Archive for October 27th, 2009

Ein Thema, zwei Thesen, ein Ansatz!

Tuesday, October 27th, 2009

Ein Thema, zwei Thesen, ein Ansatz!

In Freidenkerheft Nr. 1-07 März 2007, „Irrationalismus und Herrschaft“,  ist im Vorwort, Seite 1. unter anderen zu lesen: „Der Begriffsenteignung muss die Begriffsaneignung entgegengesetzt werden, der Spaltung und Fragmentierung die Aufklärung und Solidarität.“ In diesem Sinne gilt es sich über Begriffe zu verständigen, sich diese anzueignen um nicht nur einfache, verständliche Lösungen erarbeiten zu können, sondern diese auch zu vertreten. Es geht um Klarheit, welche selbst man erst einmal erlangen muss, um zu verstehen und Verständnis zu erlangen. In der Sprache ist es heute oft so, dass viele Begriffe mit eigentlich fremden Inhalten belegt wurden, oder zum Tabu erklärt wurden, ihrem Sinn entstellt und sogar gegen sich selbst verkehrt. Diese ist in diesem Beitrag nicht der Fall, aber so manche Formulierung ist durchaus Diskussionsbedürftig. In diesem Zusammenhang habe ich mich entschlossen einige Begriffe mir erst einmal wieder selbst anzueignen. Einen entsprechenden Kommentar habe ich hinterlassen und es wäre zu Wünschen, das eine solche Diskussion weitere Mitstreiter begeistern könnte.

Der Folgend Kommentar enthält einen Ausschnitt zur Ideologie aus „Kleines politisches Wörterbuch“ – 6.Aufl. – Berlin Dietz Verlag., 1986. Seite 380  - 382:

(more…)

Ich habe es schon vermisst, dieses Thema …

Tuesday, October 27th, 2009

Ich habe es schon vermisst, dieses Thema mit den „Kampfhunden“, aber heute in der MZ wird an einem Vorfall in Eisleben festgestellt, „nur wenige Halter melden Kampfhunde“!

Nun gibt es Hunde und Hunde, solche die beißen und solche die nicht beißen, aber auch solche die nicht beißen und solche die beißen. Und es gibt Menschen, solche die sich Hunde halten und solche die sich keine Hunde halten und solche die besser keine Hunde halten sollten. Es gibt aber auch Katzen, solche die kratzen und solche die nicht kratzen und gelegentlich leben diese auch ihren Jaginstinkt aus und töten ein Mäuschen, oder einen Vogel, aber das ist ein anderes Thema.

Es hat mal wieder ein Hund gebissen, eine Mischung aus Kampfhund und ? … ist ja auch egal. Ein Mädchen in Eisleben wurde Opfer, der Arzt sagt, dass alles wieder in Ordnung kommen würde und der Hund kam erst einmal ins Tierheim. Der Hund hat auch einen Halter, welcher im Zusammenhang mit der Gefahrhundeverordnung des Landes schon Post vom Ordnungsamt hatte. Gemeldet war sein Hund noch nicht und auch die vorgeschriebenen Auflagen waren scheinbar nicht erfüllt, aber gewusst hat man von dem Hund. Nur ist er damit nicht allein, der Halter, im Land der Frühaufsteher ohne Arbeit, sondern „von 116 bekannten Kampfhunde-Haltern hätten erst 41 die erforderliche Registrierung und vier den Wesenstest durchgeführt“, und das in Halle, für Eisleben scheint es anscheinend keine Zahlen zu geben.

Nun, „die Gefahrhundeverordnung in Sachsen-Anhalt gilt seit 1. März dieses Jahres. Demnach müssen alle im Land geborenen oder neu angemeldeten Hunde einen Chip tragen. Die Tiere werden in einem zentralen Register erfasst, eine Haftpflichtversicherung ist obligatorisch. Zusätzlich müssen Hunde, die bestimmten Rassen angehören oder bereits aufgefallen sind, einen Wesenstest ablegen.“ Und all diese Maßnahmen sind mit Kosten verbunden, wem wundert es da, dass sich versucht wird dem zu entziehen. Da wird vom Gesetzgeber versucht das „Kampfhundeproblem“ mit Hilfe des Geldes zu lösen, zumindest zu regulieren! So werden letztendlich Kosten auferlegt, welche es unattraktiv erscheinen lassen, sich solche Hunde zu halten. Denkt man aber wirklich, dass ein jedes Problem mit Geld zu lösen ist? Übrigens, war es nicht so, dass der deutsche Schäferhund einer der Hunde ist, welchem die meisten Hundebisse zu verdanken sind? Und ist es nicht so, das Wesenstest hin und Wesenstest her, es in erster Linie auf den Menschen ankommt, welcher sich den Hund hält?

(more…)

Ja so ist es und so war es und wie lange wird es noch so sein?

Tuesday, October 27th, 2009

Ja so ist es und so war es und wie lange wird es noch so sein?

Die Bundestagswahlen sind Geschichte, der Koalitionsvertrag steht und die Machtverhältnisse sind gesichert. Hat ja auch genug Geld im Vorfeld gekostet und nun ist Schluss mit Lustig, es beginnt der Ernst des Lebens. Keine Abwrackprämie mehr, kurzgearbeitet wurde lange genug, das Konsumklima erhält einen Dämpfer und es wird entlassen. Die Agenturen für Arbeit bekommen viel zu tun und vielleicht werden ja so neue Arbeitsplätze geschaffen. Ja, der Krise wurden die Bremsklötzer zum Teil genommen und so kann sie sich nun ihrem Wesen nach entfalten.

Der Kurz der neuen Bundesregierung ist festgelegt und bis zur nächsten Bundestagswahl hat man nun Zeit diesen zu fahren und vollendete Tatsachen zu schaffen, selbst wenn diese durch die Hintertür müssen. Im Interesse der Werktätigen wird dieses nicht sein, eher im Interesse der Unternehmen, diese gilt es ja angeblich zu entlasten, damit weiter Warenberge in den Himmel wachsen können. Und da dem einen nur gegeben werden kann, wenn dem anderen genommen wird, werden die Warenberge mangels Nachfrage noch weiter wachsen und Produktionskapazitäten vernichten. Letztendlich wird es noch mehr Arbeitslose geben, welche noch weniger nachfragen können usw. usf.

(more…)

Eine festliche Sondersitzung, ein Zeitungsbericht und meine Meinung dazu!

Tuesday, October 27th, 2009

Eine festliche Sondersitzung, ein Zeitungsbericht und meine Meinung dazu!

„Auf den Tag genau vor zwei Jahrzehnten haben zwei Kirchen in der Welterbestadt nicht ausgereicht, um alle Besucher aufzunehmen.“ Nicht uninteressant, die Fühlmenge von Kirchen als Maßeinheit für Widerstand zu nehmen! So die MZ in ihrem Bericht über eine öffentliche Feierstunde des Stadtrates zu den Ereignissen vor zwanzig Jahren. Zwei Jahrzehnte ist es her, als auch in Quedlinburg die Wende eingeleitet wurde und dieses Thema wird uns wohl noch einige Zeit begleiten! Nun wie ist zu lesen:  

„”Das machte deutlich, dass wir Quedlinburger die Ereignisse im Süden der DDR nicht nur als Zuschauer verfolgen wollten, sondern die Anliegen der Bürgerrechtler in Plauen und Leipzig aktiv unterstützten”, machte Bürgermeister Eberhard Brecht, damals selbst im Neuen Forum engagiert, deutlich.“ Ja, man wollte nicht mehr am Rande stehen und so manche politische Kariere wurde damals eingeleitet. Um Bürgerrechte ist es gegangen, welches übrigens seit der Wende nun nach und nach zu Grabe getragen wird. Jedenfalls die allgemeinen, die speziellen werden weiter ausgebaut, so das sie ihre Dominanz umfassender entfalten können. So viel zu den Bürgerrechten, die Rechte der Werktätigen wurden nach der Wende ohne größere Umstände und Widerstand ersatzlos gestrichen, oder in das Korsett bürgerlicher Rechte gepresst.

Aber weiter im Text: „In seiner Festrede sprach er von dem tiefen Bedürfnis, all jenen zu danken, die sich schon lange vor dem Herbst 1989 “für Demokratie, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung in der DDR und darüber hinaus engagierten”.“ Nun ist dieses tiefe Bedürfnis durchaus verständlich, immerhin bedingte die Wende ja auch die politische Kariere des Bürgermeisters, aber was für eine Demokratie hat uns die Wende beschert? Das alle Jahre wieder ein Bürgermeister gewählt werden kann, auf dessen Auswahl die Bevölkerung keinen Einfluss hat? Und wie hoch ist der Verdienst „all jener“, welche in einem Staat, welcher Frieden als oberste Staatsdoktrin nicht nur ausgewiesen hatte, sondern offensiv praktizierte, sich für Frieden engagierten? Ja, wie hoch ist der Verdienst „all jener“ zu werten, welche sich für Frieden engagierten und den Weg in ein System des Krieges ebneten? Die DDR hat nie einen Krieg geführt, aber seit dem sie aufgehört hat zu existieren, nach dem sie ihrer Doktrin folgend friedlich abgetreten war, werden vom bundesdeutschen Staat wieder Kriege geführt! Und besagter Einsatz um „die Bewahrung der Schöpfung in der DDR“, war wohl ehr ein Einsatz um die Bewahrung religiösen Glaubens und bürgerlicher Ideologie! Aber auch in diesem Zusammenhang und für jene, welche an einen Schöpfungsakt glauben, sei bemerkt, dass in der DDR die „Schöpfung“ weit weniger bedroht war, als in der heutigen Zeit, in einem System, welches Kriege als Mittel der Politik nutzt und den Raubau an der Natur immer ungebremster fortsetzt.

(more…)