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Archive für 19.1.2010

Parteispenden, Parlamentarismus und die Gralshüter …

Parteispenden, Parlamentarismus und die Gralshüter der parlamentarischen Parteiendemokratie!

 

Wurde ja auch Zeit, endlich wieder Futter für die Volksseele und Nahrung für den Glauben an den Klapperstorch, oder an den heiligen Gral und die unbefleckte bürgerliche Demokratie! Längst hat man es geschafft dem gemeinen Volk die Illusion zu vermitteln, dass in einer Zeit weitgehender Interessenübereinstimmungen und Klassenharmonie, in welche man vorgibt zu leben, alle Parteien für alle da sind. Vielleicht auch ein Grund, warum immer weniger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen! Und nun dieses, da nimmt doch wirklich eine Partei der rechten Mitte, oder Mitte-rechts (FDP) von einem ihrer Förderer Geld und setzt auch noch dessen Forderungen prompt durch! Welch Verwunderung, welch Aufschrei der Entrüstung, welch Heuchelei, welch Naivität, offenbart sich als Ergebnis dessen im Bundestag! Sollte es sein, dass in der Allgemeinheit und Tristes des politischen Spieles, welches man parlamentarische Parteiendemokratie nennt, vergessen wurde aus welchen Gründen und wie überhaupt Parteien entstanden sind? Dabei ist es eigentlich egal welche Definition für „Partei“ zur Hilfe genommen wird, darin, dass Parteien Interessenvertreter sind, ist man sich einig. Und so hat natürlich auch die FDP die Interessen ihrer Klientel zu bedienen, dieses und nichts anderes ist ihre, aber auch die Aufgabe aller anderen Parteien. Auch das eine Parteien Geld benötigt um einen erfolgreichen Kampf zur Erlangung der, für die erfolgreiche Interessenvertretung, notwendigen Positionen innerhalb des demokratischen Gefüges, zur Interessenwahrung ihrer Klientel, liegt eigentlich auf der Hand. Das sich die Parteien in der Bundesrepublik eine staatlich subventionierte Möglichkeit ihrer Finanzierung geschaffen haben, spricht in keinen Fall dagegen, eher spricht die Art und Weise dieser Finanzierung dafür.

Nun hat auch die FDP Geld genommen, um einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen, dass sie anschließend daran geht ihr Programm umzusetzen, dürfte eigentlich nur einen naiven Geist schockieren.

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Schleichende Missionierung, Gedanken zum Ethikunterricht!

Schleichende Missionierung, Gedanken zum Ethikunterricht!

Was ist eigentlich Ethik und welche Aufgaben hat der Ethikunterricht an den Schulen? Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass Ethik angewandte Philosophie sei und an anderer Stelle, das sie eine Sittenlehre, eine philosophische Wissenschaft, die das Sittliche oder die Moral, d. h. die sittlichen Beziehungen, Verhaltensweisen, Werte, Normen und Anschauungen der Menschen untersucht. So gesehen müsste sich ein entsprechender Unterricht nun auch mit diesen Gegenständen beschäftigen. Macht er auch, nur wie? So wie es den gesellschaftlichen Verhältnissen entspricht! Heute oft sehr platt und oberflächlich, da wird nicht nur auf weltanschaulich idealistischer Grundlage argumentiert, sondern religiös verklärt und mystifiziert. Da wird Kindern Wissen abverlangt, welches historisch nicht einmal belegbar und selbst in christlichen Glaubensrichtungen umstritten ist. Somit wird versucht verschiedene Dogmen als Wissen zu verkaufen. Warum werden die Kindern da nicht gleich nach Einzelheiten aus Grimms Märchen befragt und dieses als Grundlage zur Benotung genommen? Warum muss ein Schulkind z. B. wissen wie die heiligen drei Könige hießen und welche praktische Bedeutung hat dieses Wissen für ihr späteres Leben? Sicher ist Wissen nicht schlecht, nur handelt es sich hierbei um Glauben, um einen sehr speziellen Glauben, um religiösen Glauben, und sollten nicht gerade Schulen Wissen vermitteln und nicht Glauben? Aber vielleicht glaubt auch so mancher Lehrer, dass er Wissen vermittelt, wenn er Glaubenssätze predigt und nicht beweist?

So scheint dieses (Wissensvermittlung) nicht Aufgabe des Ethikunterrichtes zu sein, jedenfalls nicht in der Grundschule, welche meine Tochter besucht. Da werden Kinder schräg angeschaut, ernten Kritik, Spott und schlechte Noten, wenn sie christlich, religiöse Lehrsätze nicht her betten können, oder über kein tieferes Wissen vom Hintergrund religiösen Feiertagen haben.

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