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Archive für 4.1.2010

Religionskritik, oder …

Religionskritik, oder einfach nur Hetze? Steht die Freiheit auf dem Spiel, die Freiheit andere Menschen zu verunglimpfen und dieses im Namen der Pressefreiheit? Sicher nicht, Extremismus, wie ihn eine jede Religion hervorbringt, ist von Intoleranz und Fanatismus gekennzeichnet. Ein Blick, nicht nur in die europäische Vergangenheit, kann sehr Aufschlussreich sein. In der Jungen Welt findet sich ein Beitrag zu diesem Thema, Ausgangspunkt ist dabei das misslungene Attentat auf einen dänischen Karikaturenzeichner, welcher mit seine „Mohammed verhöhnenden Zeichnungen“ so manchen Protest in der islamischen Welt auslöste.

Mit Religionskritik haben die Zeichnungen sicher nur wenig zu tun, genauso wie einseitige Betrachtung verschiedener Religionen. Und wenn sich selbst der Papst mit den Federn der Aufklärung schmückt, dann sollte dieses doch sehr zu denken geben. Was aber Religion immer schon gewesen ist und woran sich bis heute nichts geändert hat, sie ist ein Instrument zur Verwischung gesellschaftlicher Widersprüche und dient der Instrumentalisierung religiös gläubiger Menschen gegen ihre eigen Interessen. Das nun der Einfluss der Kirchen, der religiöse Glaube, in Europa nicht mehr die gern gesehenen motivierenden Wirkungen erzielt, hindert aber nicht daran, anderer Menschen religiösen Glauben zu Instrumentalisieren, wie es zur Zeit mit dem Islam geschieht. Da wird nicht einmal davor zurück geschreckt die europäische Aufklärung als Krücke zu nutzen, obwohl man die Ergebnisse dieser ansonsten lieber in der Mottenkiste der Geschichte verschwinden lässt.

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Nochmals Hartz IV.

Nochmals Hartz IV.

 

Hartz IV. schöne heile Welt, alles in Ordnung, es könnte gar nicht besser gehen! So die Intention wenn man diesen Artikel liest. Nur für wem? Eigentlich doch nur für die Unternehmen welche von der Lohndrückerei profitieren, und für die vielen Firmen, welche mit Lehrgängen ihr Geld verdienen, in welchen sich Hartz IV – Betroffene mit dem Schreiben von Bewerbungen beschäftigen und anschließend einen Praktikumsplatz erhalten, welcher zu 100 % dem Praktikumsbetrieb nichts kostet, aber zu über 90 % keine Weiterbeschäftigung bietet. Wie auch, sind ja noch genügend potenzielle Praktikanten, man möchte ja den Platz nicht blockieren. Letztendlich werden die Betroffenen durch dieses System entmündigt, drangsaliert und schikaniert, ohne dass auch nur ein Arbeitsplatz mehr zur Verfügung steht. Einzig die prekären Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu. Macht man sich die Mühe und schaut auf die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, so kann man erfahren, dass es am 30.12.2009 nicht weniger als 3.877.295 eingegebene Bewerberprofile gab und 367.984 Stellenangebote. Irgendwie eine leichte Unterdeckung, aber was soll es, nach der gängigen Logik ist für jeden etwas da und von den angebotenen Stellen sind nicht wenige Überholt. Aber gut, oder nicht gut, wahrscheinlich entscheidet die Bewerbung, welche am schönsten geschrieben wurde.  

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