Diesen Kommentar hatte ich geschrieben, veröffentlicht und Reaktion erfahren.
Hier ein weiterer Beitrag zum Thema Bananenrepublik, welcher aber vom eigentlichen Gegenstand etwas abweicht. Nur erachte ich es als angebracht, auf die Ursachen der eigentlichen Misere aufmerksam zu machen. Die Probleme nicht nur dieser Gesellschaft sind weniger durch bestimmte Strukturen im Überbau zu begründen, als vielmehr durch die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die Gesamtheit der Produktionsverhältnisse, selbst.
@Redaktion,
verantwortungsvolles Handeln und soziales Miteinander sind sicher wichtig, aber wichtig ist auch die Basis, auf der dieses geschieht, geschehen soll. Wobei verantwortungsvolles Handeln so allgemein geschrieben in fast jede Richtung interpretiert werden kann. Nicht nur deshalb kommt es eigentlich auf die Interessen an, welche sich hinter dem Handeln und dem Miteinander verbergen.
„In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewusstseinsformen entsprechen.“ (Marx, MEW, Band 13, S. 8.) … weiter …
Somit ist es nicht von geringer Bedeutung, welches die primären Ursachen sind, denn deren Erkenntnis ermöglicht es nicht nur die verschiedensten Erscheinungen innerhalb der Gesellschaft zu erkennen und zu erklären, sondern weist auch den Ansatzpunkt um erfolgreich Veränderungen zu generieren.
Es ist natürlich relativ einfach festzustellen, dass eine Ursache für gegenwärtige Probleme der Kapitalismus ist, solange aber nicht die Frage nach dem Warum beantwortet wird, bleibt die Kritik bestenfalls oberflächlich! Ähnlich verhält es sich mit der Religion und jeglichen anderem Fetischglaube, solange die Ursachen dieses Glaubens nicht ergründet werden.