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Ja, was wäre, wenn?
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 25.12.2009 @ 23:30 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 1 Kommentar
Weihnachtsgruß mit Anhang!
Am Mittwoch erhielt ich eine Weihnachtsgruß mit Anhang! Gegenstand des Anhangs ist die Projektion des christlich ursächlichen Gegenstandes dieses Festes in die Gegenwart unserer Gesellschaft.
Nun assimilierte die christliche Kirche in ihrer Geschichte nicht gerade wenige “heidnische” Bräuche. Oder anders, sie war durchaus in der Lage Rituale zu übernehmen und ihren Bedürfnissen anzupassen. Hier der Anhang zum Weihnachtsgruß:
Was wäre, wenn Weihnachten nicht vor 2009 Jahren, sondern heute stattgefunden hätte?!
Säugling in Stall gefunden – Polizei und Jugendamt ermitteln!!!
Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen!!
BETHLEHEM, JUDÄA –
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust.
Bei Ankunft fanden Mitarbeiter des Jugendamtes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner gerade erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.
Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten.
Joseph H., unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Personen, ausländischer Herkunft, wollte die Inobhutnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.
Festgenommen wurden auch diese drei Personen, ausländischer Herkunft, die sich als „weise Männer“ eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikationen bei sich trugen bzw. sich nicht ausweisen konnten, aber im Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden die mitgeführten Chemikalien zur weiteren Untersuchung in das Labor des Landeskriminalamtes geschickt.
Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falles scheint sehr zweifelhaft.
Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Jugendamtes mit: „Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den zuständigen Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen.
Maria ist im Kreiskrankenhaus zur medizinischen Untersuchung. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher untersucht. Hierzu soll deshalb noch ein psychiatrisches Gutachten erstellt werden.
In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: „Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass wie in diesem Fall – ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht gerade dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten nach einer nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder ganz normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können.“
Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Information: Die anwesenden Hirten behaupten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen.
Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: „das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe!“
Na denn………. Fröhliche Weihnachten,
Anmerkung: Nun, was soll es, die menschliche Geschichtsschreibung weiß von vielen Entwicklungen zu berichten und so manche Religion haben die verschiedensten Umstände hervorgebracht. Es ist aber so, dass sich auch Religionen veränderten Bedingungen anpassen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass Menschen sich in ihrer Entwicklung durchaus auf unterschiedlicher Stufenleiter befinden können. Entwicklungen, welche gerade die Staaten in Europa vor langer Zeit durchschritten, sind für andere Völker gegenwärtig. Oft wird von einem Entwicklungsstand aus geurteilt, welcher dieses außer acht lässt und eigene geschichtliche Entwicklung ignoriert. So wird die Geburt bejubelt und gefeiert, die Verhältnisse der damaligen Zeit aber verklärt. Im obigem Text werden heutige Vorgehensweisen und Ansichten in die Vergangenheit projiziert, welche für die allgemeine Geschichtsschreibung durchaus üblich ist, genauso wie die Maßstäbe unserer Gesellschaft, auf andere Gesellschaften übertragen werden, ohne die jeweiligen historischen Umstände, speziell den Entwicklungsstand der Produktivkräfte zu berücksichtigen. Der Text ist gerade in diesem Zusammenhang durchaus bemerkenswert! Es zeigt aber auch, dass zu fast jeder Zeit, Menschen, welche von den üblichen Normen abwichen, anders waren, von den Umständen gezeichnet, oder was auch immer sie von der Herde unterschied, es immer schwer hatten. Mit hergebrachten Konventionen zu brechen, wird nie gern gesehen. Gegen den Strom zu schwimmen, hat durchaus belebende Wirkung, man läuft aber permanent Gefahr vom Gegenstrom erdrückt zu werden.
Ja, was wäre, wenn?
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