, über den Marktplatz, an der Blasiikirche vorbei, den Ritterplatz tangierend auf den Münzenberg. Dort angekommen nahmen wir im Kaffee, von dessen Terrasse man einen herrlichen Blick über die Stadt und zum Schlossberg hinüber hat, platz. Bei einer Tasse Kaffee erklärte ich einige Sehenswürdigkeiten der Stadt und es entspann sich ein interessantes Gespräch. Nach dem wir uns länger als 30 Minuten im Kaffee aufgehalten und unterhalten hatten, ging es noch eine Runde über den Münzenberg, das Museum hatte leider gerade geschlossen und so verließen wir den Berg auf der Seite zum Mühlgraben hin. Die Atmosphäre, welche man auf dem Münzenberg, mit seinen kleinen Häuschen und den noch vorzufindenden Resten der ehemaligen Klosteranlage erlebt, ist durchaus beeindruckend. Gern verweise ich auch darauf, dass man in Quedlinburger die verschiedensten Atmosphären auf sich wirken lassen kann.
Sie können durchaus auch gegeneinander Wirken und erschließen so sehr gut die Vielschichtigkeit dieser Stadt. Es ist das Leben in dieser Stadt und die Spuren welche es hinterlassen hat, die Quedlinburg so interessant macht. Hier muss man nicht auf Spurensuche gehen, hier sind die Spuren da, all gegenwärtig und unübersehbar, zwingend sie zu ordnen. Quedlinburg ist eine Stadt für „Wiederholungstäter“, welche sich auf den ersten Blick nicht erschließen lässt, die Eindrücke sind sehr Vielschichtig, die Spuren überschneidend und überdeckend. Und so sind auch meine Gäste „Wiederholungstäter“, mit welchen ich mich nach Besuch des Münzenberges in Richtung Schlossberg begab, diesen südlich tangierte und Richtung Wordgarten verließ. Es war eine interessante Führung und nach über drei Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt.
Solche individuellen Stadtführungen haben schon etwas für sich, erstens können Ruten gewählt und Ziele angesteuert werden, welche für größere Gruppen nur schwer möglich sind. Nicht gerade diese Runde, welche ich heute mit meinen Gästen gegangen bin, die ist durchaus Gruppen tauglich, aber zum Beispiel Abstecher auf Kirchtürme, oder andere interessante Aussichtspunkte und Ecken, welche größere Gruppen Räumlich und Zeitlich nicht zulassen. Und zweitens lehrt man seine Gäste besser kennen, die Gespräche können somit punktueller und differenzierte geführt und die Ziele entsprechend ausgesucht werden .
Interessant könnten sicher auch Fotoführungen sein, auch wenn es in Quedlinburg an Motiven nicht mangelt, gibt es doch recht interessante Blickwinkel, welche so einfach nicht zu finden und zugänglich sind.
Wichtig ist immer auch, jedenfalls für mich, das es Spaß macht und man sich erlauben kann, auch einmal die Zeit zu vergessen.
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