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September 2009
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Archive für 30.9.2009

Gedanken zu religiösem Glauben.

Gedanken zu religiösem Glauben.

Nun gab es auf meinen Kommentar eine Antwort und wie es scheint bin ich vielleicht etwas undifferenziert an die Problematik herangegangen. Undifferenziert dahingehend, dass bestimmte Praktiken der Religionsausübung durchaus befreienden Charakter haben können. Befreiend aber nur im Sinne von entlasten, durch Beeinflussung bestimmter Machtstrukturen, nicht aber deren Negierung. Einen Punkt, eine Voraussetzung für Freiheit schließt Religion an sich schon aus, nämlich die Freiheit des Denkens. Die Freiheit des Denkens vollbringen auch nicht die Freiheitstheologen, sie geben ihrem Gott aber dem ihm genommenen Charakter zurück.

Bevor der christliche Gott ein allgemeiner, alles und damit nichts Gott wurde, war er ein befreiender Gott, er führte das Volk Israel aus die Knechtschaft, er befreitet es. Diese Eigenschaft wurde ihm genommen, wäre ja noch schöner, wenn ein Glaube, welcher der Manifestierung von Herrschaft dienen soll, sich auf einen befreienden Gott berufen würde. Religion ist auch immer Mittel zum Zweck, nie Selbstzweck, denn verschiedensten Interessen geschuldet, für die verschiedensten Interessen genutzt, gebraucht und missbraucht, wird sie dem jeweiligem Zweck entsprechend eingesetzt. Auch sie unterliegt den Wandlungen der Zeit, den gesellschaftlichen Entwicklungen und entspringt den sozialökonomischen Verhältnissen. Aber selbst die Rückkehr zu den Ursprüngen beendet die Unfreiheit religiösen Glaubens nicht. So wie Religion nicht wissenschaftlich sein kann und ist, so ist religiöses Denken auch in keiner Weise frei, es unterliegt den jeweiligen, religiösen Konventionen und Vorstellungen.

Dieses bedeutet aber nicht, dass nicht gemeinsam mit religiös gläubigen Menschen für gesellschaftlichen Fortschritt gekämpft werden kann. Ein gemeinsamer Kampf gegen Ausbeutung, Unterdrückung, gegen Krieg, für Frieden ist durchaus möglich und notwendig, auch ein gemeinsamer Einsatz für Toleranz und gegenseitige Achtung.

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Gedanken zur Wahl, Religion und Politik!

Gedanken zur Wahl, Religion und Politik!

Ein weiterer Kommentar:

Hallo Sepp,

nun wird die Seite politisch justiert sein, ihr Ausgangspunkt eher zurückgewandt, was gesellschaftliche Entwicklung betrifft. Das muss ja nicht hinderlich sein, wenn es um die Einschätzung und Wertung gegenwärtiger Ereignisse geht. Nur wo wird das Ziel des Kampfes gesehen? Denn für irgendetwas wird ja eingetreten! Und wenn ich die Seite recht verstehe, so geht es um die Interessen der Muslime, also einer ganz betimten religiös motivierten Gruppe, welche durch den Wahlausgang sicher auch weitere Verschlechterungen für sich befürchtet. Hier macht die Stellung des Menschen an Hand der Religion den Unterschied, nicht die Stellung des Menschen an Hand seiner Stellung zu den Produktionsmitteln.

Es spielt der Umgang mit praktiziertem Glauben eine größere Rolle, als die Trennung in Arm und Reich. Der Ausgangspunkt der Kritik führt letztendlich zum Ziel der Kritik, was soll mit der Kritik erreicht werden?

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Zwei Kommentare geschrieben.

Zwei Kommentare geschrieben.

Zwei Kommentare hab ich geschrieben, Thema: Bundestagswahl!

Mit den Ergebnissen dieser Wahl wird sich auseinandergesetzt. Der zweite Kommentar wurde geschrieben zu einem Verweiß auf einen Kommentar zur Bundestagswahl aus muslimischer Sicht und ist hier im Original zu finden. Der erste Kommentar beschäftig sich mit den “Mohren welcher seine Schuldigkeit getan hat”, sprich mit den abtretenden Führungskräften der SPD und ist hier zu finden.  

Erster Kommentar:

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