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Theorie oder Aktion? Das kann nicht die Frage sein!
Dieser Eintrag stammt von kucaf Am 22.4.2010 @ 12:16 In Gedanken | Keine Kommentare
Theorie oder Aktion? Das kann nicht die Frage sein!
Nun Frank,
Du vermeinst also das es wenig Sinn macht über Krieg nachzudenken, sondern es auf Aktionen gegen den Krieg ankommt? Wenn nun aber bedacht wird, dass der Kampf gegen Krieg nicht neu ist und selbst die Friedensbewegung zu „Friedenszeiten“ schon bewegter war, ergeben sich meines Erachtens einige Fragen, welche verdienen beantwortet zu werden.
Theoretischen Diskussion, oder praktische Aktion, nur was ist mit der Dialektik von Denken und Handeln? Und wie ist es zu verstehen, wenn Ihr euch mit einer Aussage von Clausewitz auseinandersetzt, hab ihr diesem nicht selbst schon Rechnung getragen? Das ihr letztlich nur für und gegen Krieg plädiert habt, ist eventuell gerade einer Dominanz von Aktionen, also einem Aktionismus zu verdanken. Vielleicht war aber auch nur die Frage falsch gestellt.
Andererseits konstatierst Du ja nicht nur, sondern setzt Dich in Deinen Beiträgen durchaus mit Hintergründen auseinander, also neigst zur theoretischen Betrachtungen. Was uns aber zu unterscheiden scheint, ist die tiefe dieser Betrachtungen. Wobei ich da nicht einmal ein Problem sehe, denn wenn man sich schon einmal auf dem Weg befindet, kann man ruhig und nicht einmal mit sonderlich viel Aufwand einen Schritt weiter gehen.
Übrigens sollten theoretische Betrachtungen immer einen praktischen Hintergrund haben, ansonsten machen sie keinen Sinn und irgendeinen Grund müsst ihr ja auch gehabt haben, um über Clausewitz, eine Aussage von ihm, nachzudenken. Wenn ich es genau betrachte, so geht es weniger um theoretische Betrachtungen, denn selbst Dein Blog ist voll davon, sondern um die Grundlagen dieser Betrachtungen und deren „tiefe“. Du beschränkst Dich ja in Deinem Blog nun wahrlich nicht nur auf die reine Informationswiedergabe, sonder Du verstehst es sehr gut auch zu werten. Letzteres setzt nicht nur bestimmte theoretische Fähigkeiten voraus, sondern ist auch notwendige Voraussetzung für bewusstes handeln. Und selbst wenn ich die verlinkten Beiträge betrachte, zur Untermauerung Deiner eigenen Aussagen und davon ausgehe, dass Du diese alle gelesen hast, … nun ja, was immer auch theoretische Betrachtungen sind?
Aber zum eigentlichen Thema und da ist es sicher wichtig eine jede Möglichkeit zu nutzen, um den Krieg zu beenden. Wobei es in diesem Zusammenhang nur einen dauerhaften Frieden geben kann, wenn sich alle Expansionsstreitmächte aus diesem Land zurückziehen. Ohne dem Abzug aller fremden Truppen ist ein dauerhafter Frieden in der Region nicht möglich. In diesem Zusammenhang sei durchaus zu berücksichtigen, das Kriege nicht um des Kriegswillen geführt werden, sondern sie sind Mittel zum Zweck, nie Selbstzweck. Die Erkenntnis des Zweck ist wiederum entscheidend für den Erfolg des Kampfes gegen den Krieg. Ein dauerhaft erfolgreicher Kampf gegen Kriege kann nur geführt werden, wenn dem Krieg seine Basis genommen wird, wenn die Ursachen für Kriege allgemein beseitigt werden.
So weit, so gut, oder auch nicht, in jedem Fall werde ich Dich jetzt nicht weiter „zu labern“, denn ich habe kein Interesse am „totlabern“!
Lebendigerweise viel Erfolg im Kampf, welcher nicht zum Krampf ausarten sollte,
solidarischen Gruß
Thomas
[1] Gegenstand der Betrachtung war diese Antwort, auf diesen [2] Kommentar.
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