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Archive für 7.2.2010
Religion:
7.2.2010 by Tolo.
Religion: Form des gesellschaftlichen Bewusstseins mit Weltanschauungscharakter. Gesamtheit von Anschauungen, Emotionen und Kulthandlungen, deren Wesen in einer phantastisch verzerrten, illusionären Widerspiegelung der Natur und der Gesellschaft im Bewusstsein der Menschen besteht. Dieses Wesensmerkmal ist allen Religionen, von den frühesten in der Urgesellschaft (Magie, Zauber, Totemismus) über die polytheistischen Stammes- und Volks-Religionen bis zu den entwickelten Formen des Monotheismus (Christentum, Islam, Buddhismus), gemeinsam.Da die religiösen Anschauungen den Ursprung und das Wesen der Welt letztlich in einer übernatürlichen, geistigen Macht sehen, sind sie ihrem Inhalt nach eng verwandt mit dem objektiven Idealismus. Die Entstehung, Veränderung und auch das allmähliche Absterben der Religion gehen notwendig aus dem materiellen Lebensprozess der Menschen hervor. ... weiter …
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Freidenken, in Zügen weltanschaulichen Idealismus!?
7.2.2010 by kucaf.
Nun gibt es in der Mailliste der Freidenker ein freigeistiges Wort zum Sonntag, das Aktuelle ist hier Gegenstand folgender Betrachtung.
Freidenken, in Zügen weltanschaulichen Idealismus!?
Der große Mangel mancher Erkenntnis besteht darin, dass sie nur von der oberflächlichen Erscheinung ausgeht und es vermeidet die eigentlichen Ursachen zu benennen. Dieses trifft besonders auch auf das besagte Problem der Umweltzerstörung zu, es wird zwar erkannt, dass der Mensch seine eigenen Lebensgrundlagen zerstört und dass dem Einhalt geboten werden muss um fort existieren zu können, aber warum er dieses tut, bleibt im Dunkeln. Auch ist es ein Irrtum, dass das Verhältnis zwischen Mensch und Natur durch dieses Problem in den Vordergrund rückt, da es immer schon im Vordergrund gestanden hat, es nur nicht als solches benannt wurde. Das Verhältnis Mensch - Natur ist ein beständig bestehendes und notwendiges Grundbedürfnis des menschlichen Seins selbst. Nur trifft für dieses Verhältnis zu, was für die Elementarbedürfnisse (Atmung, Nahrung, Schlaf, Sexualität) zutrifft, sie sind so selbstverständlich, dass man ihnen wenig Beachtung schenkt, solange sie kontinuierlich und im erforderlichem Maße befriedigt werden. Kommt aber dieser Austauschprozess ins stocken, wird gestört, droht gar zum erliegen zu kommen, so wird sich der Mensch dieses Zusammenhanges immer stärker bewusst und treibt damit auch die bürgerliche Ideologie in einen Strudel von Erklärungsnöten. Was immer Ideologie auch ist, sie hat ihren Ursprung und ihre Aufgabe zu erfüllen! So wird zwar das Dilemma, in welches sich die Menschheit dank eigener bewusster Tat manövriert, erkannt, nur die eigentlichen Ursachen bleiben im Dunkel, ja, sie werden bewusst dort belassen. Dementsprechend sind auch die Lösungsvorschläge, mit deren Hilfe dieses Dilemma beseitigt werden soll! Eine neue Verfassung soll es richten, auf juristischem Wege soll die Welt gerettet werden, dass aber selbst juristische Strukturen objektive Ursachen haben und Mittel zum Zweck sind, bleibt im Nebel allgemeiner Verklärung verborgen. Juristisch ist diesem Problem nicht beizukommen, da die gegenwärtige Justiz auf dem selben Misthaufen erblüht, welcher diese Problem hervorgebracht hat. In diesem Zusammenhang wäre es durchaus von Interesse zu klären was Recht eigentlich ist und welche Ursachen es hat? Recht ist nämlich selbst eine menschliche Schöpfung, welche der herrschenden ökonomischen Struktur der Gesellschaft entspricht und zur Durchsetzung von Interessen (menschliche) und zwar gegen andere Interessen (menschliche), dient. Und so wird Recht, genauso wenig wie im Interesse aller, auch nicht im Namen der Natur gesprochen, wie auch? Ja, wie sollte ein neues Rechtsdenken die Welt verändern und welche Ursachen hat diese „ökologische Weltkrise“ überhaupt, ist sie nicht letztlich ein Bestandteil der allgemeinen Krise des Kapitalismus?
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