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Archive für 24.2.2010

Lobbyismus

Lobbyismus: in kapitalistischen Ländern verbreitetes Korrumpierungssystem, mit dem einzelne Bourgeoisievertreter bzw. -gruppen auf die Gesetzgebung einwirken, um ökonomische Interessen durchzusetzen. Der Begriff Lobbyismus ist abgeleitet aus dem Wort Lobby (Wandelhalle des Parlaments) und knüpft an die Praxis der Bourgeoisie in früheren Perioden des Kapitalismus an, über die Parlamentsabgeordneten Einfluss auf die Politik des Staates zu gewinnen. Die für den Imperialismus typische Verlagerung von Entscheidungen vom Parlament auf die Exekutive hat dazu geführt, dass sich die entsprechenden Aktivitäten der Monopolbourgeoisie vorrangig auf den Regierungsapparat und damit auf die Ministerialbeamten konzentrieren. ... weiter …

 

Politische Instrumentalisierung einer Verfehlung!

Politische Instrumentalisierung einer Verfehlung!

Kritik der Kritik und was steckt eigentlich hinter der ganzen Aufmachung? Die bürgerliche Presse hechelt das Thema durch, es ist ein gefundenes Fressen, besonders weil sich eine menschliche Verfehlung hier gut politisch Instrumentalisieren lässt. Nun hatte die Frau seichte Kritik an der Kriegsführung der BRD geübt, diese aber nach dem Rapport beim Kriegsminister relativiert, immerhin hängt auch ihre Kirche am Tropf des Staates. Nur, sie hat Gefährlichkeit bewiesen und das allein zählt, da können ihre Gegner doch frohlocken, dass es zu dieser Verfehlung gekommen ist. Ja, sie ist Angreifbar für die Medien und wird an den medialen Pranger gestellt, frei nach der Intention; wie kann eine Frau, eine Kirchenfürstin, welche sich solcher Verfehlungen schuldig macht, den Staat und seine kriegerischen Machenschaften kritisieren? Im heutigen regionalen Wurstblatt hier, aus dem Hause Neven DuMont, ist diesem Vorgang über eine dreiviertel Seite (Seite drei, ankündigender Verweis auf der Titelseite und Kommentar) gewidmet, warum wohl? Eine Frau, im hohen Kirchenamt, welche sich zu (halbherziger) Kritik am Staat hinreißen lässt und dazu noch betrunken bei rot über eine Kreuzung fährt, das kann nicht angehen, in einer weitestgehend patriarchalischen Welt! Sollten wir wirklich in diesen Chor einstimmen? Ich finde nicht und hat sie uns nicht gerade praktischer Weise bewiesen, wie eng die Verbindung von Staat und Kirche in diesem Land ist?

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