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Potenzierung der Mittelmäßigkeit!
Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 16.10.2009 @ 16:51 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare
Potenzierung der Mittelmäßigkeit!
In der DDR gab es nicht nur dumme Witze, aber eben auch diese. [1] Hier geht es um einen Erfahrungsbericht, eigentlich eine Nebensache, aber durchaus bezeichnend. Das ein solcher Bericht auch gegenteilige Meinung hervorruft, ist schon fast zwangsläufig, auch das dem gern gängige Klischees entgegengesetzt werden. Die Klischees lassen nicht nur auf fundierte Unkenntnis der tatsächlichen Begebenheiten schließen, sondern sind auch Ausdruck einer sehr undifferenzierten Herangehensweise. Handelt es sich doch um einen Erfahrungsbericht, welche die Erlebnisse eines kurzzeitigen Besuches in der DDR zum Gegenstand hatte, also kein hoher Verallgemeinerungswert.
In meinem Kommentar weise ich auf das eigentliche Problem hin, welches ich dem Beitrag entnehme, dass Funktionäre nicht in der Lage waren sich täglicher Auseinandersetzungen zu stellen. Dieses möge die verschiedensten Ursachen haben, ist aber durchaus bezeichnend.
Ein Thema für sich, welches in jedem Fall verdient analysiert zu werden.
Mein Kommentar:
Ja Sepp,
nun bin ich nicht Jedermann, lese gelegentlich aber trotzdem mit!
Andererseits, was kannst Du schon über einen Schreiberling in Deinem Blog wissen, welcher keine weiteren Spuren hinterlässt als ein Synonym und vielleicht eine E-Mailadresse. Letztere kann man sich heutzutage sehr schnell beschaffen und auch wieder loswerden. Und was ist die Meinung eines Menschen wert, welcher sich zu dieser nicht einmal bekennt, vor allem wenn diese Meinung noch Systemkonform ist?
Ich habe zwar nicht alle Diskussionen gelesen und so kann ich nicht sagen, wo N herkommt und welche Erfahrungen er in der DDR gesammelt hat, wenn er dieses überhaupt einmal kundgetan hat, aber ich wurde in diesen Staat hineingeboren, habe dort gelebt und lebe immer noch auf dem ehemaligem Gebiet der DDR. Deine Geschichte hingegen ist nicht schlecht, sie zeigt vor allem ein Problem, die Unfähigkeit der Funktionäre mit solch einer Situation umzugehen. Warum sind diese nicht aufgestanden und haben das Gespräch gesucht, warum haben sie sich der Auseinandersetzung nicht gestellt? Dabei ist es egal ob es der SED-Funktionär, oder einer der FDJ-Funktionäre gewesen wären. Gerade dort sehe ich nämlich ein entscheidendes Problem für schwindenden Einfluss innerhalb der Arbeiterklasse. Genau wie der bürgerliche Parlamentarismus eine Kaste von Politikern generiert, Berufspolitiker, hat das System in der DDR eine Kaste von so genannten Berufsrevolutionären (Funktionären) hervorgebracht, welche den Bezug zur Basis, genauso wie die Politikerkaste, oft verloren hatten. Dabei waren solche Auseinandersetzungen nicht einmal schwierig zur führen und eine Verständigung zu erlangen.
Was N so alles von sich gibt ist hingegen billige Bildzeitungspropaganda, welche jeder ehrlich denkende Ex-DDR-Bürger widerlegen kann. Und einmal ganz davon abgesehen, dass er völlig die Ursachen, welche zur Gründung der DDR geführt haben, negiert, beantwortet er viele seiner Fragen schlichtweg falsch!
Gruß
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e-37445539.html
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