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Ja so ist es und so war es und wie lange wird es noch so sein?

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 27.10.2009 @ 15:18 In Gedanken | 3 Kommentare

Ja so ist es und so war es und wie lange wird es noch so sein?

Die Bundestagswahlen sind Geschichte, der Koalitionsvertrag steht und die Machtverhältnisse sind gesichert. Hat ja auch genug Geld im Vorfeld gekostet und nun ist Schluss mit Lustig, es beginnt der Ernst des Lebens. Keine Abwrackprämie mehr, kurzgearbeitet wurde lange genug, das Konsumklima erhält einen [1] Dämpfer und es wird [2] entlassen. Die Agenturen für Arbeit bekommen viel zu tun und vielleicht werden ja so neue Arbeitsplätze geschaffen. Ja, der Krise wurden die Bremsklötzer zum Teil genommen und so kann sie sich nun ihrem Wesen nach entfalten.

Der Kurz der neuen Bundesregierung ist festgelegt und bis zur nächsten Bundestagswahl hat man nun Zeit diesen zu fahren und vollendete Tatsachen zu schaffen, selbst wenn diese durch die [3] Hintertür müssen. Im Interesse der Werktätigen wird dieses nicht sein, eher im Interesse der Unternehmen, diese gilt es ja angeblich zu entlasten, damit weiter Warenberge in den Himmel wachsen können. Und da dem einen nur gegeben werden kann, wenn dem anderen genommen wird, werden die Warenberge mangels Nachfrage noch weiter wachsen und Produktionskapazitäten vernichten. Letztendlich wird es noch mehr Arbeitslose geben, welche noch weniger nachfragen können usw. usf.

Nur wie soll es weiter gehen, Kapital muss akkumulieren, kann es dieses nicht, ist es nicht und so wird nichts anderes übrig bleiben als es künstlich akkumulieren zu lassen, mittels Spekulation, oder gleich mit Hilfe der Geldpresse. Aber das hatten wir doch schon und ist nicht gerade erst eine Blase geplatzt und ist es nicht gerade Bestreben das nun schwindende fiktive Kapital in reales zu verwandeln? Haben viele Staaten nicht zu diesem Zwecke die Geldpressen angeschmissen und drucken und drucken und drucken? Nur scheint es nichts zu Nutzen, die Krise ist immer noch da und deren künstliche Verzögerung vor der Wahl hört auf zu greifen, so dass immer breitere Kreise der Realwirtschaft in den Strudel gerissen werden. Aber was gedenkt die neue Regierung zu tun? Sie versucht am Rande des Strudels Pflöcke einzuschlagen, der Illusion folgend dadurch nicht nur die Ausdehnung des Strudels aufzuhalten, sondern diesen sogar zum stehen zu bringen. Und so werden weitere Schulden gemacht, welche aber danach streben durch reale Werte getilgt zu werden, aber wer soll dieses tun? Unsere Generation, die Nächste, die Übernächste? Nein, dem Strudel ist so nicht Einhalt zu gebieten, dass haben die letzten Jahrzehnte gezeigt, vielleicht wird er durch eine Blase gebremst, aber nur solange bis diese Platzt und bis die nächste Blase dann wieder bremst, hat der Strudel an Größe zugelegt, und seine vernichtende Wirkung weiter entfaltet!

Letztendlich kann hier festgestellt werden, dass der Osten des Landes nach 1990 für einen neoliberalen Feldversuch herhalten musste, dessen Erfahrungen jetzt weiter übertragen werden.

 

 


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[2] entlassen: http://www.jungewelt.de/2009/10-27/038.php
[3] Hintertür: http://www.saarbreaker.com/2009/10/durch-die-hintertr/

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