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Dezember 2009
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Archive für Dezember 2009

Frohes Fest!

Frohes Fest!

 

Allen Besuchern dieser Seiten eine frohes und geruhsames Weihnachtsfest.

 

Bunter Baum

Endlich ein Schuldiger?

Endlich ein Schuldiger?

Nun hat man endlich einen Verantwortlichen, oder Schuldigen für die Bombardierung zweier Tanklastzüge bei Kundus. Der Informant war schuld, oder ein Informant, wer weiß schon wieviele Informanten die Bundeswehr um Kundus so zu laufen hat. Der MZ von heute ist zu entnehmen, als Beiwerk mit Linkangabe zu einem Beitrag, welcher sich mit Gesprächen mit den Taliban erst nach einer Konferenz in London beschäftigt. Zu diesem Beitrag gibt es in der Druckausgabe einen Zusatz, welcher mit „Früher Zweifel an wichtigem Informanten“ überschrieben ist und auf „Details aus dem Geheimbericht: URL” verweist. Demnach hatte der Informant vor dem Bombenabwurf alle 15 bis 20 Minuten angerufen und erklärt, dass sich nur Taliban an den Fahrzeugen befanden. Dieses ließ wahrscheinlich die Zweifel schwinden und bums, … es gab über 140 Tote, darunter viele Zivilisten. Welch reinwaschende Erkenntnis, nicht der Oberst, der befahl, nicht die Kriegsminister, welche leugneten und verschleierten, nein, ein Informant ist schuld und der scheint nicht einmal deutsch zu sprechen. Ja, den Deutschen trifft keine Schuld, schuld sind wiedermal die Ausländer, hier in Form eines Denunzianten am eigenem Volk. Aber halt, in Afghanistan sind die Deutschen ja die Ausländer, also sind doch die Afghanen schuld? Typischer Fall von „selber schuld“, nur was haben deutsche Truppen dort zu suchen? Sollen sie die Afghanen vor sich selbst schützen, und damit dieses erfolgreich getan werden kann, wird der Gegenstand des Schutzes kurzerhand dezimiert? Man ist ja so wie so überfordert und damit nicht weiter zu solch drastischen Maßnahmen an den „Schutzbefohlenen“ gegriffen werden muss, wird der Ruf nach mehr Soldaten laut. Die USA lassen schon marschieren, die Deutschen zieren sich noch ein bisschen und erst einmal haben sie ihre Informanten. Wenn diese schon nicht dazu taugen richtige Informationen zu liefern, so taugen sie allemal als Sündenbock! Selbst wenn sie sich erst einmal gegen zweifelnde Bundeswehrsoldaten durchsetzen müssen! Soweit die Aussagen in der Druckausgabe, in der Internetausgabe gibt es etwas mehr Informationen, wonach die Reinwaschung nicht mehr so einfach funktioniert, da stellt sich nämlich heraus, dass die deutschen Offiziere schlicht weg gelogen haben.

 

Der spanische Weg zum Sozialismus …

Der spanische Weg zum Sozialismus, eine Übersetzung von Sepp Aigner in drei Teilen. Teil I., Teil II. und der umfangreichste Teil III. Nicht uninteressant die Einschätzung der Lage und die gemachten Schlussfolgerungen. Vieles auch nicht neu, aber leider oft in Vergessenheit geraten. Interessant wäre auch der aktuelle Stand der Entwicklung und die zweite Phase, sowie die Konferenz welche bis 31.12.2009 stattfinden soll. Vielleicht kann ja der Übersetzer mehr darüber schreiben. Es würde mich freuen mal wieder von ihm zu hören.

 

Die richtige Schraube?

Nun ist das große Wirtschaftswunderprogramm beschlossen und jetzt geht es ans Bezahlen. Da ist der Finanzminister gefragt, jener Mensch also, welcher bis vor kurzem den Menschen nicht nur in den Computer schaute, rüstet sich nun dazu um der überwiegenden Mehrheit ins Portmonee zu greifen. Dieses erregt natürlich auch Aufmerksamkeit in der Presse, so auch in der Jungen Welt unter dem Titel „Schäuble schießt sich ein“. Ein interessanter Beitrag, welcher auf die verschiedensten Aussagen von Politikern, in den verschiedensten Medien, aufmerksam macht. Und wie nicht anders zu erwarten, meldet sich sogar die PDL aus dem Bundestag mit kosmetischen Vorschlägen zu Wort.

Zu diesem Beitrag habe ich folgenden Leserbrief in der Internetausgabe hinterlassen:

 

Die richtige Schraube?

Letztendlich waren diese Entwicklungen absehbar, wer dem einen gibt, muss dem anderen nehmen. Das dabei nach noch mehr Steuergeschenken gerufen wird, und im Gegenzug die Kosten dafür erspart werden müssen, ist zwar nicht überraschend, sorgt trotzdem für entsprechende Aufregung. Der Finanzminister schnürt sein Sparpaket, selbst der ermäßigte Steuersatz, welcher gerade erst auf die Hotellerie ausgeweitet wurde, steht zur Disposition. Sogar wenn es schwierig scheint, unmöglich ist es sicher nicht. Zu guter Letzt müssen die Kosten ja geschulter werden und von wem dieses zu geschehen hat, stand von Anfang an fest. Da kommen zu allererste all jene in Frage, welche von den Steuergeschenken nichts haben. Das in diesem Zusammenhang die Tarifforderungen des öffentlichen Dienstes in die Schusslinie geraten, ist eigentlich nicht verwunderlich, verwunderlich ist eher die Naivität der Partei Die Linke. Da wird gefordert die Verursacher der Krise zur Verantwortung zu ziehen, ohne die Ursachen der Krisen überhaupt zu benennen und konsequenterweise die Systemfrage zu stellen! Nun ja, Tod dem König! Es lebe der König! Ach so, wenn schon an der falschen Schraube gedreht wird, was wäre die richtige Schraube, um Veränderungen im Interesse der Mehrheit zu erwirken und warum sollte gerade diese Bundesregierung daran drehen? Hätte wenn und aber, oberflächliche Kritik und linkes Wunschdenken taugen maximal zum verbergen der eigenen Scham!

 

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Des Nobelpreisträgers Feuerkraft …

Nun, ein weiterer Krieg, an welchen sich die USA beteiligen. Viel gibt es zurzeit noch nicht zu erfahren, doch lichtet sich langsam der Schleier und Hintergründe kommen zum Vorschein. In der Jungen Welt findet sich ein entsprechender Beitrag mit dem Titel, „Obamas Feuerkraft“, welcher sich mit der Kriegsbeteiligung der USA im Jemen beschäftigt. Des Nobelpreisträgers Feuerkraft nun auch in Jemen, und sicher wieder für den Frieden.

 

Bilder von heute, es war …

Bilder von heute, es war kalt, aber nicht ganz so kalt wie gestern!

 

 Gegenlicht kahl sind die Bäume Weg Straße mit Turm zwei alte Steine

 

Gedanken zum Klimagipfel in Koppenhagen!

Gedanken zum Klimagipfel in Koppenhagen!

Nun ist der Gipfel zur Rettung des Klimas zu Ende und man könnte sagen: außer Spesen nichts gewesen. Aber ist dem So? Ist es nicht eher gelungen die Interessen des Kapitals über die nächste Runde zu retten? Es wurde palavert und von Anfang an nach Schuldigen gesucht, welchen das geplante Scheitern des Gipfels in die Schuhe geschoben werden kann. Zu diesem Zweck wurde fast jedes Register gezogen und wahrlich, eines Engelschores gleich, stimmten die Industrienationen ein Lied über die zu erbringenden Leistungen der anderen an. Ja, wenn es eine Vereinbarung geben solle, so müssen die Entwicklungsländer, ihnen voran China, erst einmal den Forderungen der Industriestaaten entsprechen, dafür gibt es dann auch ein paar Dollar. Diesen Vorgaben wollten die Entwicklungsländer aber so nicht folgen, diese hatten durchaus ihre eigenen Vorstellungen, welche wiederum nicht gerade auf Gegenliebe bei den Industrienationen stießen.

Sicher pustet China nicht gerade wenig CO2 in die Luft, was die absoluten Zahlen anbelangt und sicher ist dieses entschieden zu viel, nur relativiert sich das Ganze, wenn der Ausstoß pro Kopf der Bevölkerung zu Rate gezogen wird. Und da ist der Vorsprung bei den Industrienationen noch erheblich. Auch wenn man sich in der Bundesrepublik umschaut und die aktuelle Politik betrachtet, wo gerade die großen Energiekonzerne Morgenluft wittern, wo die Förderung erneuerbarer Energien reduziert und neue Kohlekraftwerke gebaut werden sollen, da wird offenensichtlich woher der Wind weht.

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2,5 Stunden in den Fluren der ARGE!

2,5 Stunden in den Fluren der ARGE!

 

Plakat

Wie es so ist, heute war ich bei der ARGE SGB II in Quedlinburg und musste ca. 2,5 Stunden auf einen Antrag zur Fahrtkostenerstattung warten. Nun war ich dort schon länger nicht mehr, aber wie ich mich erinnerte gab es diese Unterlagen früher beim „Pförtner“. Aber was ist schon früher, da soll es sogar mal einen Kaiser gegeben haben, den gibt es immerhin auch nicht mehr. So wartete ich auf dem Flur und betrachtete die dort hängenden Bilder und Stellenangebote und was es noch alles zu sehen gabt. Die Mitarbeiter welche vorbei gingen grüßten freundlich, was man von dem Mitarbeiter welcher mich irgendwann aufrief nicht sagen konnte. Der schien eher der Bundeswehr entsprungen zu sein und scheinbar nicht in der Lage seiner tragischen Vergangenheit entkommen zu können. Nach dem er meinen Namen aufgerufen hatte, woraufhin ich mich in seine Richtung umdrehte und meldete, kam ein zackiges, im Befehlston eines nicht allzu hellen Unteroffiziers, „kommen sie schnell rein“. Ein Befehl, welcher mich an den Unteroffizier Machulke aus dem Roman „Bitte sterben zu dürfen“ von Hans von Oettingen erinnerte und mich veranlasste der Aufforderung in aller Ruhe und besonders langsam nachzukommen. Die Angelegenheit konnte relativ schnell erledigt werden und mir wurden die frisch gedruckten Unterlagen ausgehändigt. Auf meine Frage, warum es diese Unterlagen nicht mehr wie früher, also auf einfachen Wege gab, bekam ich zu hören, dass dieses aus Gründen des Datenschutzes nicht mehr anders ginge. Und ich dachte doch glatt man hätte sich eine neue Schikane einfallen lassen, wie man sich doch irren kann! So nahem ich meine Unterlagen und zog von dannen.

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Grundwiederspruch des Kapitalismus.

Grundwiederspruch des Kapitalismus:

wesentlicher innerer, die Entwickelung des Kapitalismus bestimmender Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Aneignung ihrer Ergebnisse. Der Grundwiderspruch besagt, dass die kapitalistische Produktion auf der Arbeitsteilung und Zusammenarbeit einer Vielzahl von Arbeitern beruht, dass die Produkte, die das Ergebnis ihrer gemeinsamen, gesellschaftlichen Arbeit sind, durch den Kapitalisten, den Eigentümer der Produktionsmittel, angeeignet werden. Der Grundwiderspruch entfaltet sich im Widerspruch zwischen der Organisation der Produktion in den einzelnen Betrieben und Unternehmen und der Anarchie der gesellschaftlichen Produktion insgesamt, im Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Bourgeoisie und Proletariat als seinem klassenmäßigen Ausdruck, zwischen dem durch das Mehrwertgesetz bedingte Streben nach schrankenloser Ausdehnung der Produktion und der durch das Kapitalverhältnis begrenzten zahlungsfähigen Nachfrage (Kaufkraft) der Massen, der sich als Widerspruch zwischen Produktion und Markt äußert. Die durch das Profitstreben und den Konkurrenzkampf ständig vorwärtsgetriebene Entwicklung der Produktivkräfte und die Konzentration der Produktion und des Kapitals verstärken den gesellschaftlichen Charakter der Produktion und konzentrieren die privatkapitalistische Aneignung in immer weniger Händen. In diesem Sinne findet eine ständige Verschärfung des Grundwiderspruchs satt. … und weiter

 

Die Welt, ein Komplex von Prozessen!

Die Welt, ein Komplex von Prozessen!

Der große Grundgedanke, dass die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen, worin die scheinbar stabilen Dinge nicht minder wie ihre Gedankenabbilder in unserm Kopf, die Begriffe, eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens durchmachen, in der bei aller scheinbaren Zufälligkeit und trotz aller momentanen Rückläufigkeit schließlich eine fortschreitende Entwicklung sich durchsetzt – dieser große Grundgedanke ist, namentlich seit Hegel, so sehr in das gewöhnliche Bewusstsein übergegangen, dass er in dieser Allgemeinheit wohl kaum noch Widerspruch findet. Aber ihn in der Phrase anerkennen und ihn in der Wirklichkeit im einzelnen auf jedem zur Untersuchung kommenden Gebiet durchzuführen, ist zweierlei. Geht man aber bei der Untersuchung stets von diesem Gesichtspunkt aus, so hört die Forderung endgültiger Lösungen und ewiger Wahrheiten ein für allemal auf; man ist sich der notwendigen Beschränktheit aller gewonnenen Erkenntnis stets bewusst, ihrer Bedingtheit durch die Umstände, unter denen sie gewonnen wurde; aber man lässt sich auch nicht mehr imponieren durch die der noch stets landläufigen alten Metaphysik unüberwindlichen Gegensätze von Wahr und Falsch, Gut und Schlecht, Identisch und Verschieden, Notwendig und Zufällig; man weiß, dass diese Gegensätze nur relative Gültigkeit haben, dass das jetzt für wahr Erkannte seine verborgene, später hervortretende falsche Seite ebensogut hat wie das jetzt als falsch Erkannte seine wahre Seite, kraft deren es früher für wahr gelten konnte; dass das behauptete Notwendige sich aus lauter Zufälligkeiten zusammensetzt und das angeblich Zufällige die Form ist, hinter der die Notwendigkeit sich birgt – und so weiter.

Aus „Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie“

Friedrich Engels MEW Band 21, Seite 291/292, Dietz Verlag Berlin 1984