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Noch mal zum Spiel Demokratie.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 6.7.2010 @ 22:34 In Spuren/Gefunden, Gedanken | Keine Kommentare
Noch mal zum [1] Spiel Demokratie.
Nun wird immer noch nach-gewählt oder Wäsche gewaschen und so manche interessante [2] Tatsache dabei genannt. Das in diesem Zusammenhang verschiedene Modelle für die Zukunft gleich mit verkauft werden sollen, ist eigentlich nicht verwunderlich. In diesem Zusammenhang arbeite ich auch noch an einer Antwort, welche den Verweis auf eine Internetseite zum Gegenstand hat. Aber vielleicht landet diese Auseinandersetzung auch in der Ablage ungesendeter Beiträge und diente letztlich nur dem Selbstverständnis, was unter Umständen, gerade wenn etwas Zeit dazwischen liegt, oder auch neue Beiträge den Gegenstand verschwinden ließen, Sinn macht.
So wurde geklappert für rot-rot-grün und dieses Klappern wurde mit einer Antwort belohnt, welche sich gegen eine Vereinnahmung von rot (SPD)-grün (Grüne), durch rot (PDL) ausgesprochen hat, in dem eine solche von vornherein für ein solches Bündnis unterstellt wurde. Daraufhin habe ich folgende Anmerkungen hinterlassen:
Hier geht es nicht um rot-rot-grün, sondern um rosa, hell rosa (mit einer Nuance schwarz), sowie einer Mischung aus blau und gelb (welches ja bekanntlich grün ergibt). Dabei dominiert hell rosa (mit Schwarzanteilen) in der Regel rosa und nicht umgekehrt, auch wenn es gern anders dargestellt wird. In diesem Fall genügt ein Blick auf aktuell betriebene Politik und das kann durchaus aufschlussreich sein.
Die PDL möge die eine oder andere Hürde für ein Bündnis zwar simulieren, wie schnell diese Hürden (Hüllen) fallen, ist immer dann besonders gut ersichtlich, wenn es darum geht, mit ins Bett sogenannter Regierungsverantwortung zu schlüpfen. So gesehen, sollten Illusionen nicht unbedingt gepflegt werden und wer möchte ernsthaft behaupten, dass eine solche Dreierkombination/Koalition sozialer sein wird, als die dort enthaltene Zweierkombination, welche zwischen Kohl und Merkel regierte. Immerhin brachte sie solch soziale Errungenschaften wie die Hartz-Gesetze, Agenda 2010, Absenkung des Spitzensteuersatzes und vieles andere mehr hervor. … Ach so, und es wurde wieder Krieg geführt!
Nun kann man natürlich behaupten, dass sich dieses alles ändern wird und die PDL schon dafür sorgen kann. Kann man, man muss es aber nicht glauben.
Und warum nicht die PDL unterstützen, solange es keine nennenswerte Alternative gibt und das bei vollem Bewusstsein, dass es grundlegende Veränderungen mit dieser Partei nicht geben wird?
Meines Erachtens ein viel ergiebigeres und vor allen sinnvolleres Thema, als die makulative Präsidentenwahl, bei welcher im Vorfeld der Sieger schon feststand.
Ein Gedanke noch: sicher ist, dass Rot-Rot-Grün (um bei der gebräuchlichen Farbenlehre ohne Inhalt zu bleiben) funktionieren wird, auch ohne die Augenhöhe zu berücksichtigen. Es ist der Rettungsanker für die bestehenden Verhältnisse und er wird geworfen werden, wenn die Zeit gekommen ist und der Anker benötigt wird! Dieses Projekt wird in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt sein, jedenfalls wird es sich dort verankern wollen. Das in diesem Zusammenhang nur eine marginale Rolle spielt, dass immer mehr Menschen an den Rand dieser Gesellschaft gedrängt werden, zeugt von der Illusion, (und Ignoranz ökonomischer Befindlichkeiten), diese durch einen Politikwechsel wieder in die Mitte ziehen zu können. Innerhalb des bürgerlichen Parlamentarismus hat auch die PDL ihre Aufgabe zu erfüllen, die Aufgabe, am Krankenbett des Kapitals als Pfleger aufzutreten, hat sie schon übernommen und nun tut sich alles dafür, eine Illusion von den selbst heilenden Kräften des bürgerlichen Parlamentarismus zu nähren. So schließen sich die [3] verschiedensten Kräfte dieser drei Parteien zusammen und schmieden Bündnisse zur Errettung des Parteienparlamentarismus, indem sie die Illusion erwecken, dass eine solche Koalition grundlegende Veränderungen in der Politik bewirken könnte. In diesem Zusammenhang wird mit der Dominanz des Kurzzeit-Gedächtnis spekuliert und gehofft, dass die Menschen sich nicht mehr an die Taten vergangener Tage erinnern. Und wenn ich mich so umschaue, scheinen diese Hoffnungen durchaus berechtigt zu sein.
Th.
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[1] Spiel Demokratie: http://kucaf.de/2010/07/01/gespielte-demokratie-oder-das-spiel-demokratie/
[2] Tatsache : http://trottelbot.net/?p=2194
[3] verschiedensten Kräfte: http://www.solidarische-moderne.de/de/topic/20.wer-wir-sind.html
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