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Zahlungsmoral, was immer Moral auch ist!
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 29.12.2009 @ 14:44 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare
Zahlungsmoral, was immer [1] Moral auch ist!
Auch die Zahlungsmoral existiert nicht losgelöst und ohne Ursache!
Ja, wiedereinmal die Zahlungsmoral, oder die Moral der Zahlenden, oder besser der Nichtzahlenden, oder Nichtpünktlichzahlenden. Nun liegt Deutschland mit der Zahlungsmoral noch im europäischem Mittelfeld, wird [2] hier festgestellt, mit den Löhnen ist man da schon ein Stück weiter. Einen Zusammenhang zwischen Beiden scheint nicht zu bestehen und sollte man nun die Unternehmen bedauern, welche auf Grund schlechter Zahlungsmoral selbst Probleme bekommen? Eigentlich nicht, dazu gibt es zu viele Fälle, wo die Zahlungsmoral von Unternehmen mehr als zu wünschen übrig lässt, und dieses nicht nur ihren Mitarbeitern gegenüber.
Und ist nicht dieses System selbst verantwortlich für die beklagte Zahlungsmoral? Gerade kleine und mittlere Unternehmen leiden unter der sich verschlechternden Zahlungsmoral, ist zu lesen, nur sollten gerade diese den Blick in den Spiegel nicht scheuen und bedenken, dass sie zwar ziemlich weit am Ende der Kette stehen, aber nicht das letzte Glied sind. So sind es oft auch solche Unternehmen, die ihren Mitarbeitern ihre Not barmen, um letztendlich Lohnkosten zu sparen und diese gelegentlich sogar schuldig bleiben? „Im Schnitt bekommen deutsche Firmen ihr Geld 16 Tage zu spät,“ wird festgestellt, aber sie bekommen es, immerhin, was man von manchem Beschäftigten nicht sagen kann, da kann es „im Schnitt“ unter Umständen Monate dauern, bis die Ansprüche eingeklagt wurden, was noch lange nicht bedeuten muss, dass man das Geld dann auch bekommt.
Aber einmal von all dem abgesehen, letztendlich handelt es sich um ein hausgemachtes Problem! In einem System, wo die Meisten nur ihren eigenen Vorteil sehen und die Lage des vermeintlich Schwächeren auszunutzen suchen, wo sich die eine Ware gegen die andere Ware durchsetzen muss, ist die Schuld nur ein Mittel seinen eigenen Interessen zu entsprechen. Dabei setzen sich wie üblich die Stärkeren, mit dem längeren Atem (=meiste Geld) am Markt durch, den Anfang machen die Großen und letztendlich bleiben die Letzten auf der Strecke und werden von der Lawine ihrer eigenen Leistung überrollt. Nicht desto trotz wird gerade mit der Schuld der Anderen kräftig Geld verdient, nach dem sie bis ans Ende der Kette durch gereicht wurde.
Aber halt, schließt sich da nicht der Kreis, die Großen fangen an, es wird weiter gereicht, bis ans Ende der Kette, und dem am Ende stehenden fehlt nicht nur dadurch das Geld, um nicht nur die Großen zu bezahlen. Die Schuld hat lang schon ihre Unschuld als treibende Kraft verloren, sie treibt nur noch dem Abgrund entgegen!
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[1] Moral: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/12/30/moral/
[2] hier: http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1322965/Zahlungsmoral-wird-immer-schl
echter.html
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