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Noch einmal zum 17. Juni 1953.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 22.6.2010 @ 10:35 In Spuren/Gefunden, Gedanken | 1 Kommentar
Noch einmal zum 17. Juni 1953.
Im Blog [1] Kritische Masse wurde ein interessanter Beitrag zu den Hintergründen der allgemeinen „Ruhe“ zum Thema „Volksaufstand“ in den Medien geschrieben, in diesem Zusammenhang wurde auch auf meine Seiten verlinkt. Zum Beitrag selbst habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Hallo Sepp,
ein interessanter Beitrag, welchen Du [2] hier verfasst hast und den ich mit diesem Kommentar versehen, ergänzend zu den anderen Beiträgen, ebenfalls verlinken werde. Bezeichnend auch die von Dir benannten Ursachen, warum es so ruhig um dieses „Jubiläum“ geworden ist. Da reicht es gerade noch im Bundestag das alte Ritual mit einer Rede zu pflegen, welche sich nicht einmal mehr groß in der Presse spiegelt. Nein, die Themen sind heute andere und wer möchte den heute noch ernsthaft behaupten, dass Interessen der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen in dieser Republik Berücksichtigung finden, oder je gefunden haben. Die Praxis selbst ist der schlagende Beweis gegen solche Behauptungen. Ja, die Zeiten ändern sich und die ‘Asche aufs Hauptmentalität’ vieler Ostdeutscher lässt den Umständen geschuldet so langsam auch nach. Die Betrachtung der eigenen Geschichte lassen sich immer weniger vorschreiben und gelegentlich findet man sogar zum alten Selbstbewusstsein zurück, was an mancher Diskussion sichtbar wird. So auch in der Diskussion, welche ich zum Teil auf meiner Seite gespiegelt habe, aber die eigentlich und wesentlich umfangreicher in der [3] Mailingliste der Freidenker geführt wurde/wird. Dabei habe ich dem Namen meines Gegenüber, im von Dir verlinkten [4] Beitrag, das ‘Herr’ vorangestellt, um die für solche Diskussionen notwendige Distanz zu erhalten.
Leider haben Mailinglisten einen entscheidenden Nachteil, sie haben keine nachzuvollziehende Geschichte, es sei denn, man hat alles Benachrichtigungen gespeichert. Für jemanden, welcher zum Beispiel neu hinzukommt, sind laufende Diskussionen schwer nachzuvollziehen. Aus diesem Grund auch die gelegentliche Spiegelung von Diskussionsbeiträgen von mir, mit entsprechenden Verweis (PDF-formatierter Gegenstandstext), in meinem Blog. Hatte ich in anderen Zusammenhängen übriges früher auch schon praktiziert.
Grundsätzlich und um das Thema etwas zu ergänzen, ist es gerade für die linke Bewegung, selbst wenn dieses eine relativ schwammige Bezeichnung ist, wichtig, die jüngere deutsche Geschichte und speziell auch die Geschichte der DDR kritisch aufzuarbeiten. Dabei betrachte ich Kritik, wie oft üblich, nicht mit negativen Vorzeichen, aber letztlich ist nur die Linke und damit meine ich nicht die Partei, welche sich vereinnahmend so nennt und im übrigen bewiesen hat, dass sie dieser Aufgabe nicht gerecht wird, in der Lage diese Aufgabe zu meistern!
Gruß
Thomas
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[1] Kritische Masse: http://kritische-massen.over-blog.de/
[2] hier: http://kritische-massen.over-blog.de/article-nachtrag-zum-17-juni-die-aufstaendi
schen-wuehlarbeiter-2010-so-schweigsam-52743670.html
[3] Mailingliste: http://www.freidenker.org/cms/dfv/index.php?option=com_content&view=article&
amp;id=108:informationen-zu-den-mailinglisten&catid=57:mitmachen&Itemid=86
[4] Beitrag: http://kucaf.de/2010/06/20/nun-ja-es-war-krieg-wenn/
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