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Ja, eine Antwort auf …

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 7.10.2009 @ 00:19 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 1 Kommentar

Ja, eine Antwort auf diesen [1] Beitrag wurde gegeben, die versprochen fundierte Analyse war es nicht, eher weit entfernt davon.

Hier nun meine Antwort, auf die Antwort:  

Nun Lupe,

ich muss feststellen, Du bist wirklich ein Schlagwortanalytiker!

Da werden Satzfetzen genommen, aus dem Zusammenhang gerissen, verfälscht und zum Teil gegeneinander gestellt. Aber bitte, jeder hat so seine Art und Weise zu Argumentieren. Wenn es den Argumente sind!

Ja, Du scheinst große Füße zu haben, auf die ich scheinbar getreten bin, obwohl ich Dir eigentlich nicht zu nahe kommen wollte. Aber was soll es und so werden ich zumindest versuchen Deine Schlagwortanalytik zu schlagen.

Aber nun zu den Punkten:

„-”ohne die Arbeiterklasse würde nichts gehen” = Binsenweisheit“, ja eine Binsenweißheit, möge sein, nur eben wahr, denn wer hält die Kapitalakkumulation am laufen, wer generiert den Mehrwert? Dieses System würde einfach nicht funktionieren ohne die Arbeiterklasse! Es möge eine Binsenweißheit sein, aber es ist auch eine Wahrheit, der sich leider all zu wenige bewusst sind.

„-”Arbeiterklasse ist Subjekt, kein bloßes Objekt” dazu sage ich: weißer Schimmel, schwarzer Rappe, im Sommer ist`s zuweilen bis häufig heiß, im Winter hingegen kalt, na so was aber auch.“ Aus dem Zusammenhang gerissen und verrissen, oh großer Meister, erzähle weiter von weißen Pferden! Nur worum ist es gegangen? Doch nur darum, das die Arbeiterklasse als Objekt behandelt wird, und nicht als Subjekt, als aus sich selbst heraus handelnd, aus eigenem Antrieb!

„-”Arbeiterklasse ist eine schöpferische Klasse” Wo – Wann? im Kapitalismus, wo sie gechröpft und gedeckelt wird? Wo die Kapitalisten abschöpferisch den Mehrwert einsacken?“ Bretter, Bretter, Bretter, kann ich da nur sagen, hier ist Deine Aussage an Naivität und Kurzsichtigkeit kaum zu übertreffen! Wer schafft denn den Reichtum, welchen sich andere Einsacken? Mit der Antwort dürfte sich die Frage nach dem „Wo –Wann“, erledigen, überall und immer, wo sie tätig ist! Auch hat sie das Potenzial gesellschaftliche Veränderungen zu generieren. Nach Marx hat sie sogar eine historische Mission zu erfüllen, und diese ist objektiv begründet!  

Du gibst vor die Interessen der Arbeiterklasse zu vertreten, streitest über einzelne Parteien, kehrst diese sogar gegeneinander und leugnest die Schöpferkraft der Arbeiterklasse? Wen möchtest Du denn motivieren die Gesellschaft zu verändern? Eine Klasse, welche über keine Schöpferkraft verfügt, wird auch keine Veränderung generieren können!

„-“Fabrikbesetzung kann man nicht hoch genug bewertet werden”
Ach ja, wie haste das rausgefunden? Hat es etwa Schule gemacht? Und wie hoch sind eigentlich Hausbesetzungen mit und ohne Fischer einzustufen? Auch sehr hoch?“
Du brauchst ja nicht gleich anfangen zu bellen, nur weil Du Dich getroffen fühlst und es kaum möglich sein wird die Welt im Schlusssprung zu verändern! Mit der Fabrikbesetzung wurde eine Kampfmethode praktiziert wie lange nicht und es wurden Erfahrungen gesammelt, Erfahrungen welche unbezahlbar sind, weil sie dem Interesse der Arbeiterklasse dienen. Du wertest ab, möchtest vielleicht Deine Weißheiten verbreitet wissen und wenn nur ein jeder Prolet sie beherzigt, Dir folgt, wird die Welt auf einen Schlag besser, schöner, sonniger! Irrtum, es ist nicht der heilige Stern der den Weg weist, es ist ein Weg durch die Wüste, der erst einmal erkannt sein möge. Und ein neuer, schwieriger, da unbekannter, Weg wird erst eingeschlagen werden, wenn sich die meisten anderen Wege in der Praxis als Untauglich erwiesen haben.

 „-“an Solidarität mangelt es noch etwas” Was ist etwas? Wie genau zeigte sich bis dato die Solidarität, was fehlte da noch?“ In diesem Fall gebe ich Dir Recht, es mangelt nicht nur ein bisschen an Solidarität!

„“den Organisationsgrad erhöhen, – er wird sich erhöhen” hört sich regelrecht beschwörend an, riecht und schmeckt nach einem bloßen moralischem Appell. (liebe Leute nun macht doch mal, – es wird noch kommen, alles wird gut)“ Nein, ist nicht beschwörend, ist eine Feststellung, resultierend aus den gegebenen Entwicklungen. Und das sich etwas bewegt ist zu beobachten, diese Diskussion einbezogen! Das Leben selbst schafft die Notwendigkeit, die gesellschaftlichen Verhältnisse gebärt sie und Menschen werden ihr entsprechen. Ist nicht das erste Mal in der Geschichte, alles zu seiner Zeit, der Notwendigkeit gehorchend! Da versuchen Menschen zum Beispiel kommunistische Organisationen aufzubauen, da werden Themen offen diskutiert, welche in den letzten Jahren nur in kleinen Kreisen besprochen wurden, oder gar tabu waren. Die Welt verändert sich, Tag täglich und die Menschen wissen darauf zu reagieren, ob in ihrem Interesse, oder ob sie sich für fremdes Interesse vereinnahmen lassen, hängt sehr von wachsenden Einsichten auf Grund gesammelter Erfahrungen ab. Und mal ehrlich, warum soll ein Mensch opponieren, wenn es ihm gut geht und er sich entfalten kann?

„“alles steht in einem Kontext zueinander” ja siiicher, siiicher, selbst in Sätzen stehen zuweilen die einzelnen Wörter in einem Kontext zueinander, gewiß doch.“ Wer natürlich zu einer oberflächlichen Betrachtungsweise neigt, gegebene Zustände, Aussagen, Entwicklungen etc. aus ihrem Zusammenhang gelöst betrachtet, wird natürlich auch ein Gesamtgefüge, bestehende Abhängigkeiten, Beziehungen untereinander negiert. Genau wie Du hier Formulierungen aus ihrem Zusammenhang reist, um sie gegen mich verwenden zu können, genauso zusammenhangslos sind Deinen Aussagen!

„“es gibt verschiedne Initiativen” na dann nenn sie doch. Übrigens es gibt auch verschiedene Menschen, Tiere, Pflanzen, Autos usw.“ Nun, auch hier wieder aus dem Zusammenhang gerissen, aber wenn Du die Frage schon so stellst, so schaue Dich doch einfach um, meistens handelst es sich für Dich wahrscheinlich um nebensächliches, wie der Kampf um den Erhalt eines Kulturhausen, oder auch von Stadtwerken im kommunalem Eigentum, aber gelegentlich geht es auch gegen neue Steinbrüche, welch riesige Löcher in der Natur hinterlassen, oder gegen Atomkraftwerke, neue Riesenkohlekraftwerke und oder und oder …! Vieles gäbe es da zu nennen, aber immer sollte der Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden!
„“breite Bündnisse sind eine gute Sache” was ist mit den schmalen Bündnissen? wie breit darf`s denn eigentlich sein? Ist da Platz für “Allerlei und Jenes” oder sagen wir für Vielerlei. Was versprichst du dir eigentlich von einer ggf. kunterbunten Mischung?“ Nicht nur hier versuchst Du die Diskussion ins lächerliche zu ziehen, aber was soll es, so lächerlich wie Du meinst sind Bündnisse nicht, eher Deine Art und Weise zu argumentieren. Wenn einem nichts anderes mehr Einfällt, wird eben versucht alles lächerlich erscheinen zu lassen. Nur kann der Schein auch trügen, da alles seine Zeit hat und auch eine Zeit! Bündnisse werden geschlossen um gemeinsame Interessen durchzusetzen, sie sind Sinn und Zweck bezogen, sie sind nichts Statisches und passen sich den Erfordernissen an. Und unter Umständen sind sie eben auch Kunterbunt, welches durchaus seine Vorteile hat! Letztendlich geht es immer um Interessen und desto kunterbunter die Mischung, desto besser! Entspricht der Natur der Dinge, das Proletariat selbst ist kunterbunt, in Farben wird es nur durch seine Gegner geteilt, zur Manifestierung eines nicht vorhandenen Unterschiedes.

„“persönliche Kontakte knüpfen” etwa so: “ei Guter wie”, “na wie geht`s” usw.oder wie meinen?“ Nun ist das knüpfen von Kontakte eigentlich normal, es sei denn man hat sich der Einsiedelei verschrieben. Und wie schnell es geht Kontakte zu knüpfen und gemeinsam für ein Ziel zu streiten, kann man gerade in Initiative erkennen, welche sich mit konkreten Problemen beschäftigen. Wo es darum geht gemeinsames Interesse zu verteidigen und durchzusetzen. Dazu sollte man sich natürlich anderer Meinung nicht verschließen und sich bewusst sein, dass der Mensch erst einmal so ist, wie er ist, was in den seltensten Fällen bedeutet das er sich nicht ändern kann. Ich kann nur von dem ausgehen was ist, was werden kann, ist eine ganz andere Sache! Es wird einen nie der gewünschte Mensch entgegentreten, aber immer ein Mensch mit Wünschen!

Nun aber, großer Schlagwortanalytiker, zu Deinem Schlusswort.  

Ja, ich zähle ein wenig Geschichte auf, aber woher nimmst Du die Weißheit das ich nicht erkenne, welch Wahnsinn der Dreißigjährige Krieg war? Bei meiner Aussage handelte sich um eine Abfolge in der Geschichte, um auf unterschiedlich Entwicklung zu verweisen. Die Auswirkungen dieses Krieges waren z. B. eine Hauptursache für unterschiedliche revolutionäre Traditionen.

Aus dem Zusammenhang gerissen kannst Du mir ja alles Mögliche unterstellen. Und wenn das Volk etwas zu sagen gehabt hätte, hätte es sicher nicht diesen Wahnsinn mitgemacht, es lag einfach nicht in der Macht des Volkes, dieses zu verhindern. Aber um dieses festzustellen brauchen wir nicht einmal in die Vergangenheit zu schauen, die Gegenwart bietet genügend Beispiele, allein ein Blick nach Afghanistan, ein Land welches von imperialen Truppen besetzt ist, sollte Aufklärung genug verschaffen. Dort wird ein Volk mit Krieg überzogen, wie zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges und auch damals war die Religion nur ein vorgeschobener Grund! Wenn Du zum dreißigjährigen Krieg im Zusammenhang mit dem „religiös aufeinander einzudreschen“ schreibst, „Das war zwar nicht das Wesen des Krieges, wohl aber die Erscheinungsebene.“ dann frage ich mich ernsthaft, wessen Geistes Kind Du bist und was es sonst war, wenn „nicht das Wesen des Krieges“?

Und wie so sollte ich von einem Bauernaufstand in Frankreich nichts gehört haben, es gab nicht nur einen oder zwei Bauernaufstände, nur hat er nicht den Einfluss auf die revolutionären Traditionen, um die es ja ging, gehabt, wie die Kleinstaaterei und der Absolutismus, welche in dieser Zeit ihren Anfang nahmen.

Nun das Fazit: Du mögest es als Phrasendrescherei abtun und Deine Schlagwortanalyse, dass aus dem Sinn herausreißen von Sätzen und Satzteilen, möge ein Mittel dazu sein, aber ein leicht durchschaubares. Du greift Dir das heraus, von dem Du Dir versprichtst, dass es ein guter Aufhänger für Deine oberflächliche Betrachtungsweise ist und Du mit diversen Floskeln, Halbwahrheiten und Unterstellungen punkten kannst. In meinem Blog hattest Du eine Analyse versprochen, eine fundierte sogar, und was bietest Du, Verriss und Oberflächlichkeit!

So kann ich das „kehr in Dich!“ nur zurückgeben und auch wenn ich Kritik gern annehme, durch Deine Oberflächlichkeit ist diese aber alles andere als konstruktiv!

 

 


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