Archive for January, 2010

Mehr Kindergeld, nur nicht …

Saturday, January 30th, 2010

Mehr Kindergeld, nur nicht dort wo der Bedarf am größten ist. So wird Kindergeld mit den Bezügen aus ALG II verrechnet, und dieses trifft auch für die jüngste Kindergelderhöhung im Nachhinein und mit sofortiger Wirkung, zu! Wo es vor Jahren noch eine Übergangsregel gegeben hat, wird heute den Betroffenen gleich ins Portemonnaie gegriffen, also vermeidliche Überzahlung zurückgefordert. In einem Beitrag mit der Überschrift „Geldeintreiber des Tages: Agentur für Arbeit“ wird darüber berichtet. Erschreckender Weise treffen diese Forderungen für 2.2 Millionen Kinder zu, und das sind nur jene Bescheide, welche bis Ende letzten Jahres ergangen sind und in dieses Jahr hineinwirken, betroffen von der nicht Kindergelderhöhung sind mehr Kinder. Somit ergeben sich allein daraus für Januar Rückforderungen in Höhe von 44.000.000,-€.

Aber ist es verwunderlich? Ist die Bundesregierung nicht verpflichtet den Interessen ihrer Klientel zu entsprechen? Kinder gehören nicht dazu und erst Recht nicht Kinder von ALG II Bezieher. So wird die Ersparnis sicher „gut“ angelegt werden und genutzt zur Finanzierung der verschiedensten Klientel bedienenden Steuergeschenke. Das im Gegenzug damit auch erfolgreich Kaufkraft vernichtet wird, spielt keine Rolle, ist es doch effizienter das Geld ohne Umwege dem Empfänger direkt und ohne Gegenleistung zukommen zu lassen.

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Die Ware!

Friday, January 29th, 2010

Ware: Produkt menschlicher Arbeit, das gesellschaftliche Bedürfnisse befriedigt und für den Austausch produziert wird. Die Ware gelangt über den Austausch (Kauf und Verkauf) in die produktive oder die nichtproduktive Konsumtion. Der Warencharakter eines Arbeitsprodukts ist keine natürliche, sondern eine gesellschaftliche Eigenschaft, die es unter den Verhältnissen gesellschaftlicher Arbeitsteilung annimmt. Jede Ware stellt die dialektische Einheit zweier Grundeigenschaften dar, die ihr Wesen bilden: Gebrauchswert und Wert. Als Gebrauchswert befriedigt die Ware menschliche Bedürfnisse der verschiedensten Art. Als Wert verkörpert die Ware gesellschaftlich notwendige Arbeit der Warenproduzenten; der Wert liegt dem Austausch zugrunde und erscheint als Tauschwert. Dieser Doppelcharakter der Ware (Gebrauchswert und Wert) entspricht dem Doppelcharakter der Arbeit als konkrete und abstrakte Arbeit sowie aus dem Produktionsprozess in seiner Einheit als Arbeits- und Wertbildungsprozess. Als Gebrauchswerte, die das Ergebnis der konkreten Arbeit sind, können die qualitativ unterschiedlichen Waren quantitativ nicht verglichen werden. Ein quantitativer Vergleich verschiedener Waren ist nur über den Wert möglich. … weiter …

 

Elitetheorie:

Friday, January 29th, 2010

Elitetheorie: bürgerliche Theorie, nach der die Volksmassen, die Werktätigen, zu einer eigenständigen schöpferischen Leistung unfähig sind, als willenlose, leicht verführbare Masse keine eigenständige geschichtsbildende Kraft darstellen, sondern zu ihrer Führung eine Elite bedürfen. Das Ziel der Ideologen dieser Theorie besteht darin, die gesellschaftliche Entwicklung als das Werk einer Führungsschicht nachzuweisen, deren privilegierte Stellung und Herrschaft über die Massen aus angeblich besonderen sozialen, biologischen, geistigen oder sittlichen Qualitäten dieser Schicht herzuleiten seien. Das in der Elitetheorie benutzte Einteilungsprinzip Elite – Masse basiert auf subjektiven Kriterien. Die Vertreter der Elitetheorie leugnen die Existenz objektiver gesellschaftlicher Gesetze, das Primat des gesellschaftlichen Seins gegenüber dem gesellschaftlichen Bewusstsein. Sie ignorieren die Tatsache, dass die Produktionsweise materieller Güter den Charakter und die Entwicklung der Gesellschaft bestimmt und dass demzufolge die unmittelbaren Produzenten materieller Güter die entscheidenden Träger der gesellschaftlichen Entwicklung und aller wichtigen historischen Ereignisse sind. … weiter …

 

Bildungsprivileg:

Friday, January 29th, 2010

Bildungsprivileg: Wesenszug der gegen die Werktätigen gerichteten Bildungspolitik in antagonistischen Klassengesellschaften. Die zur Teilnahme an der Lenkung von Politik und Wirtschaft notwendige Bildung ist das Privileg der herrschenden Klasse (Bildungsmonopol). Die werktätigen Massen bleiben entweder vollkommen von der Bildung ausgeschlossen (Analphabetentum in den kolonialen und halb kolonialen Ländern sowie zum Teil auch in hoch entwickelten kapitalistischen Ländern), oder ihre Bildung wird auf das für die technische Entwicklung erforderliche Minimum beschränkt. … weiter …

 

Bildung als Rettungsanker?

Thursday, January 28th, 2010

Unter dem Titel „Geiz wird zum Bumerang“, findet sich in der Jungen Welt ein Beitrag zu den Folgekosten, welche entstehen, wenn nicht in Bildung investiert wird. Nun braucht man eigentlich keine großen Erhebungen zu machen um dieses zu erkennen, aber der Wind weht aus einer anderen Richtung. Auf der Suche nach Ursachen für die verschiedensten Probleme innerhalb dieses Systems, rückt in letzter Zeit die Bildung immer mehr in den Mittelpunkt. Ja, die Bildung ist schuld, so die Intention, wären die Menschen besser gebildet, so würden diese leichter Arbeit finden und die Wirtschaft schneller wachsen, genauso wie andere Probleme sich im Wohlgefallen neu errungener Weisheiten auflösen würden. Ein realistischer Blick ins nähere Umfeld ist in der Regel schon ausreichend, um festzustellen, dass dem nicht so ist. Dieses soll aber nicht heißen, dass aus diesem Grund nicht um bessere Bildung gerungen werden muss, und vor allen auch um gleichberechtigte Teilhabe an dieser.

Zum Text selbst habe ich folgenden Leserbrief geschrieben:

Bildung als Rettungsanker?!

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Mal wieder Opel und die Mutter agiert!

Wednesday, January 27th, 2010

Mal wieder Opel und die Mutter agiert!

Nun wird saniert, nach langen hin und her um Opel, klären sich nicht nur die Fronten, sondern es wird ernst. General Motors schreitet zur Tat, den Gewerkschaften und Betriebsräten scheint aber nicht mehr einzufallen, als an längst vergangene Werte, Solidarität und Kampfbereitschaft zu erinnern und ansonsten wird nach den starken Worten abwartend verharrt. Unter dem Titel „GM mit Salamitaktik“ findet sich ein interessanter Beitrag zu diesem Thema, welcher im Ausblick auf eine Lösung verweist. Unbegrenzte Betriebsversammlungen, europaweite Aktionen, so das die Produktion zum erliegen kommt. Mit Hoffnung und Geduld wird nichts zu erreichen sein, es muss schon da angesetzt werden, wo es dem Unternehmen weh tut, bevor vollendete Tatsachen geschaffen wurden. Nur scheint es keine Kraft zu geben, welche die Führung in einem solchen Kampf übernehmen würde. Eigentlich wäre dieses die Aufgabe von Gewerkschaft und Betriebsräte, nur über halbherzige Bekundungen und starke Worte, scheinen diese nicht hinauszukommen.

 

Kabarett Februar 2010

Wednesday, January 27th, 2010

Kabarett Februar 2010

Heute erhalten, per E-Mail:

 

Newsletter KuZ Reichenstraße Quedlinburg

Kabarett am 07.02.2010 / 20:00 Uhr / Saal KuZ Reichenstraße Quedlinburg

 

Weltkritisches Kabarett in der Reichenstraße

 

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Quedlinburg. Am Sonntag, den 7. Februar, gastieren um 20:00 Uhr wieder Kabarettisten im Saal des KuZ Reichenstraße. Der Dachverein präsentiert die Kleinkunstreihe “Kabarett genial!” mit dem Ensemble Weltkritik aus Leipzig. Mit ihrem Programm “Talentefest” werden sie die Lach-, aber auch die Denkmuskeln der Gäste in Bewegung setzen.

 

„Die Krise braucht ein Gesicht!“ Dieser Aufforderung ist das Ensemble Weltkritik sofort gefolgt. Die beiden erwerbslosen Jungakademiker stellen nicht nur ihre Talente zur Krisenbewältigung, sondern auch sich selbst als Projektionsfläche für die gebeutelten Bürger der Republik zur Verfügung. In Ihrer Seminarshow schnüren die beiden Talentscouts Ihr persönliches Rettungspaket. Sie basteln Überlebensstrategien und bringen Ihnen bei, wie man eine gute Portion Optimismus anrichtet. Gemeinsam singen, tanzen und klatschen wir uns einen Weg aus der Krise.

 

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Krieg ist Krieg!

Wednesday, January 27th, 2010

Wie der Krieg begann, in Afghanistan, wobei es sich eigentlich, in einem Beitrag im ND, unter dem Titel so begann der Krieg, um den Eintritt bundesdeutscher Truppen in diesen Krieg geht. Ein interessanter Beitrag, gerade da dieses Thema zur Zeit wieder aktuell ist und von den verschiedensten Politikern, Interessen spezifisch vereinnahmt wird. Letztendlich geht es mit der Entsendung weiterer Truppen um die Durchsetzung verschiedener Interessen. Wobei eines sicher feststeht, dabei geht es weder um die Interessen des deutschen oder afghanischen Volkes, sonder um global strategische Interessen, um Rohstoffe, Absatzmärkte, Vormachtstellung in der Region etc. kurz gesagt, um Profitinteressen! Zum Beitrag habe ich folgenden Leserbrief geschrieben, wobei ich in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Kommentar (27. Jan 2010 08:51) verwiesen möchte:

Krieg ist Krieg!

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Arm bleibt Arm, da helfen keine Rechentricks!

Wednesday, January 27th, 2010

Ja, es ist etwas faul, wie hier zu erfahren, nur was ist wirklich faul?

Hau drauf, auf die Schwachen, können diese sich doch am wenigsten wehren! Warum eigentlich? Aber einmal davon abgesehen, was soll diese Streiterei ums Geld, wo es eigentlich um die Menschen geht? Die Bildzeitung ist nun einmal eine Hetzpostille, und wenn die Leserschaft  kritisch beäugt wird, nun ja, so ist mancher prekär Beschäftigte, aber auch ALG II – Bezieher dabei. Warum wohl, um sich selbst beleidigen zu lassen, oder Trost im Elend zu finden?

Und ist es nicht so, dass sich hier eine Diskussion aufdrängt, welche vom eigentlichen Problem nur ablenkt? Welches Ziel steht hinter solchen Diskussionen und Berichten? Einmal geht es darum und dieses ist dem Text zu entnehmen, ALG II Bezüge zu kürzen, damit aber auch die Einkommen aus prekärer Beschäftigung, zum anderen einen Keil zwischen die Armen zu treiben und letztlich die Schuldfrage zu klären, in dem die Schuld den Betroffenen zugeschoben wird.

Das ein Mensch, eine Familie etc. welche/r nur von ALG II leben muss, eigentlich zu wenig zum leben hat, ist allgemein bekannt, dass dieses auch für den prekär Beschäftigten zutrifft, ist genauso wenig ein Geheimnis. Ob die Bildzeitung, in ihrem Versuch Arme gegen Arme auszuspielen, nun das Einkommen der Armen falsch angibt, ist eigentlich nur zweitrangig von Bedeutung, da unterm Strich nicht mehr zum Leben zur Verfügung steht, immerhin sind mit der Ausübung einer Tätigkeit ebenfalls Kosten verbunden. Letztlich macht der arbeitende Arme nichts anderes, als seine eigene Tätigkeit für seinen „Arbeitgeber“, mit Hilfe staatlicher Transferleistungen, zu subventionieren. Es ist schon ein Problem, dass der arbeitende Arme „fleißig“ ist und am Monatsende nicht mehr, oder nur geringfügig mehr Geld in der Tasche hat, als der nicht arbeitende Arme (dessen Fleiß nicht gebraucht wird), die Ursache für dieses Problem ist aber nicht der nicht arbeitende Arme, mit seinen Transferleitungen, sondern die Arbeit selbst, welche ausgeübt wird, obwohl sie nicht Existenz sichernd ist.

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Sie war wahr, die DDR!

Tuesday, January 26th, 2010

Sie war wahr, die DDR!

Die Stellung zur DDR ist die Gretchenfrage für jeden Linken, an der Beantwortung dieser Frage scheiden sich die Geister. Ein hervorragender Beitag, welcher erfrischend, klar und konsequent, ausspricht, was leider viele Linke nur zum herumeiern animiert. Es ist wohltuend ihn zu lesen, gerade in einer Zeit, wo die ideologischen Auseinandersetzungen an schärfe zunehmen und die gleich geschalteten Medien voll sind von Berichten über die DDR, das Leben in der DDR, welche weit entfernt sind von der eigentlichen Realität und einzig und allein der nachträglichen Delegitimierung dieses Staates dienen. Erinnerungen sollen ausgelöscht und eine kritische Aufarbeitung verhindert werden. Diese Aufgabe bleibt den Linken nicht erspart, wenn sie nicht im System des Kapitalismus verhaftet bleiben wollen. Dieser Beitrag leistet einen Beitrag dazu, ein wahrer, kurzer, historischer Abriss. Danke!

Und selbst auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole, sei noch einmal auf folgende Aussage von Friedrich Engels zur Geschichtsschreibung verwiesen: „Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware, also auch die Geschichtsschreibung. Es gehört zu ihrem Wesen, zu ihren Existenzbedingungen, alle Waren zu verfälschen: sie verfälscht die Geschichtsschreibung. Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn der Bourgeoisie am besten verfälscht ist.“ MEW. Bd. 16, Seite 499 – 500.