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Die sachliche Ebene verlassend.

Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 18.10.2009 @ 16:20 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare

Die sachliche Ebene verlassend.

Und es geht weiter mit den Antworten, das eigentlich Thema wurde längst verlassen und der Hauptschauplatz auf Befindlichkeiten verlegt. Eine solche Vorgehensweise ist nicht selten zu beobachten und da ist auch schwer wieder zu Thema zurück zu finden. Andererseits sind auch solche Befindlichkeiten zu klären, da sie eben Bestandteil vieler Diskussionen sind. Nun habe ich sicher nicht aus dem heilige Gral der Weisheit getrunken, ich habe nicht einmal daran genippt und gerade aus diesem Grund erwarte ich eigentlich ein Art und Weise der Diskussion, in welcher sich mit Argumenten auseinandergesetzt wird und diese nicht mittels Schlagwörtern, oder der Wiedergabe von Dogmen geführt wird, welche letztendlich zu neuen Erkenntnissen führt. Leider ist es oft so, dass von der sachlichen auf die persönliche Ebene gewechselt wird, sobald die eigenen Argumente ausgehen, oder nicht verfangen. Sich dieser Ebene sich zu entziehen kämme einer Aufgabe gleich und dem Verlust der Sachlichkeit. Finde ich jedenfalls und so versuche ich zumindest diesen Zusammenhang zu ergründen. Wie in allem anderen Fällen nehme ich auch in diesem Fall konstruktive Kritik gern entgegen, und werden diese annehmen, sowie mich mit dieser konstruktiv auseinandersetzen.

Hier nun meine Antwort auf Lupes Entgegnung zu diesem [1] Text.

Nun gut Lupe,

lass uns haspeln, was immer auch eine Haspel ist und dazu noch eine ideologische. Verhaspeln, von verstricken, verwirren, den Faden verlieren, durch einander bringen, vielleicht, aber Kurbel? Gut. Kurbel, aufwickeln des Fadens, entwirren, ist schon was dran und der Faden, welcher hier gesponnen wird ist wahrlich lang. Es ist ein zum Teil alter Faden, welcher seine Spannung verloren hat und an den verschiedensten Stellen aufgenommen wird. Da gibt es Menschen, welche sich am Faden zurück hangeln, um diesen am Anfang aufzunehmen, dann wiederum gibt es Menschen, welche den Faden irgendwo in seinem Verlauf aufnehmen, manch einer versucht den Faden an dessen Ende aufzunehmen und letztendlich gibt es auch noch jene, welche den Faden da auf nehmen wollen, wo er noch nicht einmal gewesen ist. Der Faden allein spinnt sich nicht fort, er ist des Menschen Werk, er beginnt in der Vergangenheit und befindet sich in der Gegenwart, in die Zukunft hinein wird er nie gelangen, da er nur in der Gegenwart gesponnen werden kann. Also ran an die Kurbel, welche ein jeder in der Hand hat!

Aber einmal von diversen bildlichen Sprachgebrauch abgesehen, versucht Du hier die Tatsachen zu verdrehen. Sollte doch wieder das Göttliche in Dir erwacht sein, oh Zeus? Hatten wir oben schon einmal, und warst es nicht Du, welcher sich in Schlagworten ergoss und einer inhaltlichen Diskussion aus dem Wege ging? Ist es Dir nicht Wert auf Argumente einzugehen und Deine Weisheit in eine andere Form zu gießen als in Schlagwörter? Du argumentierst hier, als ob obige Diskussion nicht stattgefunden hat und nur die letzten zwei, drei Beiträge geschrieben wurden. So reißt Du wieder einmal alles aus dem Zusammenhang heraus und versuchst ein Bild zu Deinen Gunsten zu schaffen. „Väterlich“ stellst Du meine Unzulänglichkeiten da, ohne diese jedoch zu begründen! Erinnerungen werden bei Dir geweckt, an maoistische Gruppen, wie nett, nur berücksichtigst Du in Deiner Weltsicht dabei nicht, das ich mit meiner Herkunft nicht hinter dem Berg halte, auch auf diesen nicht verweile, sondern die Niederungen meiner Herkunft nachzuvollziehen sind. So entspringe ich nicht dem Stammesgebiet jener, welche sich zu bestimmten Zeiten dem Kult um Mao angeschlossen haben.

Aber was soll es, so drehe ich an der Kurbel, welche Du mir zugedacht hast und spinne den Faden eben aus fernöstlicher Richtung, in die Gegenwart. So zieht ein jeder an dem Faden und das in die verschiedensten Richtungen, mal miteinander, mal fast miteinander und auch gegeneinander und so wirken die Kräfte, viele Kräfte und schaffen es doch maximal eine scheinbare Kreisbewegung zu generieren, wenn überhaupt eine nennenswerte Bewegung zu Stande kommt, der Faden wird immer weiter gesponnen.

Ja, ich könnte die Haspel, im Sinne von Kurbel, beiseite legen, da nun geschichtliche Entwicklung die Summe menschlicher Taten ist, würde mein loslassen sicher nicht ohne Wirkung bleiben, und meine Tat in die andere Richtung wirken. Nur welche Richtung ist die Richtige und wirke ich in die falsche Richtung? Wer kann das schon so genau sagen? Du sicher, oh Göttlicher, treffend sind Deine Schlagworte! Das Mittel für Deine Tat ist in diesem Fall im Wort enthalten!

So werde ich mich von meiner Kurbel trennen und mich „dem Reich des ganz Konkreten“ zuwenden.

Was für ein Reich, das Reich des „ ganz Konkreten“? Wo ist den dieses schon wieder und sind meine Äußerungen und Entgegnungen nicht konkret? Schlagworte sind natürlich „ganz Konkret“, nur sind sie nicht unbedingt mein Ding. Ja, „ganz Konkret“, nicht halb, nicht viertel, nein „ganz Konkret“! Kann konkret überhaupt gesteigert werden? Konkret, konkreter, am konkretesten, oder eben „ganz Konkret“? Entweder es ist konkret oder es ist es nicht, Du bist es nicht, konkret!

Nun, ich habe Schwächen, diese habe ich auch gezeigt, nur sollte man nicht unbedingt aus den Schwächen von anderen, eigene Stärke ableiten!

Aber gut, ich bleibe in der Welt, in der ich lebe und Du kannst ja weiter in der Welt des „ganz Konkreten“ verweilen, wo immer diese auch sein mag! Ein jeder von uns hat seine Kurbel und kurbelt, gelegentlich verhaspelt man sich auch und kurbelt weiter, selbst wenn ich meine Kurbel loslassen würde, würdest Du nicht schneller vorankommen, vielleicht würde sogar Spannung verloren gehen und mit der Spannung der Widerstand, welchen eine jede Kurbel benötigt.

Ach so, kucaf, nicht kucef, ist ein Kunstbegriff, welcher auf Kultur und Cafe verweist. Die Domain habe ich mir vor vielen Jahren gesichert, als ich mit dem Gedanken für ein entsprechendes Cafe schwanger ging. Nun kommt es im Leben gelegentlich anders als man denkt und plant und so wurde der Name lange nicht genutzt, bis ich einen Blog einrichtete, für den ich diesen Namen dann verwendete.

Nun habe ich wieder an der Kurbel gedreht und mich an dem Faden Deiner paar Sätze entlang gearbeitet. Warum eigentlich, … ich wollte Deine Sätze nicht so im Raum stehen lassen!

Wenn ich genauer Nachdenke, Dein Tipp mit den maoistischen Gruppen ist ja nicht schlecht, vielleicht finde ich auf meiner Suche ja Anschluss. Du kannst mir ja den einen oder anderen Hinweis geben, da Du Dich ja auszukennen scheinst.

 


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