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Veränderte Militärdoktrin und national-staatliche Rechte.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 20.11.2009 @ 19:27 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare
Veränderte Militärdoktrin und national-staatliche Rechte.
Einen [1] Kommentar habe ich geschrieben, nicht der erste zu diesem Thema [2] hier und dieses mal ohne ironischer Misserständnisse. Ursprüngliches Thema war die Veränderung der Militärdoktrin der USA und Südkoreas auf der koreanischen Halbinsel. Verwiesen wurde auf diesen [3] Beitrag, welcher über diese Veränderung berichtet. Aus einer Defensivdoktrin wurde eine Offensivdoktrin, welche sich letztendlich gegen den nordkoreanischen Staat richtet. Nun ist die neue US-Regierung zwar von der Rhetorik der Vorgängerregierung abgerückt und versucht ihre Vorhaben mit „Engelszungen“ zu verkünden, an den Zielen hat sich aber nichts geändert. Dieses zeigen nicht nur die Entwicklungen in Afghanistan. Es wird kräftig mit den Waffen gerasselt und es drängt sich einen der Eindruck auf, dass es nicht mehr die Frage ist, ob es einen weiteren Krieg gibt, sondern wo dieser vom Imperium vom Zaun gebrochen wird. Möglichkeiten gibt es einige, es muss nur dahin geschaut werden, wo gerade wieder kräftig gezündelt wird.
Das Thema selbst hat sich etwas verselbstständigt und ist zum Schwerpunkt Nationalstaat umgeschwenkt.
Hier aber erst einmal mein Kommentar:
@Thomas,
auch ich habe eine Meinung zu diesem Thema, keine ironische, eine durchaus ernst gemeinte.
Der Glaube möge des Menschen Himmelreich sein und er soll ja bekanntlich Berge versetzen. Letzteres aber nur mit dem Wissen über die Möglichkeit, welches zur Tat animiert! Aber was ist der Nationalstaat, wie ist er entstanden und warum ist er entstanden?
Einmal unabhängig davon, dass Nordkorea seine Isolation nicht ganz freiwillig gewählt hat, so vertritt dieses Land seine souveränen Interessen. Und dagegen ist wohl nichts zu sagen, es sei denn, diese Interessen kollidieren mit anderen Interessen. Dann wäre aber noch die Frage zu beantworten, mit wessen und warum? Wobei wir hier schon die Hauptaufgabe des Nationalstaates hätten, nämlich Interessen zu waren und zu vertreten, aber wessen Interessen werden heute in erster Linie von den Nationalstaaten vertreten?
Und wenn wir schon dabei sind, so übertragen heute in Europa nationalstaatliche Regierungen Aufgaben an die EU, aber in wessen Interesse geschieht dieses und warum? Und wenn, wie behauptet, „die E.U. sich als stabilste und prosperierende Machstruktur des Jahrhunderts herausgestellt hat“, dann sollte nicht mit der Frage hinter dem Berg gehalten werden, in wessen Interesse diese Macht genutzt wird und gegen wenn! Übrigens steht die eigene Nationalstaatlichkeit in keiner Weise wirtschaftlicher Entwicklung im Wege, eher ist sie ein Garant für diese, welche sie nicht nur in der Vergangenheit erheblich begünstigt hat. Mit der Ausprägung der internationalen Machtzentren wurde die EU zum EINEN, als ein politisches Instrument geschaffen, um sich im verschärfenden internationalen Wettbewerb nicht nur gegen die anderen Machtzentren durchzusetzen und zum ANDEREN als Instrument gegen die eigenen Völker, welche mittels der Strukturen der EU ihrer, in der Vergangenheit hart erkämpften, demokratischen Rechte beraubt werden. Die EU ist kein Konstrukt der Völkerverständigung, sondern eine Einrichtung um wirtschaftliche Interessen im Weltmaßstab durchzusetzen. Welches gerade auch an der militärischen Ausrichtung zu sehen ist, welche mit solchen Instrumenten wie den Lissabonvertrag verankert wurde. Letztendlich ist der Nationalstaat eine bürgerliche Errungenschaft, er entstand und prägte sich mit der kapitalistischen Entwicklung aus und das Kapital hat nicht nur den Nationalstaat moderner Prägung hervorgebracht, es benötigt diesen auch weiterhin um seine Interessen zu waren.
Gruß Thomas
PS. Was Nordkorea alles so macht, macht es im eigenem Land und ein jedes Volk hat die Regierung, welche es verdient, was die Bundesrepublik so macht, ist ebenfalls ihre Sache, solange sie dieses auf ihrem Hoheitsgebiet tut und auch wir haben die Regierung, welche wir verdienen. Aber bundesdeutsche Politik macht bei weitem mehr, so überzieht sie fremde Völker mit Krieg, sprengt zum Beispiel Tanklaster in die Luft und Soldaten morden. Es werden Kriege geführt und es gibt keine „krasseren Menschenrechtsverletzungen“ als in Kriegen, dort werden diese fast vollständig aufgehoben und durch das Faustrecht ersetzt, es gibt auch keine größeren Umweltverschmutzungen und -vergiftungen als durch Kriege. Dieses sollte bei der Beurteilung internationaler Ereignisse nicht vergessen werden.
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[1] Kommentar: http://kritische-massen.over-blog.de/article-korea-operation-5029-39579135-comme
nts.html#comment51548883
[2] hier : http://kritische-massen.over-blog.de/article-korea-operation-5029-39579135.html
[3] Beitrag: http://www.kcckp.net/de/news/news_view.php?0+21460
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