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Eine weitere Einschätzung zur Wahl.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 29.9.2009 @ 10:39 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 2 Kommentare
Eine weitere Einschätzung zur Wahl.
Nun sind die Wahlen Geschichte und in den einzelnen Parteien wird mit den Nachwehen gerungen, gerade die SPD windet sich schmerzverzerrt in ihrem Elend. Schwarz/Gelb hingegen frohlockt und rüstet zum Kampf, in dem erst einmal die gemeinsame Richtung fest gezerrt wird und Schritte gemeinsamen Vorgehens bestimmt werden. Im Vorfeld der Verhandlungen wird von CDU-Seite nicht versäumt darauf zu verweisen, dass die Kanzlerin eine Kanzlerin des ganzen Volkes sein möchte und bestimmte Änderungen mit ihr nicht machbar seien. Aber allein schon der Verweis auf solche, vom gelben Partner geforderte und von CDU-Kreisen in der Vergangenheit schon benannte Veränderungen, zeigt wohin es geht. Warum auch gleich die Maske gänzlich fallen lassen, erst einmal gibt man sich zufrieden damit, bestimmtes in Frage zu stellen. Allein dieses in Frage stellen, zum Beispiel des Atomausstiegs, beflügelt schon die Spekulanten an den Börsen , welche besonders über schwarz/gelb frohlocken, und die Kurse der entsprechenden Konzerne steigen schon mal in die Höhe.
Die SPD hingegen hat abgewirtschaftet, dass System hat sie zerschlissen und ausgespuckt, eine neue sozialdemokratische Partei steht bereit, am System wird auch diese nichts ändern, selbst wenn sie noch sozialer, demokratischer und friedlicher Auftritt, als die SPD. Sie hat sich zu einem Bestandteil dieses Systems entwickelt und wird maximal marginale Korrekturen für die Menschen erreichen können. Ein zurück zu den Wurzeln wird ausgeschlossen, so wird sie an den Gesetzmäßigkeiten dieses Systems nichts verändern können und es wird ihr nichts anderes übrig bleiben diesen zu entsprechen. Es sei denn, es würde das kapitalistische System selbst zur Disposition gestellt!
[1] Hier findet sich ein interessanter Beitrag, welcher diese Wahl treffend analysiert und mit interessanten Schlüssen endet. Wobei die Umsetzung der Forderungen sind für dieses System als Illusion erweisen werden. Aus diesem Grund und zur Ergänzung möchte ich nochmal auf einem [2] Beitrag verweisen, welchen ich [3] hier schon einmal verlinkt hatte und dem folgende zwei Zitate entnommen sind.
„Egal welche Regierungskoalition am Ruder ist, sie kann nur die Verlaufsform einer Krise der Staatsfinanzen modulieren, die ebenso historisch ist wie die Krise der Finanzmärkte und der Weltkonjunktur. Die Absenkung aller Transfereinkommen unter das Existenzminimum und die endgültige Liquidierung der öffentlichen Daseinsvorsorge wird zur unausweichlichen Konsequenz der systemischen Krisenbedingungen, die von der Politik nur exekutiert werden können, weil das Kapitalverhältnis nun einmal ihre Voraussetzung bildet.“
„Der Kapitalismus ist nicht zu „gestalten“, sondern abzuschaffen.“
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[1] Hier: http://www.arbeitermacht.de/infomail/447/wahlbilanz.htm
[2] Beitrag: http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=autoren&index=19&posnr=4
23&backtext1=text1.php
[3] hier: http://kucaf.de/2009/08/23/eine-kritik-an-der-linken/
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