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Gespielte Demokratie, oder das Spiel Demokratie!?
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 1.7.2010 @ 13:03 In Leserbrief, Gedanken | 1 Kommentar
Gespielte Demokratie, oder das Spiel Demokratie!?
Nun ist die Wahl des Bundespräsidenten immer auch gut für Schlagzeilen, das war in Vorbereitung und wird es sicher auch im Nachgang sein. So habe ich auf einen Beitrag hin, folgende Gedanken geäußert:
Ein Gedanke, oder auch zwei …
Macht es Sinn sich über diese Wahl den Kopf zu zerbrechen, ist es nicht eigentlich egal wer Bundespräsident wird/wurde? Ist es nicht so, das in keiner politischen Figur die Marionette offener ans Tageslicht tritt, wie es beim Bundespräsidenten der Fall ist? Und warum sollte gerade im Falle dieses Amtes, eine andere Herangehensweise, andere Formen im Umgang miteinander praktiziert werden, als sonst üblich? Auch kann ich keine Niederlage fürs Regierungslager erkennen, es steht nach wie vor und etwas Geplänkel war schon immer gut um für Ablenkung zu sorgen. Wenn dieses dann noch auf einem Politikfeld stattfindet, welches keine nennenswerte Bedeutung hat, umso besser fürs Lager der Regierenden. Wobei auch in diesem Zusammenhang nur das Ergebnis zählt, und bei allem Geplänkel, wer hat den die Wahl gewonnen und um welche Macht ist es gegangen, um die gepokert wurde?
Hätte, wenn und aber, der Wunsch als Vater des Gedanken, die Illusion als Mutter des Fortschrittglaubens, werden wohl kaum Veränderungen zeugen, wobei dieser Zeugungsakt selbst sich in Simulation erschöpft. Ach ja, was sollte sich eigentlich verändern, durch diese Wahl?
Gruß
Wenn seine Äußerungen im Vorfeld der Wahl Berücksichtigung finden, so wäre wohl das Amt des Bundespräsidenten in das des Großinquisitors übergegangen. Damit hätte er die Möglichkeit gehabt einen weiteren gesellschaftlichen Rückschritt zu begleiten. Und gibt es nicht Menschen, welche ernsthaft von einer feudalen Gesellschaft faseln und diese gegebenen Falls Meudalismus nennen? Zugegeben, in letzter Zeit habe ich wenig von solchen Vorstellungen vernommen, sie passen aber durchaus ins Bild unserer Zeit, wo unter den verschiedensten Vorzeichen nach Auswegen aus der gegenwärtigen Situation gesucht wird. Das da Lösungsansätze auch in der Vergangenheit gesehen werden, entspricht der Natur der Dinge und dabei muss so manch waghaltiges Konstrukt herhalten, um letztlich gesellschaftlichen Fortschritt zu negieren. Und einmal davon abgesehen, dass heute die besten Voraussetzungen auf Basis der herrschenden bürgerlicher Ideologie für die verschiedensten Vorstellungen gegeben sind, spielt natürlich auch allgemeine und oberflächliche Betrachtungsweise eine nicht unbedeutende Rolle. Der Überbau wird seiner Basis enthoben und als eigenständig wirkendes Element betrachtet und so gesehen ist natürlich vieles Möglich und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Letztlich wird aber eine jede Phantasie mittels menschlicher Praxis wieder auf den Boden der Realität geholt. So trösten wir uns, desto weiniger die Menschen eine Zukunft in der Gegenwart sehen, desto häufiger suchen sie diese in der Vergangenheit, das die Vergangenheit dazu verklärt werden muss, liegt auch wieder in der Natur der Dinge.
Zu guter letzt wurde dem Hexenjäger der Aufstieg versagt, ob damit die Alternativen weniger rückwärts gewand sind, ist fraglich, aber auch nicht sonderlich von Bedeutung, da dieses Amt eigentlich als Schmuck einer immer weiter bröckelnden Fassade zu fassen ist.
Das diese Wahl auch in der [1] Jungen Welt Berücksichtigung findet, ist eigentlich selbstverständlich, wobei in diesem Fall das Ergebnis zu Redaktionsschluss noch nicht vorlag. Ober kenntlich gemachtem Text habe ich als Leserbrief im Internet hinterlassen, wobei ich kaum davon ausgehe, dass er Berücksichtigung in Form von Veröffentlichung findet.
Das Land hat eine neue Marionette, Pinocchio lässt grüßen, wobei der entscheidende Unterschied darin besteht, das letzterer sich von seinen Strippen befreite!
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