- Was so bewegt! - http://kucaf.de -
Gut das es Pädophilie gibt!?
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 24.6.2010 @ 20:23 In Gedanken | 3 Kommentare
In der Mailingliste der Freidenker hat sich aus einer anderen Diskussion heraus eine zum Thema Pädophilie entwickelt. Es ist nicht uninteressant diese zu verfolgen und so manche interessante Begebenheit ist zu erfahren, aber auch wie unterschiedlich die Vorstellungen zu diesem Thema sind, aber auch die moralische Keule darf nicht fehlen. Dabei wäre es eigentlich interessant zu ergründen, warum gerade solche Themen über ihre eigentliche Bedeutung hinaus strapaziert werden. So habe ich einen Beitrag verfasst, in welchen ich darauf verweise, dass gerade solche Themen dazu taugen, Menschen von ihren eigentlichen Problemen abzulenken und Misstrauen unter ihnen zu sähen. Andererseits bieten solche Diskussionen auch einen Einblick in die verschiedensten Vorstellungen, welche es zum Beispiel von Moral und [1] Ethik gibt und oft werden diese losgelöst von den eigentlichen gesellschaftlichen Verhältnissen und vom Entwicklungstand der Menschen betrachtet. Dabei werden moralische Vorstellungen als über den Dingen stehend und allgemeingültig betrachte und nicht den Umständen geschuldet, als Produkt der gesellschaftlichen Verhältnisse selbst.
Hier nun der Text:
Gut das es [2] Pädophilie gibt!?
Wäre dem nicht so, sie müsste glatt erfunden werden! Über was könnte sonst diskutiert werden?
Wie hat sich doch unsere Welt verändert, seit dem die Pädophilien durch unser Bewusstsein geistern und Gegenstand so mancher Betrachtung sind, ja sogar manche Handlung auslösen?
Dabei scheint auch hier zu gelten, vorbeugen ist besser als nach hinten fallen, was ich hier nicht zweideutig meine, auch wenn es zweideutig gesehen werden könnte. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass jegliche Gewaltanwendung gegenüber anderen Menschen aus egozentrischen Beweggründen zu verurteilen ist, auch solche der geschlechtlichen Nötigung. Wenn es also dem gesellschaftlichen Verständnis, wie in unserem Kulturkreis üblich, entspricht, dass Sexualität mit Kindern verurteilt wird, so sollte dieses aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es durchaus noch andere Kulturkreise gibt und wir nicht Inhaber der Wahrheit letzten Schlusses, so wie die Hüter oberster [3] Moral sind. Schauen wir uns um in dieser Welt, wobei, wir sollten auch den Blick in unsere eigene Vergangenheit nicht scheuen, so müssen wir erkennen, dass es die verschiedensten Entwicklungen gibt/gab, (warum dieses so ist, soll hier und jetzt vernachlässigt werden). Dabei sei auch daran erinnert, ab wann Kinder eigentlich so lange wie heute als Kinder angesehen werden, da war die Neuzeit nicht einmal mehr so neu und war bis vor einigen Jahren, in der BRD länger als in der DDR, die Volljährigkeit nicht erst mit 21 Jahren erreicht? Also ein Alter, welches viele unserer Vorfahren in bestimmten Zeitepochen nicht einmal erreicht haben! Dabei ging es den Menschen früher eigentlich wie jedem anderen Tier, sobald die Geschlechtsreife erreicht war, wurde sich fortgepflanzt, anders hätte unsere Art wohl kaum überleben können.
Aber zurück zu den Pädophilien, warum wird diesen in der Gegenwart solch eine Bedeutung beigemessen? Zum einen Taugen sie hervorragend für so manche Schlagzeile, um das kleinbürgerliche Gemüht zu erregen, da es in seinen Moralvorstellungen erschüttert wird und damit von anderen Problemen anzulenken. In diesem Zusammenhang ist dieses Thema auch hervorragend geeignet Misstrauen zu sähen. So wurde vor Jahren, nach dem wieder ein Fall pädophilier Straftat durch die Medien geisterte, festgestellt, dass die Dunkelziffer wesendlich höher sei und die meisten dieser Taten im Verwandten- und Bekanntenkreis passieren und tabuisiert werden. Nun, da schaut man doch gleich ganz anders auf die Verwandtschaft und Bekanntschaft, da wird doch das Vertrauen in die Nachtbarschaft ernsthaft auf die Probe gestellt, vor allen wenn man Kinder in dem entsprechenden Alter hat, oder vielleicht auch Enkelkinder. Ja, so taugen die Pädophilien hervorragend um Misstrauen zu sähen und Ängste zu schüren. Die Intention dabei: wenn jeder zweite Pädophilie ist, und da ich es nicht bin …? Das ist auch gut so, meinen die Machthabenden, werden doch so die Menschen von ihren eigentlichen Problemen abgelenkt und da sie der Verwandtschaft und Bekanntschaft misstrauen, tauscht man sich über betreffende Probleme gegebenenfalls auch nicht mehr aus.
So wird pädophilien Straftaten viel Aufmerksamkeit in den Medien gegönnt, andere Straftaten geraten hingegen ins Hintertreffen, wie zum Beispiel die vielen im Straßenverkehr getöteten und verstümmelten Kinder. Aber wie schon gesagt, jegliche Gewaltanwendung gegenüber anderen Menschen aus egozentrischen Gründen ist zu verurteilen, wobei eben auch die Häufigkeit und Auswirkungen eine Rolle spielen sollten, in diesem Zusammenhang sei zum Beispiel auch daran gedacht, dass der Befehl eines deutschen Offiziers in Afghanistan in einem Augenblick mehr als 140 Tote zur Folge hatte. Auf solch ein Ergebnis, in so kurzer Zeit wird wohl nicht einmal der perverseste Pädophilie kommen, es sei denn, er ist Offizier der Bundeswehr im Kriegseinsatz und befiehl die Bombardierung eines gut besuchten Kindergartens.
Egal wie die Sache auch immer gedreht wird und welcher Anschein erweckt werden soll, eines steht fest, Pädophilie ist für die wenigsten Menschen hier zu Lande objektiv ein Problem, da gibt es ganz andere, nur taugt dieses Problem hervorragend von anderen Problemen abzulenken.
Dieser Artikel wurde ausgedruckt ab Was so bewegt!: http://kucaf.de
URL zum Artikel: http://kucaf.de/2010/06/24/gut-das-es-padophilie-gibt/
URLs in this post:
[1] Ethik: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2010/01/16/ethik/
[2] Pädophilie: http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie
[3] Moral: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/12/30/moral/
Klicken hier zum Drucken.