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Angst, Gewalt und Wahlkampf.
Dieser Eintrag stammt von Toguelo Am 20.9.2009 @ 16:53 In Krieg und Frieden, Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare
Angst, Gewalt und Wahlkampf.
Das „[1] Spiel mit der Angst“, in Zeiten des Wahlkampfes, ein Mittel zum Sieg?
Ja, der Terrorismus bedroht dieses Land und mit kugelsicheren Westen wird Wahlkampf geführt, so der Grundtenor des verlinkten Beitrages.
Nun wurde bis jetzt in diesem Land nur Terror simuliert, mit dem Ziel Ängste zu schüren und Bürgerrechte einzuschränken. Auf der anderen Seite werden durch die Bundeswehr aber [2] Terrorakte in Afghanistan praktiziert, ein Land mit „[3] Nichtkrieg“ überzogen. Also ist durchaus die Frage erlaubt, wem diese Terror- und Antiterrormaßnahmen dienen. Ja, von wem geht die eigentliche Terrorgefahr aus?
Es wird mit der Angst gespielt, mit der Angst der Bürger, vor einer Gefahr, die aber ehr von gegenwärtig, praktizierter, deutscher Politik ausgeht.
Damit diese Politik ihre Fortsetzung finden kann, wird Gefahr suggeriert und versucht Angst im eigenen Interesse zu instrumentalisieren. Frei nach dem Motto, wählt Sicherheit, wählt Schwarz/Gelb, wählt jene Kräfte, welche den Dieb mit dem eigenem Messer im Rücken fangen wollen. Martialisch aufziehende Polizisten, gut gerüstet, Angst verbreitend, sind ein guter Vorwand.
Schon interessant, wie das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger geweckt werden soll, dieses Sicherheitsgefühl setzt natürlich ein subjektives Angstgefühl voraus.
Komischerweise gibt es immer passend zum Anlas entsprechende Drohungen und auch Nutznießer dieser. Im Regelfall sind die „Parteien der Sicherheit“ gern bereit diesen Ball aufzunehmen und ihn in ihrem Interesse zu spielen. Wundern würde es nicht, wenn der Ballspieler auf der Gehaltsliste der Profiteure stehen würde, was auch nicht unbedingt neu wäre.
Warum nun im Vorfeld der Wahlen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden, wo doch die Drohung eindeutig auf das Wahlergebnis gerichtet ist und mit entsprechender Vergeltung nach den Wahlen gedroht wird, fraglich, die Anordner der Maßnahmen werden schon ihren Grund dafür haben. Ist ja Wahlkampf und es wird Stärke demonstriert. Hier wird versucht eine Wählerschaft zu instrumentalisieren.
Dieses Land ist hoch Gerüstet und führt Krieg, über die Folgen dessen sollte man sich aber keine Illusionen machen und man hat sie sich selbst zuzuschreiben. In dieser Auseinandersetzung wird Vernunft gegen Stärke gesetzt. Die Vernunft fordert ein Ende des Krieges, einen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan und die Unvernunft fordert ein weiter so, sie demonstriert Stärke, erklärt sich als nicht erpressbar und setzt die eigenen erpresserischen Methoden auch gegen das eigene Volk ein und durch.
Interessant aber auch dieser Abschnitt: „Ein leitender BKA-Beamter, der nicht genannt werden will, sagte dieser Zeitung allerdings bereits vor einigen Wochen, im BKA sei man zurzeit “nervös wie noch nie”. Die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags in Deutschland schätze man “im zweistelligen Bereich” ein. Deutschland sei zurzeit eher gefährdet als die USA, Großbritannien oder Israel, gerade weil al-Qaida Deutschland als einen “Freund auf Abwegen” betrachte. Es gebe ein “erhöhtes Grundrauschen” und weil al-Qaida Deutschland als einen “Freund auf Abwegen” betrachte, was auf eine Anschlagsvorbereitung hindeute. Konkret habe man Angst vor dem Abschuss eines Passagierflugzeugs kurz nach dem Start oder beim Landeanflug.“
Da haben wir nicht nur den ominösen, nicht genant werden wollenden BKA-Beamten, sondern das dieser auch die Gefahr eines Anschlages sehr hoch einschätzt, „weil al-Qaida Deutschland als einen “Freund auf Abwegen” betrachte“.
Ein Freund auf Abwegen, also zog man sich dies Kind, welches heute den Eltern mit Prügel droht, wenn sie ihre Liebe entziehen! Alle Achtung! Das al-Qaida ein Ziehkind US-amerikanischer Politik ist, ist hinlänglich bekannt, hinlänglich bekannt dürfte aber auch sein, dass diese „Liste“ immer noch von imperialer Politik für ihre Interesse gebraucht wird. So also auch für deutsche, imperiale Interessen, welche mit Hilfe einer schwarz/gelben Regierung sicher am besten zu verwirklichen wären. Es wird Angst im Volk gebraucht, al-Qaida kann helfen! Und so wird vom großen Unbekannten ein „erhöhtes Grundrauschen“ ausgemacht und was immer da auch am Grunde rauscht, es wird Bewegung festgestellt und Gefahren an die Wand gemalt. Der Beweis für die Gefahr ist das Grundrauschen und die Bewegung, das Ziel wird ausgemacht, es geht um Sicherheit!
Der gesamte Text ist in einer sehr spekulativen Form abgefasst, deutet an und vermutet, Beweise gibt es nicht, nur Angst ist zu spüren, Angst, die Wahlen verlieren zu können.
Zu guter letzt wird auch noch von dem eigentlichen Profithören abgelenkt, in dem die Partei Die Linke, als einzige, im Bundestag vertretene Antikriegspartei, Nutzen von der Drohung unterstellt wird. Diese hat natürlich nichts anderes zu tun, als in den Gefahrengesang einzustimmen, anstatt ihre Forderungen nach Frieden zu untermauern, sowie Hintergründe für Krieg und Gewalt offen zu legen. Sich verteidigend werden alle Schattengefechte des politischen Gegners schon mal als Friedenswille interpretiert, um sich den Verdacht des Nutznießers zu entziehen. Dabei wird nicht einmal davor zurückgeschreckt wie der Blinde über die Farbe zu urteilen, sondern auch nicht berücksichtigt, wer diesen Vorwurf überhaupt hervorbringt und davon partizipiert! Das die Partei Die Linke nicht darüber nachdenkt, wem solche vorwürfe dienen, ist aber nicht neu, lieber zieht man sich zurück und verteidigt sich defensiv.
Und was betont „Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz, …, durch solche Drohungen lasse sich die deutsche Politik in ihrer Afghanistan-Politik in keiner Weise beeinflussen. “Wir lassen uns nicht hinbomben in eine bestimmte Richtung.”“ Nun ja, lieber bombt man selbst dahin! In welche Richtung das ganze geht, fraglich und gerade in Kriegen stimmen die Ziele mit den Ergebnisse eigentlich nie überein!
Letztendlich taugt Gewalt immer nur dazu neue Gewallt zu zeugen!
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[1] Spiel mit der Angst: http://www.welt.de/die-welt/politik/article4573874/Spiel-mit-der-Angst.html
[2] Terrorakte: http://kucaf.de/2009/09/11/gedanken-zum-krieg/
[3] Nichtkrieg: http://kucaf.de/2009/07/23/kein-krieg-in-afghanistan/
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