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Archive für 15.1.2010

Ein Jubiläum und zwei Sichtweisen!

Ein Jubiläum und zwei Sichtweisen!

Jahre ist es her, da wurde in Berlin die Zentrale der Staatssicherheit gestürmt und zum Teil auch geplündert. Dabei waren nicht nur Bürger zu gegen, sondern auch Vertreter verschiedener, westlicher Geheimdienste. Anzunehmen ist, auch wenn bestritten, dass letztere die Initiative ergriffen hatten. Immerhin war deren Interesse groß, hatten sie doch in der Zeit des kalten Krieges in der Staatssicherheit einen ihrer fähigsten Gegner, welcher oft den Sieg davon getragen hat. Manche Wunde war damals noch frisch und schmerzte nicht wenig, da war es sicher von Interesse zu erfahren, welche Trümpfe dieser Geheimdienst noch in der Tasche hatte und vor allem, welche Agenten noch aktiv waren.

Nun ist es zwanzig Jahre her, dass in Berlin der Sturm auf diese Zentrale losgebrochen ist, wie in der MZ zu lesen, ein friedlicher Sturm, war ja eine friedliche Revolution, welche zu diesem Zeitpunkt weitgehend ihre ursprünglichen (vielleicht auch nur vorgeblichen), politischen Ziele, dem Schrei nach “Bananen” geopfert hatte! Aus „wir sind das Volk“, war längst „wir sind ein Volk“ geworden und bundesdeutsche Politiker tingelten kreuz und quer durch die DDR. Das viele von denen, welche diesem Herdentrieb folgten und damals forderten das die Mitarbeiter der Staatssicherheit in die Produktion sollten, heute Arbeitslos sind, zeug nicht nur von der Naivität, mit welcher gefolgt wurde, sondern auch vom Versagen des Sozialismus in der DDR.

Das Birthler und Konsorten diesen Tag nun begrüßen, und sich in Feierlaune versetzen, entspricht ihrem Auftrag, mit dem Mythos Staatssicherheit möglichst viele Menschen von ihren eigentlichen Probleme abzulenken und in der Vergangenheit verharren zu lassen.

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Abschwung der Wirtschaft …!

Abschwung der Wirtschaft …!

Abschwung der Wirtschaft ohne Beispiel, oder beispielloser Abschwung der Wirtschaft? Bis jetzt jedenfalls, wenn die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg betrachtet wird! Aber wird dieses Beispiel nicht Schule machen und es kaum noch Wachstum im hergebrachten Sinne geben? Müsste nicht die eigentlich Frage sein; wohin geschwungen, ab-geschwungen, um-geschwungen wird?

Ja, das Krisenjahr 2009 ließ die deutsche Wirtschaft um satte 5% einbrechen, ist der MZ zu entnehmen, dieses wurde aber erwartet! Jetzt wird von Rezession gesprochen, wo es doch noch Ende 2009 ein Konjunkturbeschleunigungsprogramm gegeben hat. Da von Konjunktur nun keine Rede mehr ist, fragt sich, was nun beschleunigt wird? Die Rezession vielleicht? Möglich schon, wenn dieses Programm zur Lastenumverteilung, ohne Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Befindlichkeiten, zum Zwecke der Befriedigung des eigenen Klientel, betrachtet wird. Das aber nicht alles in der Wirtschaft bergab ging, belegt das Wachstum bei den Rüstungsexporten, da sorgten die weltweiten Krisenherde für ein sattes Wachstum von 36,5%. Letztendlich wird sich aber ein solches Umsteuern als äußerst kontraproduktiv erweisen und der Kriegswirtschaft, mit all den entsprechenden und zu erwartenden Folgen, das Wasser reichen, was wiederum alles andere als gut für die Menschen, die Menschheit ist.

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