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Archive für Mai 2010

Kleines Theater in Quedlinburg ganz groß!

Kleines Theater in Quedlinburg ganz groß!

Ein kulturelles Heileit für Quedlinburg findest am letzten Wochenende im Mai statt. Zur Veranstaltung erhielt ich folgendes E-Mail. Da ich die meisten Stücke der Theatergruppe schon erleben durfte, kann ich einen Besuch der Veranstaltungen nur empfehlen. Dieses allein wäre schon ein Grund nach Quedlinburg zu kommen, neben den vielen anderen Gründen natürlich.

 

Großes Theaterfest auf dem Wipertihof vom 28.-29.05.2010


Am 29. Mai ist es soweit. Die anlässlich des 10-jährigen Bestehens der hauseigenen Theatertruppe „Horizonte“ vom Dachverein Reichenstrasse e. V. veranstalteten Theaterwochen finden auf dem Wipertihof ihren krönenden Abschluss. Dem Zuschauer wird ein zu jeder vollen Stunde wechselndes Programm angeboten. Nach der offiziellen Eröffnung beginnt um 14 Uhr die Kindertheatertruppe des GutsMuths Gymnasiums. Um 15 Uhr gibt die Theatertruppe „Horizonte“ das amüsante mittelalterliche Marktspektakel „Vom Furz“ zum Besten. Um 16 Uhr erwartet den interessierten Besucher eine Talkrunde mit dem Thema “Wozu Theater” mit hochkarätigen Gästen aus der Szene. Um 17 Uhr präsentiert sich die Theatertruppe des Europäischen Bildungswerkes mit der tschechischen Komödie „Zwei auf dem Pferd, einer auf dem Esel“. Um 18 Uhr schließt sich die Schülerkabarettgruppe des GutsMuths Gymnasiums mit ihrem aktuellen Programm „Fragen über Fragen“ an. Um 19 Uhr wird es dann nochmal richtig lustig, wenn Jens Tramsen mit seinem Improtheater den Innenhof des Wipertihofes unsicher macht. Im Gegenzug wird in der alten Maurerhalle des Geländes das Theaterstück „Der innere Käfig“ als Videoprojektion in Dauerscheife zu sehen sein. Um 20 Uhr wird dann der Abend mit dem Friedensspiel „Lysistrate“, welches zur Einstimmung am selben Ort bereits am Vorabend aufgeführt wurde, beendet. Musiker, Kleinkünstler und eine Feuershow runden das Event ab. Für die kleinen Besucher gibt es eine
Kinderschmink-Ecke und auch für das leibliche Wohl aller Besucher wird gesorgt.
Ausführliche Informationen zu den Stücken erhalten sie unter
www.reichenstrasse.de.

Kartenvorbestellungen unter 03946-2640 oder bookingdv@gmx.de


KuZ Reichenstrasse

Reichenstrasse 1

06484 Quedlinburg


www.reichenstrasse.de
www.myspace.com/reichenstrasse1

 

Traditionspflege mit der Abrissbirne!

Traditionspflege mit der Abrissbirne!

 

Oder abriss einer Erinnerungsstätte im Zuge bundesdeutscher Traditionspflege.

Gestern erhielt ich eine E-Mail, in welcher über den Abriss der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals berichtet wird. Heute ist dieses auch Thema in der Jungen Welt.

Nun wird mit dieser Gedenkstätte nicht nur versucht das Andenken an einen deutschen Arbeiterführer zu schleifen, sondern auch die Bedeutung antifaschistischen Kampfes negiert. Dieses kann aber kaum in einer Zeit fortschreitenden Geschichtsrevisionismus verwundern. Offiziell wird versucht die deutschen Verbrechen im zweiten Weltkrieg zu relativieren und auf die Judenverfolgung und -vernichtung zu beschränken. Da wird schon mal und das fast Zwangsläufig, dass Andenken an weitere Opfer/Opfergruppen und den antifaschistischen Widerstand verwischen, So ist zum Beispiel zu beobachten, wenn der offiziellen Berichterstattung gefolgt wird, dass der Widerstand im dritten Reich auf das viel besprochene und verfilmte Attentat gegen Hitler beschränkt wird. Das gerade die Kommunisten unter Führung Ernst Thälmanns die konsequentesten Gegner des Faschismus waren und schon bei Zeiten auf die Gefahr eines herannahenden Krieges hingewiesen haben, soll vergessen werden. Und um Erinnerungen zu löschen, wird sich gegen Gegenstände der Erinnerung gewannt und wie im obigem Fall Erinnerungsstätten abgerissen.

Damit wird ganz bewusst auf Erinnerungen gewirkt, dass kollektive Gedächtnis gilt es zu manipulieren, um imperiale Politik zu unterstützen. Dieses wird besonders deutlich, wenn gegenwärtig geführte imperiale Raubkriege berücksichtigt werden und welche Traditionen dabei im deutschen Herr gepflegt werden. Ja. es werden Traditionen gepflegt, die Tradition der deutschen Krieger spricht für sich und gibt gleichzeitig Einblicke in den Charakter des Krieges. Da kann man Erinnerungen an antifaschistischen, antimilitaristischen, antiimperialistischen Widerstand nicht gebrauchen und erst recht nicht an deren konsequentesten Vertretern/Verfechter.