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Ein weiters E-Mail,
Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 2.10.2009 @ 11:21 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 2 Kommentare
Ein weiters E-Mail,
auch hier wird sich mit der DDR beschäftigt, genauer, mit ihrer [1] Nationalhymne.
Der Autor des Textes ist Mitglied im Deutschen [2] Freidenkerverband im Landesverband [3] Niedersachsen.
Hier der Text:
Liebe Leserinnen und Leser!
In einer Sendung des NDR Kultur wurde die DDR- Nationalhymne gespielt. Ohne Text. Der Sprecher verkündete lapidar, dass das Abspielen der DDR-Hymne mit Text eine nachträgliche Ehrung des DDR-Staates wäre. Dabei kam mir der Gedanke, diese Hymne kann doch die Nationalhymne des geeinten Deutschlands sein. Einzig was dem Vorhaben entgegensteht, ist die Politik der deutschen Regierungen seit 1990. Betrachten wir uns einige Aspekte dieser Hymne näher. Sind es nicht auch die großen humanistischen Ideale aus der Kulturgeschichte, die wir in diesem Lied der Deutschen wieder erkennen?
Die Hymne der DDR verherrlichte weder Diktatur noch Totalitarismus. Nein. Sie war, und sie ist es noch, das Programm, wie wir als Deutsche in der Welt mit allen Völkern gemeinsam leben können. Sie zeigt den Weg auf, wie wir dorthin gelangen. Aber denen gefällt sie nicht, die nur auf Profit aus sind und denen menschliche Werte nur Mittel zum Zweck sind. Für alle Menschen, die ein demokratisches Deutschland wollen, und die gegen Krieg, Ausbeutung, Sozial- und Kulturabbau zu kämpfen, ist diese Hymne Programm.
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt
Laß es uns zum Guten dienen
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
daß die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint.
Beschreibt nicht die erste Strophe den Neubeginn, das Auferstehen vor allem aus Ruinen, besonders auch von denen, die in den Menschen hinterlassen wurden. Diese geistigen und seelischen Trümmer waren und sind zu beseitigen neben den zerstörten Städten, Kulturgütern u. a.. Geografisch ist Deutschland heute vereint, menschlich noch nicht.
Ist es nicht allzu menschlich, das als die wichtigste Lehre die Sehnsucht nach Frieden ist? Aber, was die zweite Strophe beschreibt, war harte Arbeit. Und dies ist es noch heute. Der Wunsch nach Weltfrieden ist
bedroht durch militärische Kriegseinsätze, an denen auch Deutschland beteiligt ist. Noch immer beweinen Mütter ihre Söhne!
Glück und Friede sei beschieden
Deutschland, unserem Vaterland
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
Reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns vereinen
Schlagen wir des Volkes Feind
Laßt das Licht des Friedens scheinen
Daß nie eine Mutter mehr
Ihren Sohn beweint.
Die Auslandseinsätze der Bundeswehr (Kriegstouristen ) stehen dem Frieden entgegen. Des Volkes Feind, das sind nicht die anderen Völker. Habgier und Profitsucht sind unsere Feinde. Diese müssen wir bezwingen, wenn wir in Frieden leben wollen.
Laßt uns pflügen, lasst uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor,
Und der eigenen Kraft vertrauend,
Steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben,
Unser Glück in sich vereint
Denn es muß uns doch gelingen,
daß die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint.
J. R. Becher
Was meint ihr als Leserinnen und Leser. Diese Hymne, vorübergehend ohne Land, ist sie es nicht Wert, würdiges Programm für das kommende Deutschland zu sein? Es ist ein neues Land, ohne Profit und Turbokapitalismus! Und - „…lasst das Licht des Friedens scheinen..“ ist doch besser als „Deutschland, Deutschland…“
Ich wünsche einen geruhsames und nachdenkliches Wochenende.
Kurt Wolfgang Ringel
E-Mail-Ende
Nachsatz:
Als ich in die Schule kam, wurde der Text noch gesungen, Anfang der 1970Jahre nicht mehr und nur noch die Melodie gespielt. Die DDR hat bis dahin noch an einem „Deutschland, einig Vaterland.
Th. Loch
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[1] Nationalhymne: http://www.youtube.com/watch?v=DTV92wqYjfA
[2] Freidenkerverband: http://www.freidenker.org/cms/dfv/
[3] Niedersachsen: http://www.niedersachsen.freidenker.org/
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