Gedanken zu einem Interview!
Der Tot ist ihr Beruf und fürs Morden möchte einer der ersten deutschen und noch lebenden „Helden“ des Afghanistanfeldzuges mehr Verständnis von der Bevölkerung. „Er oder ich – darum ging es“, unter dieser Schlagzeile wird auf faz.net deutsche Heldenverehrung propagiert. Zu diesen Zweck wird ein Interviewe mit dem ersten Ehrenkreuzträger, wie die Wiederauflage des Ritterkreuzes heute genannte wird, veröffentlicht.
Zu erfahren ist, dass ein deutscher Spähtrupp in einen Hinterhalt gerät und um Hilfe ruft, der „Held“, welcher sich mit seinem Zug in acht Kilometer Entfernung befindet, setzt diesen in Bewegung und trifft 8 Minuten später am Ort des Geschehens ein. Der Spähtrupp kommt ihm aus dem Ort entgegen und der panisch, verwirrte Spähtruppführer schreit, dass der Feind überall sei. Der „Held“ hingegen behält den Überblick, konnte dem Befehl zum Vertreiben der Taliban aber nicht nachkommen, da diese auch einen Plan hatten. Es kam zum Gefecht, die Taliban griffen an, die „Helden“ „erwiderten das Feuer und vernichteten bereits in dieser frühen Phase des Kampfes Teile des Feindes.“ Damit nicht genug, geht das Heldenepos weiter und der Held tötet selbst, nachdem er nur kapp verfehlt wurde, in einer heldenhaften „Duellsituation“ einen Afghanen. Dem klassischen Western-Klischee folgend, stirbt meistens jener zu erst, welcher zu erst gezogen hat, es sei denn, es war ihm vorher vergönnt seinem Gegner in den Rücken zu schießen. Was hier nicht der Fall war, sondern die Afghanen stürmten gegen die Deutschen vor, welche sich einigelten und wahrscheinlich aus allen Rohren ballerten. Letztlich siegten die Aggressoren, wobei der „Held“ der Deutschen (welcher er sicher gerne wäre), oder einfach nur der deutsche „Held“ (mit Orden geschmückt), dem Gegner den nötigen Tribut nicht versagt, so antwortet er auf die Frage nach den Fähigkeiten des Feindes: „das war ein sauber geführter infanteristischer Angriff. Die wussten genau, was sie machen, die waren gut ausgebildet.“ Nur der „Held“ deutscher Nation und seine Mannschaften waren besser, „die Anzahl der Ausfälle des Feindes unterliegt der Geheimhaltung. Er hatte eine Menge Tote zu beklagen, das kann ich sagen.“ sagte der „Held“ und zieht folgendes Resümee: