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Freitod und Glaube!?
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 22.11.2009 @ 19:50 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare
Freitod und Glaube!?
Der Freitod eines Fußballers zog Kreise, medial wurde er ausgeschlachtet wie kaum ein anderes Ereignis in letzter Zeit und sorgte so für Ablenkung von diversen anderen Problemen. Auf der Seite „[1] kritische Masse“ fand in diesem Zusammenhang dieser [2] Beitrag Beachtung, welcher das ganze Problem auf eine andere Art und Weise „sentimental“ behandelt. Dabei werden berechtigte Kritikpunkte angesprochen, aber auch vor Spekulationen nicht zurück geschreckt. Sicher ist es auch ein Problem, dass Betroffenen, welche nicht über ausreichende Popularität verfügen, keine oder nur sehr wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Aber ist dieses nicht Normal, in der heutigen Zeit und im uns umgebenem System? Warum dieses aber so ist, bleibt hingegen unbeantwortet, die gesellschaftlichen Verhältnisse, welche dieses hervorbringen, sind nicht einmal einer Kritik würdig. Sicher wird berechtigterweise auf die unterschiedliche Bewertung verwiesen, aber wie kann dieses auch anders sein, in einem System, welches alles in eine Ware verwandelt, so auch den Tod und letztendlich bestimmt der [3] Marktwert die Aufmerksamkeit.
Nun hatte ich folgenden [4] Kommentar geschrieben:
Im Glaube ist eine Befreiung begründet, welche einen Befreier braucht und in nicht nur diesem Sinne Unfrei!
Suizid, Selbstmord, Freitod!
[5] [6] 9765 Selbstmorde, also 26,75 Selbstmorde pro Tag, gab es im Jahre 2006, es werden nicht weniger geworden sein. Sie erscheinen alle in der Statistik, nur wenige werden umfassender ausgeschlachtet, wie der des besagten Fußballers. Aber die befreiende Wirkung in diesem Fall, durch irgendeine, wie auch immer geartete, Befreiungstheologie ist nicht zu erwarten. Es wird in diesem Text sicher viel Richtiges geschrieben und es ist es wert über alle Betroffenen nachzudenken, wobei mich die ganze Angelegenheit bis jetzt peripher tangiert hat.
Hier wird der Tod instrumentalisiert, um der Instrumentalisierung des Todes selbst entgegenzuwirken, von den gesellschaftlichen Ursachen kein Wort! Einer Wertung wird eine andere entgegengesetzt und das Einzige was geschehen ist, ist die Verschiebung des Blickwinkels, also der Ausgangspunkt der Wertung des Vorganges selbst. Grundessens, alle sprechen von dem Millionär, keiner von den normalen Menschen, Opfer, Täter und so weiter, ein Rollenspiel und ein jeder bedient die Rolle, welcher er vermeint bedienen zu müssen.
Wie schon gesagt, die ganze Angelegenheit hat mich bis jetzt peripher tangiert und zwar so, das ich betreffende Berichte in Zeitungen überblättert habe und Sendungen zum Thema einfach weggeschaltet. Und was macht es für einen Sinn den Tod und gerade den Freitod eines Menschen zu Instrumentalisieren, wenn nicht um mit diesen Ablenkung zu generieren? Brot und Spiele, wird im Beitrag geschrieben, und nicht einmal bemerkt das man sich selbst zu einem Bestandteil dieser Maschinerie macht, solange die eigentlichen, gesellschaftlichen Ursachen nicht benannt werden. Der verlinkte Beitrag ist interessant geschrieben und auch etwas mit interessanten, historischem Wissen untermauert, dank dafür, aber mehr auch nicht.
Ja, was treibt so viele Menschen dem Freitod-wählenden wie einen Abgott zu folgen? Warum kann dieser Tod so erfolgreich instrumentalisiert und vermarktet werden, warum findet der Lokomotivführer keine, oder kaum Beachtung? Fragen auf die verlinkter Beitrag keine Antwort gibt, es wird nur festgestellt, was die meisten eigentlich schon wissen, unter Umständen aber nicht wahrhaben wollen!
Und noch eins, es liegt auch immer im Auge des Betrachters und dessen Weltanschauung, wie historische Stätten, Bauwerke etc. gesehen werden! Für mich sind sie in erster Linie Spuren von Menschen und zwar von den Menschen, welche diese geschaffen haben und nicht von denen von denen sie in Auftrag gegeben wurden!
Dieser Kommentar erfuhr Erwiderung, aber nicht die Aussage des Kommentars wurde Gegenstand der Betrachtung, sondern der vorangestellte Satz, welchem drei Worte entnommen wurden. Womit wir wieder beim Glauben und der Religion gelandet waren. Ist schon komisch, diese Assoziation, es wird von Glauben geschrieben, Glauben als Nichtwissen, Glaube als Vertrauen also und interpretiert wird religiöser Glaube, Glaube als blindes Vertrauen! Entsprechend die [7] Antwort:
Hallo Sepp,
nun wollen wir uns streiten? Ich habe nichts dagegen, nur sollten wir uns über die Grundlagen einig sein! Mal ehrlich und einmal davon abgesehen, dass Du meine Aussagen zum Beitrag nicht mit einem Wort berücksichtigst, greifst Du drei Worte aus einem Satz heraus! Ja, welchen Satz hatte ich meinem Kommentar vorangestellt? „Im Glaube ist eine Befreiung begründet, welche einen Befreier braucht und in nicht nur diesem Sinne Unfrei!“ Wenn ich mir den Satz nun anschaue bemerke ich einen Fehler, ist sicher dem Umstand geschuldet, dass ich diesen Satz einmal umformuliert hatte. Muss natürlich heißen: „Im Glaube ist eine Befreiung begründet, welche einen Befreier braucht und ist nicht nur in diesem Sinne Unfrei!“ Die Unfreiheit liegt nicht nur im Dogma, wenn der Glaube ein solches wird und eine Grundvoraussetzung für Freiheit ist im freien Denken zu sehen, in der Freiheit der Erkenntnisgewinnung. Mein Satz negiert in keiner Weise den Befreiungsgedanken auf religiöser Basis, wie Du es zu unterstellen versuchst. Übrigens was ist eigentlich Glaube? Und muss nicht ein jeder Mensch in gewissen Grade glauben? Nur eines ist sicher, Glaube ist kein Wissen! Du greifst nicht nur drei Worte aus einem Satzzusammenhang, sondern Du setzt auch noch Glauben mit religiösen Glauben gleich! Aber Egal, diese eingeschränkte Sichtweise ist oft zu beobachten, gerade dann wenn Religion eine Rolle spielt, selbst wenn nur am Rande.
Eines würde mich natürlich interessieren, wie möchtest Du die Welt verändern ohne Wissen, nur mit Glauben? Das machen nicht einmal religiös gläubige Menschen, im Zweifelsfall wird die Religion, der religiöse Glaube den Erfordernissen angepasst. Wie z. B. mit der Reformation geschehen, welche den Protestantismus, als die Religion der frühbürgerlichen Gesellschaft hervorbrachte. [8] Hier findet sich ein Zitat, welches diese Problematik etwas veranschaulicht. Ja, Sepp, nun bist Du an der Reihe!
P.s. Hier einmal die drei Worte, sinnvoll ergänzt: „Glaube ist unfrei, Wissen befreit!“
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[1] kritische Masse: http://kritische-massen.over-blog.de/article-der-torwart-der-lokfuehrer-und-die-
islamische-befreiungstheologie-39767186.html
[2] Beitrag: http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1287.htm
[3] Marktwert: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/06/geschichtsschreibung/
[4] Kommentar: http://kucaf.de/wp-admin/Hallo%20Sepp,%20nun%20wollen%20wir%20uns%20streiten?%20
Ich%20habe%20nichts%20dagegen,%20nur%20sollten%20wir%20uns%20%C3%BCber%20die%20Grundlagen%20einig%20sein%21%20Mal%20ehrlich%20und%20einmal%20davon%20abgesehen,%20dass%20Du%20meine%20Aussagen%20zum%20Beitrag%20nicht%20mit%20einem%20Wort%20ber%C3%BCcksichtigst,%20greifst%20Du%20drei%20Worte%20aus%20einem%20Satz%20heraus%21%20Ja,%20welchen%20Satz%20hatte%20ich%20meinem%20Kommentar%20vorangestellt?%20%E2%80%9EIm%20Glaube%20ist%20eine%20Befreiung%20begr%C3%BCndet,%20welche%20einen%20Befreier%20braucht%20und%20in%20nicht%20nur%20diesem%20Sinne%20Unfrei%21%E2%80%9C%20Wenn%20ich%20mir%20den%20Satz%20nun%20anschaue%20bemerke%20ich%20einen%20Fehler,%20ist%20sicher%20dem%20Umstand%20geschuldet,%20dass%20ich%20diesen%20Satz%20einmal%20umformuliert%20hatte.%20Muss%20nat%C3%BCrlich%20hei%C3%9Fen:%20%E2%80%9EIm%20Glaube%20ist%20eine%20Befreiung%20begr%C3%BCndet,%20welche%20einen%20Befreier%20braucht%20und%20ist%20nicht%20nur%20in%20diesem%20Sinne%20Unfrei%21%E2%80%9C%20Die%20Unfreiheit%20liegt%20im%20Dogma%20und%20eine%20Grundvoraussetzung%20f%C3%BCr%20Freiheit,%20ist%20im%20freien%20Denken%20zu%20sehen.%20Mein%20Satz%20negiert%20in%20keiner%20Weise%20den%20Befreiungsgedanken%20auf%20religi%C3%B6ser%20Basis,%20wie%20Du%20es%20zu%20unterstellen%20versuchst.%20%C3%9Cbrigens%20was%20ist%20eigentlich%20Glaube?%20Und%20muss%20nicht%20ein%20jeder%20Mensch%20in%20gewissen%20Grade%20glauben?%20Nur%20eines%20ist%20sicher,%20Glaube%20ist%20kein%20Wissen%21%20Du%20greifst%20nicht%20nur%20drei%20Worte%20aus%20einem%20Satzzusammenhang,%20sondern%20Du%20setzt%20auch%20noch%20Glauben%20mit%20religi%C3%B6sen%20Glauben%20gleich%21%20Aber%20Egal,%20diese%20eingeschr%C3%A4nkte%20Sichtweise%20ist%20oft%20zu%20beobachten,%20gerade%20dann%20wenn%20Religion%20eine%20Rolle%20spielt,%20selbst%20wenn%20nur%20Rande.%20Eines%20w%C3%BCrde%20mich%20nat%C3%BCrlich%20interessieren,%20wie%20m%C3%B6chtest%20Du%20die%20Welt%20ver%C3%A4ndern,%20ohne%20Wissen,%20nur%20mit%20Glauben?%20Das%20machen%20nicht%20einmal%20religi%C3%B6s%20gl%C3%A4ubige%20Menschen,%20im%20Zweifelsfall%20wird%20die%20Religion,%20der%20religi%C3%B6se%20Glaube%20den%20Erfordernissen%20angepasst.%20Wie%20z.%20B.%20mit%20der%20Reformation%20geschehen,%20welche%20den%20Protestantismus,%20als%20die%20Religion%20der%20fr%C3%BChb%C3%BCrgerlichen%20Gesellschaft%20hervorbrachte.%20Hier%20findet%20sich%20ein%20Zitat,%20welches%20diese%20Problematik%20etwas%20veranschaulicht.%20Ja,%20Sepp,%20nun%20bist%20Du%20an%20der%20Reihe%21%20P.s.%20Hier%20einmal%20die%20drei%20Worte,%20sinnvoll%20erg%C3%A4nzt:%20%E2%80%9EGlaube%20ist%20unfrei,%20Wissen%20befreit%21%E2%80%9C
[5] : http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Pu
blikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/Gesundheitswesen/AktuellSuizid,property=file.pdf
[6] 9765: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Pu
blikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/Gesundheitswesen/AktuellSuizid,property=file.pdf
[7] Antwort:: http://kritische-massen.over-blog.de/article-der-torwart-der-lokfuehrer-und-die-
islamische-befreiungstheologie-39767186-comments.html#comment51649324
[8] Hier: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/05/burgerliche-revolutionen/
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